Montag, 5. Dezember 2011



Stag-O-Lee-Shakedown
R-man: Am letzten Samstag haben wir den tatsächlich 6. Geburtstag unserer kleinen Partyreihe gefeiert. Es muss also im Dezember 2006 gewesen sein, als wir zum ersten Mal unter dem Motto „shake baby shake“ im damals noch frischen Stadtkrug ziemlich querbeet aufgelegt haben. 
Nach gefühlten drei Jahren haben wir den Abend in Stag-O-Lee Shakedown umgetauft und die musikalischen Grenzen ziemlich deckungsgleich an den Spoonful Compilations ausgerichtet – früher Soul (aber auch gerne Mal einen Motown-Klassiker – oder 5, wenn jemand tanzt), Rock&Roll, Rockabilly, jamaikanische Beigaben und vor allem 50s Rhythm&Blues. 
Was natürlich schon in großen Städten nicht wirklich funktioniert und in einem Nest wie Beverungen tatsächlich ein echtes Wagnis war. Letztlich hatten wir mittelprächtige besuchte und richtig tolle Abende, es wurde getanzt und gefeiert, oft bis in die frühen Morgenstunden. Für letztere war immer Sidekick Axel zuständig, der auch noch auflegt, wenn er schon nicht mehr stehen kann.

Am letzten Samstag nun hatten wir Besuch vom Kölner Freund des Hauses und Top-DJ K-Nut, der die Juke Joint Pimps direkt im Schlepptau hatte. Mit dem Kölner Duo hatten wir schon das Vergnügen und sie erwiesen sich an diesem Abend als perfekte Wahl für eine Liveband. Schon beim Essen von Inder Harry gegenüber (Hackfleischpizza?) war die Stimmung bestens, ich gab mein Bestes, um mit dem enzyklopädischen Blueswissen von Gitarrist T-Man mitzuhalten und hatte fast keine Sorge, dass es womöglich kein toller Abend werden würde.
Ab 21 Uhr bemannte ich dann das DJ Pult, alsbald gesellte sich K-Nut zum Ping Pong dazu. Dem kölsche Jung wird wohl schnell langweilig, anders kann ich seine abrupten Stil- und Tempowechsel nicht interpretieren. Nach einer halben Stunde hatten wir uns aber gut eingegroovt und heizten gut vor, bis gegen viertel vor 11 die Juke Joint Pimps auf die Bühne kamen.
Nun besteht das Beverunger Publikum nicht unbedingt aus beinharten Fans des „Down Home Garage Blues“, den die Pimps in ihrem Logo als Definitionsgrundlage vorschlagen, aber die beiden Kölner machen es einem leicht. Zudem kann man einem simplen Blues-& Boogie-Riff kaum wiederstehen und zum anderen ist Schlagzeuger/Sänger/Harp-Player Micha ein Entertainer vor dem Herren, der es versteht, etwaige Publikums-Hemmschwellen in nullkommanix zu pulversisieren. So rockten sie sich knappe 70 Minuten durch ihren für ein Duo sehr abwechslungsreiches Set, animierten das Publikum zu Kommentaren und Gesängen und hinterließen alle mit einem breiten Grinsen.


Ab Mitternacht legten wir auflegetechnisch einen Zahn zu. Es wurde getanzt und die Meute hielt sich wacker, vor allem angesichts der Tatsache, dass der eine oder andere weibliche Gast offensichtlich schon weihnachtsmarkt-geschädigt auflief.
Als ich den Stadtkrug dann um halb 5 Uhr verließ, ging ich mit einem zufriedenen Grinsen, denn es war eine erstklassige Nacht im besten Juke Joint des Weserberglandes. Mein/unser Dank gilt besonders Stadtkrug-Supremo Lothar, für alles und dies und jenes. 

K-Nut: Dem gibt's eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Dass dich meine kleinen Rockabilly-Querschläger noch immer so aus dem Konzept bringen können, wundert mich allerdings. 
Es war ein wirklich perfekter Abend, hätte bloß nicht irgend ein Depp ein paar Flaschen Lütje Minze angeschleppt! So litt ich am Sonntag doch arg unter den Folgen der ein oder anderen Ostsee-Gedächtnis-Runde.
Ich habe wirklich niemanden gesprochen, der nicht zufrieden und glücklich gewesen wäre. Auch schön mal Andi58, unseren fleissigen blog-Kommentator, persönlich kennengelernt zu haben.
Auch mein Dank gilt natürlich Lothar, der restlichen Beverunger und Lauenförder Gang und selbstverständlich den großartigen Juke Joint Pimps - man sieht sich!

(R-man; K-Nut)

5 Kommentare:

Whirlyjoe hat gesagt…

wie konnte ich das nur verpassen. aber rechnen kann der chef noch nicht wirklich wieder. wahrscheinlich der minz-schnaps.

Andi58 hat gesagt…

Hi K-Nut, hat mich auch gefreut deine Bekanntschaft zu machen. War wirklich ein geiler Abend, die Anreise hat sich voll gelohnt. Leider ging bei mir dann aber irgendwann so gegen 2.00 Uhr nichts mehr. Wenn ich natürlich gewusst hätte dass mich die grölend durch Beverungen ziehende Landjugend am Schlafen hindert dann hätte ich auch da bleiben können. Komme gerne mal wieder, nächstes Pfingsten sowieso.

K-Nut hat gesagt…

...ich darf mal aus dem allerersten Post dieses blogs zitieren: "Am ersten Dezember Wochenende 2005 war der Stapellauf und die Etablierung unserer kleinen Sause nimmt gute Formen an."
2006 ist also nur fast richtig - der 6. Geburtstag stimmt dafür wieder!
Lütje rules!

Whirlyjoe hat gesagt…

hui, dafür hat uns das unternehmen ja immerhin einigermaßen jung gehalten.

Anonym hat gesagt…

schön war's !!
da bekommt man doch Lust
gleich den nächsten Termin
auszumachen - 04.02.2012 ?
lang nach Silvester und
hoffentlich weit genug vor
Karneval - oder wie - axel