Golden Soul Moments Of The Eighties
Samstag, 11. September 2010
Golden Soul Moments Of The Eighties
Freitag, 10. September 2010
Golden Soul Moments Of The Eighties:
Joyce Sims – Come Into My Life (1987)
Okay, nachdem jetzt so viele Anfragen und Wünsche nach Neuaufnahme unserer 80er Jahre-Serie kamen, machen wir jetzt eben doch weiter. Und wir machen es euch leicht, indem wir (K-Nut & ich) uns (vorerst) mal auf das Soul-Genre beschränken. Das Ganze wie immer mit der Intention, eine verkannte Dekade zu rehabilitieren.
Die goldenen Momente starten wir gleich mit dem definitiv besten Soul-Song der 80er – da kann es nur einen geben, K-Nut und ich sind uns völlig einig. „Come Into My Life” blieb für Joyce Sims leider ein einsames One-Hit-Wonder. Nur echt mit romantischer Kerzenbeleuchtung auf dem Flügel!
Für mich war das damals so ein kleines Erweckungserlebnis in Soul, zu jener Zeit war ich ja noch recht dogmatisch auf harte oder schrammelnde Gitarren festgelegt. Wir gingen damals aber regelmäßig in eine wirklich scheußliche Spelunke in der Stuttgarter Suburbia zum Billard spielen. Hab vergessen wie der Laden hieß, den türkischen Gastwirt nannten alle Sheriff, und wenn der gutgelaunt war, spendierte er eine runde Cola mit irgendwelchem Cognac drin. Grauenhaft! Aber damals trank ich ja auch noch Hefeweizen, ein eher unbekömmliches Gebräu, das bestens zu dem schmierigen Laden passte.
Musikalisch war es dort auch ein Kreuz, Modern Talking, Pet Shop Boys und so, grauer Mainstream jener Tage halt. Aber zwischendrin immer wieder „Come Into My Life“, jedes Mal eine Offenbarung. Zu dem Song hab ich mein bestes Billard gespielt, das weiß ich ganz sicher.
Die Stimme gefällt mir gar nicht mal so sehr, ein kleines bisschen zu süßlich, aber der Song ist groß – und diese Gitarre erst. Dann das lange Solo (zumindest auf der unverzichtbaren 12-Inch), so butterweich, samtig und elegant, uahhhhh!
Am späten Abend lege ich das auch heute noch gerne auf und kriege zum Teil ganz rührende Reaktionen von Leuten meines Alters. Pure Sentimentalität, Chrispop wird es hassen, R-man auch. Oder? (Whirlyjoe)
Donnerstag, 9. September 2010
Miraculous Mule
Gigs Wanted!
Ich war ja doch lange Zeit abgetaucht, melde mich aber hiermit offiziell zurück. Mal sehen, wie lange der Elan anhält. War halt anderweitig beschäftigt, vor allem mit meinem kleinen Stag-O-Lee Labelbaby. Was da alles abgeht, könnt Ihr hier nachlesen.
Nun zur Überschrift und eigentlichen Thema dieser Post. Am ersten Samstag im Dezember (4.12.) findet im Stadtkrug zu Beverungen wieder der Stag-O-Lee Shakedown statt, bei dem wir unsere alte Dorfkneipe in einen 50er Jahre Rock & Roll-Club meets 60er Beatschuppen verwandeln wollen. Ich hoffe, die Stag-O-Lee Allstars möglichst komplett vor Ort zu sehen. Zwei davon würde ich direkt einfliegen...
...zufälligerweise spielen die in einer Band, die ich an diesem Samstag gerne dort auftreten lassen würde - Miraculous Mule. Das Maultier ist die neue Formation von Michael J. Sheehy (Foto oben. Gitarre, Gesang), seinem Bruder Patrick (Bass, Gesang), Alex Petty (Backingvocals, Percussion/sonst als 2. Stimme bei Gemma Ray aktiv) und Ian Burns (Drums). Mit "Soulful Blues & Gospel" lässt sich der Sound des Quartetts am besten beschreiben, als Songvorlagen dienen Tunes aus Harry Lomax' Anthology Of American Folk Music Box, Pre-War Blues, aber auch das eine oder andere Juwel aus dem Chess-Stall. Da wird auch schon mal Acapella der Good Lord angefleht, aber vor allem schön deep und greasy gerockt. Michael spielt dazu E-Gitarre direkt aus dem Bauch, Patrick's Bass groovt wie Hölle und Ian hat das Schlagzeugspiel auch nach einem langen (und gewonnenen) Kampf gegen den Dämon Alkohol nicht verlernt. Das Paradestück aber sind die Vocals, die sich Michael und Patrick oft call-and-response-style zurufen, unterstützt von Sängerin Alex - das sind Harmonien, herausgeschleudert voller Inbrunst und Seele, als wäre man auf einem Gottesdienst im Parchman Farm Penitentiary.
Dienstag, 7. September 2010
Shakedown am Mittwoch
Der Blog liegt brach und keinen interessiert es. Zumindest fehlt das entsprechende Feedback in den Comments, entrüstete Aufschreie, unflätige Beleidigungen, Bestechungsversuche oder Sponsoren – nix dergleichen.
Nun gut. Oder Schlecht. Während Joe sich gegen den Abriss seines Lieblingsbahnhofs stemmt (S21) und K-Nut die Kunden aus seinem Geschäft rausprügeln muß, damit er endlich das Geld zählen kann, bin ich hier mit allem möglichen Kram beschäftigt. Aber auch faul. Und müde. Und manchmal überfordert. Will sagen, mir fehlt etwas der Antrieb, im Blog aktiv zu werden. Ich habe aber das Gefühl, daß es irgendwann wieder besser wird. Noch denke ich, dass was zu retten ist... obwohl mir meine Mitstreiter neulich beichteten, sie würden an einem Projekt arbeiten... die Namen Luther Vandross und Maria Carey sind gefallen...
Nun ja, dann vertreibe ich meine Zeit auch noch mit einer Sendung im Webradio Byte.FM – die heißt The Shakedown und am Mittwoch (8. Sept. – also morgen) bin ich um 14 Uhr wieder für 60 Minuten an der Reihe. Im weitesten Sinne geht es um Mixtapes, wo doch das letzte deutsche Cassetten-Kopierwerk vor einem Monat die Türen schließen musste. Einen Retrotrend wie beim Vinyl würde man hinsichtlich der MC nicht erwarten, sagte der Pressesprecher der Pallas Group. Bumm, das Aus für Bibbi Blocksberg und diesen einen Elefanten, dessen Namen mir gerade entfallen ist (gibt es auch als Kindergeburtstagstorte - tröööröööö). Nie wieder können kleine Kinder erforschen, wie lang so ein Band in dieser Plastikschachtel wirklich ist.
Montag, 30. August 2010
Donnerstag, 26. August 2010
Mittwoch, 25. August 2010
Abt. Konsumrausch
Zur Zeit kann man in Stuttgart richtig gut Platten kaufen, denn Second Hand Records, der beste Laden der Stadt, der Gebrauchtes und Neuware verkauft, ungleich mehr Vinyl als CDs übrigens, ist gerade umgezogen, in neue, noch schönere und großzügige Räumlichkeiten – nämlich in die Leuschnerstraße 3, direkt an der Liederhalle und passenderweise direkt neben der Filmgalerie 451 gelegen, die ja gerne als Deutschlands beste Videothek bezeichnet wird.
Ich will jetzt nicht schamlose Werbung für den Laden machen, obwohl ich dort seit einem Vierteljahrhundert Stammkunde bin, aber Helmut Fabers kleines Imperium ist garantiert einer der besten Plattenläden der Republik und immer einen Besuch wert, und zwar für Freunde wirklich aller Genres. Zur Eröffnung letzte Woche hat man draußen auf dem Gehweg einen DJ platziert, drinnen spielten Bands und die Geschäfte florierten gleich bestens.
Das Schönste ist, dass im alten Laden in der Holzstrasse 21 (nahe Breuninger) jetzt ein Ausverkauf alter Bestände stattfindet. Aktuell gibt es 25 % auf alles, die echten Goodies sind aber größtenteils schon weg, wie ich bei meinem Besuch am Samstag bemerken durfte. Aus dem Lager wird aber beständig aufgefüllt. Ich hab dann einige billige LPs meiner liebsten Italiener und Franzosen gefunden und mich dann über diverse „1-Euro“-Seven-Inch-Kisten hergemacht. Hier eine Liste meiner erstandenen Scheiben, einige davon stammen auch vom um die Ecke gelegenen Samstags-Flohmarkt, im Durchschnitt haben die Scheiben jeweils ziemlich exakt einen Euro gekostet, alle sind in hervorragendem Zustand.
5TH DIMENSION – SUNSHINE OF YOUR LOVE
ROY C - SHOTGUN WEDDING
ELVIS PRESLEY – CLEAN UP YOUR OWN BACKYARD
ELVIS PRESLEY – GOOD LUCK CHARM
ADRIANO CELENTANO – WHEN LOVE…
THE BYRDS – MR TAMBOURINE MAN
LYLE LOVETT – STAND BY YOUR MAN
ERIK B & RAKIM – I KNOW YOU GOT SOUL
STEVIE WONDER – MY CHERIE AMOUR (kitschig aber toll)
JOYCE SIMS – COME INTO MY LIFE (die beste Soul-Nummer der 80er)
AL WILSON – SHOW AND TELL
WAR – SLIPPIN INTO DARKNESS
KID CREOLE & THE COCONUTS – STOOL PIGEON
TEMPTATIONS – LAW OF THE LAND
EPMD – STRICTLY BUSINESS
JULIAN COPE – WORLD SHUT YOUR MOUTH
PETULA CLARK – CHEERIO
BOBBIE GENTRY – FANCY
RARE EARTH – GET READY
TALK TALK – SUCH A SHAME
Der Ausverkauf in der alten Filiale läuft noch bis Ende Oktober – also falls ihr in Stuttgart seid, schaut ruhig mal rein. Der neue Laden ist eh ein Muss für Plattenkäufer.
(Whirlyjoe) Mittwoch, 18. August 2010
Orgone - Cali Fever
Dienstag, 17. August 2010
Heinos TV-Tipp!
ftritten britischer Bands im US-Fernsehen sowie in so berühmten britischen Sendungen wie "Thank Your Lucky Stars" und "Juke Box Jury".
ARTE kann sowas. Dafür zahle ich gerne GEZ-Gebühren. (Heino Walter)
Und wenn wir schon am Glotzen sind: danach folgt um 23.05 Uhr eine Doku zum Thema Mods & Rockers, kennen wir ja alle aus Quadrophenia.
Und noch besser: direkt vor Heinos TV-Tipp zeigt Arte um 20.15 Uhr „Elf Uhr Nachts“, besser bekannt unter dem Originaltitel „Pierrot Le Fou“, Jean-Luc Godards Meisterwerk von 1965 mit dem jungen Belmondo - garantiert einer der besten, lustigsten, beschwingtesten und wildesten Filme der Sechziger, sage nicht nur ich. Highly recommended! (Whirlyjoe) Montag, 16. August 2010
Eleventh Dream Day - Prairie School Freakout
Gestern nach Jahren mal wieder aus dem Plattenschrank gezogen: das erste Album von Eleventh Dream Day, in den späten 80ern eine meiner Lieblingsbands. Mehrfach live gesehen und in den letzten Jahren komplett aus den Augen verloren, obwohl sie zuletzt wieder aktiv geworden sind.
Damals 1988 kaufte ich das Album beim famosen Malibu-Versand, wo ich treuer Stammkunde war und mit den redaktionell gehypten Platten fast immer gute Erfahrungen gemacht habe.
Schon das Cover ist mit dem Wohnzimmer im Grünen klasse, dazu die Linernotes der Produktionsgeschichte, aufgenommen in wenigen Stunden (!), das Summen aus dem Gitarrenverstärker einfach hingenommen. Das geht im furiosen Lärm der zwei Gitarren von Baird Figi und Rick Rizzo dann auch unter. Rizzo gibt den postmodernen Neil Young-Schüler und stellt fette Soli in den Raum, am besten sind sie aber, wenn beide Gitarren nur scheinbar dissonant übereinander liegen. Das hat manchmal fast was von Slayer in Rootsrock. Bassist Doug McCombs fällt erst später mit seinen Postrock-Projekten Tortoise und The Sea And Cake auf, die ich persönlich ja immer endlos langweilig fand.
Dagegen Drummerin Janet, eine wohl etwas seltsame Person, auf der Bühne gerne schlechtgelaunt, als Musikerin aber fantastisch, vielleicht schreibe ich hier ja auch mal was über ihre Sideproject Freakwater, das mir die Liebe zur Country Music beigebracht hat.
Zurück zum Album: zuvor gab es nur eine EP („Wayne“), „Prairie School Freakout“ entstand noch im heimischen Louisville, Kentucky, eigentlich residierte man längst in Chicago. Seite 1 des Vinyls ist einfach unglaublich gut: der Opener „Watching The Candles Burn“ wie Sonic Youth ohne New York-Chic, Janets wilde Wirbel sind reine Keith Moon-Schule, ganz herrlich. Der Gitarren-Sound ist Crazy Horse, die Musik aber einen Schritt weiter. „Sweet Smell“ startet als eher konventioneller Indie-Rootsrock, wächst dann aber in ein wildes Gitarreninferno, wo erstmals diese entfesselten, leicht dissonanten Gitarrenduelle eskalieren, dazu singt Janet ihre unnachahmlichen Harmonies. Das Gitarrensolo ist ein ewiger Gänsehautmoment, wuahhhh…
Aber es geht noch besser: „Coercion“ – ein Monument. Ein Riff, ganz viele Trommelwirbel, ein hypnotischer Drive wie sonst nur noch bei den Wipers. Und Rizzo wächst als Shouter über sich hinaus, obwohl es darauf eigentlich gar nicht ankommt. Das Gitarrensolo könnte auch von Chris Eckman sein, wenn man dem Ecstasy in den Drink getan hätte.
Die Krönung: „Tarantula“, mit schwerer Slide zum Sonnenuntergang, die Gitarren anfangs noch sanft jangelnd, dann aber immer rasanter. Rizzos Gitarre ist diesmal die authentische Neil Young-Schule, sich immer mehr in Ekstase spielend, getragen von kongenialem Drumming, Janet ist echt eine Stilistin, wie ich finde. Das Solo wird dann zwischendurch mal etwas runtergestrippt, um gegen Ende dann noch mal richtig durchzustarten – pure Magie.
So gut waren sie in den folgenden Major-Jahren dann bei aller Liebe leider nie mehr.
“Prairie School Freakout” ist ein Alltime-Top Ten-Album, was sonst?
Das Vinyl ist seinerzeit bei New Rose erscheinen, eine neu aufgelegte CD mit Bonus EP und einigen Videos ist via Thrill Jockey zum Glück noch erhältlich.
(Whirlyjoe) Dienstag, 10. August 2010
Country Got Soul @ ByteFM
Samstag, 7. August 2010
Freitag, 6. August 2010
Fat Freddys Drop
Am 17. September erscheint das „Live At Roundhouse“-Album und schon im August gibt es drei Konzerte in Deutschland:
23.08.2010 Hamburg - Grosse Freiheit
24.08.2010 Köln - Live MusicHall
27.08.2010 Chiemsee Festival
Watch dis:
Auf dem Album finden sich nur sechs Songs, die aber alle zwischen zehn und sechzehn Minuten lang sind.
Ätsch, ich hab sie schon hören dürfen, ihr könnt euch auf was freuen!
(Whirlyjoe) Donnerstag, 5. August 2010
Photos: Marcel Asso Mittwoch, 4. August 2010
Samstag, 31. Juli 2010
Donnerstag, 29. Juli 2010
Shake The Castle oder Ein Versuch die Burg zu rocken....
R-man: So ist das mit Sir Axel 45. Dann draussen schön bei Harry's gegessen und etwas Kneipen-hopping betrieben, und vor allem in der Burg schon mal das Ambiente genossen. War ein schöner Abend.
K-Nut: Fand ich auch - sehr entspannt. Die Burg hat mir ja ausnehmend gut gefallen! Tolle Location. Am Freitag spielte da 'ne Zwei-Mann-Kapelle, die Burg war gut gefüllt, die Akustik aber eher katastrophal.
R-man: Am Samstag trafen wir uns gegen 17 Uhr zum Aufbau, dann gesellte sich Chrispop dazu, kurze Pause und ab halb 8 nochmal bei Harry gegessen und dann in die Burg.
en. Der 5 Meter hohe Raum war mit wenigen bunten Spots wirklich effektiv ausgeleuchtet. Der Sound war aber dann wesentlich besser als wir am Vorabend befürchtet hatten.
R-man: Wirklich toll gemacht alles, unser Aufbau war ja wirklich schnell erledigt, hat mir aber auch sehr gefallen. Ab 20:30 waren schon ein paar Leute da, irgendwann war es auch mal fast voll, dann lichteten sich aber die Reihen. Unten an der Weser stand ein Zelt mit einer für diese Verhältnisse guten Kirmes-Band, die Dschingis Khan, Sie liebt den DJ (vom Wendler) und Walking On Sunshine hintereinander spielte. Das Zelt
war voll und alle (jung und alt) fanden's toll.
K-Nut: "Kirmes-Band"? Das war schon 'ne sehr ordentliche, ausgebuffte Show/Cover-Kapelle! Für den Großteil der Stadtfest-Besucher war das wohl die bessere Wahl und für uns 'ne zu harte Konkurenz.
K-Nut: Wenn man mal das Konkurenz-Program in Betracht zieht (in Lauenförde gab's ja zeitgleich auch noch Live-Musik) hatten wir ja auch keine reelle Chance. Was bleibt, sind zwei schöne Abende mit guten Freunden, toller Musik, eine bemerkenswerte Location (sollten wir im Auge behalten) und ein insgesamt sehr nettes Stadtfest.
Mittwoch, 28. Juli 2010
Heute 14 Uhr:
The Shakedown @ ByteFM
Country Got Soul
Yo, El Maestro hat gestern wieder eine Sendung aufgezeichnet, die unter dem Titel Country Got Soul steht, und heute gesendet wird. Eingeweihte werden sich an die beiden 2003 und 2005 erschienenen Compilations gleichen Namens erinnern, auf denen sich Weißbrote in den spätern Sechzigern/frühen Siebzigern mit Erfolg an der Verschmelzung von Country und Soul versuchten.
Dann Penn, Larry Jon Wilson und Tony Joe White (Foto) seien nur stellvertretend genannt für eine Musik, die sich vorzugsweise im Süden der USA abspielte, mit den Muscle Shoals Studios als Epizentrum. Aber natürlich habe ich mich nicht zufrieden gegeben, die beiden Compis stumpf herunterzuspielen, nein, ich habe tief in meiner Foundation gewühlt und jede Menge Musik und Künstler für ein 3. Volumen herausgesucht, das hier den Löwenteil der souligen Stunde einnimmt.
In 14 Tagen kommt der 2. Teil, mehr Country Got Soul, inklusive der Vorstellung des neuen Albums von JJ Grey & Mofro, Georgia Warhorse betitelt.
Also: heute um 14 Uhr auf ByteFM gehen, auf Play klicken und zuhören! (R-man)
Dienstag, 27. Juli 2010
Montag, 26. Juli 2010
200 Jahre Crosby Stills & Nash!
Der Knutster hat es bereits angekündigt: ich hab den Beverunger Burg-Weekender geschwänzt, weil ich auf einer anderen Burg war: der wunderschönen in Esslingen am Neckar, bei Stuttgart, wo meine alten Helden Crosby Stills & Nash schlappe 41 Jahre nach Woodstock ein wunderbares Konzert geben sollten.
Im Vorfeld war ich auch nicht ganz sicher, ob sie es noch drauf haben. Und bei derartigen teuren Großevents muss ich normalerweise eher nicht dabei sein. Diesmal aber schon. Und es hat sich schwer gelohnt. Die Alten waren gut in Form, obwohl sie zusammen an die 200 Jahre alt sein müssen. Spenderleberbesitzer Crosby sieht man die Jahre auch an, trotzdem bleibt er ein Paradebeispiel für das Altern in Würde. Der Mann singt tatsächlich noch immer wie ein Engel, die glockenhelle Stimme kristallklar wie damals, ganz unglaublich. Nash gewohnt solide, Stills mit ziemlich kaputter Stimme, dafür mit einer fetten Schweinerockgitarre. Hat er gut gemacht.
So war es dann ein herrlicher Abend in historischem Gemäuer, mit 5000 komplett entspannten Zuschauern fortgeschrittenen Alters, selbst der Regen hat nach drei Tagen Omnipräsenz gerade rechtzeitig aufgehört. Mit diskreter Backingband (u.a. Joe Vitale an den Drums) begann man pünktlich um 19.30 Uhr und spielte sich dann durch das unschlagbare Hitprogramm (+ eher unerheblichen Coverversionen von Ruby Tuesday und Norwegian Wood) durch, um pünktlich um 22 Uhr ein rundum glückliches Publikum total zufrieden mit „Love The One You’re With“ zu entlassen.
Meine Favoriten waren natürlich die Crosby-Nummern, gekrönt vom mächtigen „Almost Cut My Hair“ zum Ende des regulären Konzerts. Gänsehaut ist gar kein Ausdruck, sage ich euch. Ja, die alten Hippiezausels haben es noch drauf. Und Mister Young hat an diesem Abend garantiert niemand vermisst!
(Whirlyjoe)
Freitag, 23. Juli 2010
Abt. Brandneu
Dienstag, 20. Juli 2010
The Stag-O-Lee-Shakedown @ Burg Beverungen
24. Juli 2010
Vom 23. bis 25. Juli steigt in Beverungen und im benachbarten Lauenförde zum ersten Mal das Brückenfest. Dieses länderübergreifende Fest (NRW u. Niedersachsen) nehmen die Stag-O-Lee-Allstars zum Anlass, einen außerplanmäßigen Shakedown in ungewohnter Location einzulegen. Ihr findet uns am kommenden Samstag also nicht im vertrauten Stadtkrug, sondern in den Räumen der historischen Burg Beverungen am Weserufer.
Wer also Lust und Zeit hat (nach Wurstbuden- und Karussel-Besuchen in den beiden schönsten Orten des Weserberglandes) hinter drei Meter dicken Mauern in historischem Ambiente mit gewohnt heissem Spoonful-Sound die Nacht durchzufeiern, ist herzlich willkommen! Der Eintritt ist wie immer frei.
Wenn das Wetter es zulässt, werden wir den Samstag mit dem Stag-O-Lee-Soundcruiser bereits nachmittags in Burgnähe locker eingrooven.
Be there! (K-Nut)
PS: Freund Whirly hält sich an diesem Wochenende zwar auch in historischem Gemäuer auf, allerdings befindet er sich dabei in passender Gesellschaft und bleibt im Schwabenländle. Er wird sicher berichten...
Montag, 19. Juli 2010
Freitag, 16. Juli 2010
Jim Jones @ Sjock
Donnerstag, 15. Juli 2010
Sjock 35 – ein Reisebericht
Mittwoch, 14. Juli 2010
Und damals spielte er auch noch lupenreinen Lovers Rock, so dermaßen tiefenentspannt, soulful & deep. Vor allem ein Album ist mir schwer ans Herz gewachsen: Cho„Sufferer’s Choice“ von 1983, perfekter Reggae in jeder Hinsicht: unglaublich präzise produziert, kompakte Riddims von Sly & Robbie, die Roots Radics Band in full effect, ganz kleine Dubs und ein Groove, der niemals über schleppendes Midtempo hinaus geht. Da fühlt man sich beim Hören immer gleich so viel besser. „Sultry lovers rock at its most exquisite“ urteilt der All Music Guide.
Ab Mitte der 80er wandte sich Sugar Minott zunehmend dem Dancehall Business zu und konnte dort große Erfolge feiern, wobei er seine soliden Roots- und Lovers-Ursprünge nie ganz aufgegeben hat und schon deshalb besser war als der Rest. In den 90ern kam dann leider nicht mehr viel, 2005 fiel Minott dann aber wieder mit seinen Vocals für Rhythm & Sound auf, zuletzt auch als Gast auf dem jüngsten Album von Gentleman.
Ein verdienter Reggae-Held ist abgetreten.
(Whirlyjoe) Dienstag, 13. Juli 2010
...it's time for the shakedown!
Die Stamm-Leser und -Hörer wissen es natürlich: morgen, Mittwoch, den 14.07.2010 um 14:00 Uhr gibt es wieder eine frische Ausgabe unserer aller byte.fm-Lieblingssendung.
The Shakedown von und mit unserem lieben blog-Chef bringt uns diesmal ein sommerliches Rocksteady-Special mit der neuen 7" der Mooninvaders, Toots & The Maytals (Bild) und einer der größten Inspirations-Quelle der Rocksteady-Szene: Curtis Mayfield und den Impressions.
Morgen also unbedingt byte.fm anklicken!
(Warum Big R kein Bild in der Moderatoren-Rubrik hat ist mir ein Rätsel.)
(K-Nut)
Montag, 12. Juli 2010
Sonntag, 11. Juli 2010
Etwas träge schlurfte ich über den Markt, und weil LPs schlicht zu anstrengend zum Tragen waren, beschränkte ich mich mal wieder auf 7-Inch-Suche. Im Südwesten scheint der Markt dafür ja leider nicht so üppig zu sein wie weiter nördlich, ich fand dann aber doch noch einen Profihändler (mit kühlendem Sonnendach!) und preishalbierten Singles, dem ich einen kleinen Stapel gut erhaltenen schwarzen Goldes für 18 Euro abnehmen konnte:
Aretha Franklin - Rock Steady
The Crazy World Of Arthur Brown - Fire
Ike & Tina Turner - Nutbush City Limits
Them - It’s All Over Now
Hildegard Knef - Berlin, dein Gesicht hat Sommersprosen
Peoples Choice - Do It Any Way You Wanna
Tina Turner - Whole Lotta Love
Sir Albert Douglas - Stagger Lee
The Beginning Of The End - Funky Nassau
Hildegard Knef - Es war beim Bal paré
Charles Aznavour - Allelulia
Jacqueline Francois - Le Gars De Rochechouart
Ansonsten sollte man heute wohl die Füße kühl halten und sich auf ein schönes WM-Finale freuen.
Hup Espana Hup!
(Whirlyjoe)
Samstag, 10. Juli 2010
Donnerstag, 8. Juli 2010
Das shake baby shake WM-Studio
Ein letztes Mal meldet sich unser WM-Studio, zerknirscht, traurig, aber auch die Übermacht der Iberer anerkennend. Hätte der Schiri unserem Thomas Müller keine zweite gelbe Karte gegeben (Messi hatte by the way zuerst die Hand am Ball), wäre das alles möglicherweise besser gelaufen. Zumindest hinsichtlich Entlastung, Ball halten und Torgefährlichkeit. Lasst mir diesen Traum...
Dienstag, 6. Juli 2010
Palast normal
Das Englandspiel war schon eine echte Herausforderung, jetzt also am heißesten Tag des Jahres gegen die Gauchos. An den Außenwänden des Ladens wurden zwei Riesenglotzen installiert, innen gab es auch noch einen großen Monitor an der Decke. Während des Kicks waren dann auch wirklich alle Plätze gefüllt, 500 Leute werden das mindestens gewesen sein. Alle durstig. Und insgesamt doch recht unkompliziert. Ich hab jedenfalls keine aggressiven Spacken, Krawallmacher oder besoffenen Patrioten erleben müssen. Im Gegenteil: die Laune war während und nach dem Spiel einfach super, ja komplett euphorisch.
Samstag nachmittag
In Sachen Getränkeausschank arbeitet der Palast zu solchen Gelegenheiten jenseits aller Kapazitätsgrenzen, vor allem, wenn dann auch noch (aus Sicherheitsgründen) Plastikbecher vorgeschrieben und Flaschenbier verboten wird. Die Durstigen rennen schlicht von allen Seiten die Bude ein, die Zapfhähne arbeiten am obersten Limit, bedient von einem halben Dutzend Hochleistungszapfern, das alles bei sicherlich 40 Grad Raumtemperatur und tropischer Luftfeuchtigkeit drinnen. Dort habe ich mir dann einen abgetrennten DJ-Bereich aufgebaut, rundum gegen anrennende Hooligans gesichert. War auch gut so, man konnte letztlich bestens arbeiten und wie immer dort auch spielen, was man wollte. Diesmal allerdings nicht wirklich den Sound, den ihr hier im Blog gewohnt seid, sondern Hits, Hits, Hits. Eindeutig über Ballermann-Niveau, aber eben dennoch für die breite Masse.
Sonntag früh
Fixpunkte: die beiden Spoonful-Rettungs-CDs. Aber auch viel Zeug, was ich sonst nur bei Hochzeiten spiele. Disco, Dance-Classics oder auch mal „I Love Rock’n’Roll“ von Joan Jett und natürlich „Pass The Dutchie“ von Musical Youth. Resultat: es wurde großflächig getanzt. Vor und nach dem späteren Spanienspiel, bis nachts um drei. Hui, das war ein langer Tag, das WM-Fieber hat mich nun endgültig auch gepackt. Zum Finale könnten wir die Übung gerne noch mal wiederholen…. Vielen Dank an Chris und Wolfgang für die Fotos. (Whirlyjoe)
Sonntag, 4. Juli 2010
Da das WM Studio auch um 11 Uhr noch verwaist ist und sich noch keiner meiner Stammtischler gemeldet hat, habe ich mich zu einem kurzen Solo entschlossen. Aber was soll man über diesen grandiosen Sieg auch mehr sagen als: "Danke Jungs!" Hier siegte die Mannschaft, ein eingeschworener Haufen, bei der keiner abfiel (sogar Boateng hat jenseits seiner Möglichkeiten gespielt) und einige wahrlich herausragend waren (ne gute Handvoll, ihr kennt sie alle). Die scheinbar übermächtigen Gauchos hatten ja nichtmal eine ernsthafte Torchance.
Jogi Löw und seine Trainertruppe stellen die Burschen tatsächlich perfekt auf den Gegener ein und sorgen mit kleinen taktischen Tricks immer wieder für Überraschungen. Ich meine, Thomas Müller jetzt eine Pause zu gönnen, um ihn für das Endspiel zu schonen, das ist schon genial.
Und wie antwortete der Thomas noch auf die blöde Frage des Reporters: "Was denken sie denn, was jetzt in Deutschland los ist?" "Lauter traurige Gesichter bei schlechtem Wetter und ohne Grillfleisch!"
Das neue Motto: Kraft sparen bis zum Mittwoch! (R-man)

