Dienstag, 22. Juli 2008

Soul-Boy of the Week:
Arthur Conley


Hier haben wir eine weitere Perle aus der Platinum Collection (Rhino/ Warner) mit 22 Tunes aus den Jahren 1967-69, ein Must-Have zum ganz kleinen Preis. Conley tritt man wohl nicht zu nahe, wenn man ihn eher der zweiten Liga der Soul-Klassiker zuordnet, der es nie zu ganz großem Starruhm geschafft hat. Er war ein Fan von Sam Cooke, wuchs in Atlanta auf und traf schließlich auf seinen Mentor Otis Redding, mit dem er zusammen seinen ersten Hit Sweet Soul Music schrieb, letztlich eine Art Cover von Cookes Yeah Man, das auch diese Compilation angemessen eröffnet: ein Instant Classic, Partyhammer und absolut Spoonful-tauglich.

Nach diesem ersten Erfolg wurde er für ein Allstar-Team mit Solomon Burke, Don Covay, Ben E. King und Joe Tex aka The Soul Clan gecastet (kennt jemand deren Soul Meeting-Album? Seit den 70ern kam seine Karriere leider nicht mehr richtig in Gang, später lebte er in Holland und starb schließlich 2003. In den späten 60ern hatte Conley aber einen extrem kraftvollen und auch dreckigen Sound, der zum Teil deutlich an Spoonful-Hero Don Covay erinnert.

Die Platinum Collection bietet reichlich Hits wie Funky Street, Aunt Dora’s Love Soul Shack und Who’s Foolin’ Who“ – allerdings auch zwei krass peinliche Coverversionen (Shake Rattle And Roll und R-Mans liebsten Beatles-Song Ob-La-Di Ob-La-Da“, da kann auch Duane Allman an der Gitarre nichts mehr retten).

Mein Favorit heißt That Can’t Be My Baby – hört euch mal die dreckige Gitarre und die lasziven Chormädels an…. (Whirlyjoe)

cd und choon

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

jaa, sweet soul music war damals einer der songs, die bich auf den sound gebracht haben! leg ich immer noch gern auf, genauso wie conleys liveversion von "try a little tenderness". irgendwo im netz fliegt ein livemitschnitt von ihm mit einer holländischen funk/soulband (nein, nicht die carpetbijters:) )aus amsterdam anfang der 70er rum. absoluter knaller, da können sam&dave einpacken...