Montag, 11. Januar 2010

Im gesegneten Alter von 84 Jahren ist diese Woche Memphis-Producer-Legende Willie Mitchell gestorben. Der Mann prägte den Southern Soul und speziell den klassischen Label-Sound von Hi Records wie kein anderer. Wenn man die größten Aufnahmen von Al Green und Ann Peebles hört, hört man vor allem auch die grandiose Produktionskunst von Mitchell. Tight & together ist hier keine Untertreibung, über viele Jahre perfektionierte er diesen speziellen, knarztrockenen Minimalismus, der schon mit den allerersten Tönen jedes einzelnen Songs identifiziert werden kann. Der Mann ist ein verdienter Held der Soul History.

Diese ebenso schöne wie angemessene Würdigung erreichte uns aus dem Daptone-Headquarter:

Willie Mitchell 1928-2010

On Tuesday morning, January 5th, producer, musician, arranger Willie Mitchell died of a heart attack. He was 81 years old. For everybody here at Daptone, myself in particular, Willie Mitchell is a legend and an inspiration in our daily work.

Born in Ashland, Mississippi, Mitchell began playing trumpet at age eight and later studied music at Rust College in Holly Springs. After a stint in the army, he moved to Memphis in 1954 where he found employment as a bandleader for the Manhattan Club and a producer for the Home of Blues label. In 1961 he joined Hi Records as a producer and artist, and throughout the sixties released a number of R&B instrumentals in his own name alongside countless records he arranged and produced for other artists.

In 1970, Mitchell stopped touring as a bandleader and took the reins of Hi Records as executive vice-president. He met and signed Al Green in 1971, and began an era of prolific hit-making. He put together a historic rhythm section by matching the Hodges brothers (Charles on organ, Teenie on guitar, and Leroy on bass) with drummers Howard Grimes and Al Jackson Jr. (when the latter was not busy cutting sides with the MG’s down the way at Stax.) As a songwriter, arranger, producer, and engineer, it was Mitchell who truly crafted the “Hi Sound” in his humble little studio at 1320 South Lauderdale. When you listen to great Hi recordings – not only Al Green, but Ann Peebles, OV Wright, Otis Clay, Syl Johnson – the distinct sound of Mitchell’s productions is unmistakable: sweet and warm, tough and dry, beautifully simple, and divinely soulful.

In 2007, friend and journalist Matt Rogers accompanied fellow Daptone producer Michael Reilly and myself on a trip down to Como, Mississippi to record some local gospel. On the way down, we made a brief detour in Memphis to drop in on what was by then renamed 1320 Willie Mitchell Boulevard. Not only did we find Royal Studios up and running in a state nearly unchanged since it’s early-seventies heyday, but we were fortunate enough to meet Willie Mitchell there, still making records, albeit with a little support from his godson Boo and his cane. With his thin moustache, his wiry hair, his walnut complexion, and his penchant for profanity, he reminded me very much of my own grandfather. His eyes and his smile, however, assured me that he was in fact the genuine article, shining at me mischievously just the way they had from the cover of his Solid Soul album. Though I don’t normally tend to be much of a fanatic, it was all I could do to keep from gushing. Here stood the man who had produced I Can’t Stand the Rain, A Nickel and A Nail, Any Way the Wind Blows, and Let’s Stay Together (the last of which he co-wrote). As I began to bury him in a flurry of mundane questions about how he had mic’ed drums, whether Syl Johnson had influenced Al Green or the other way round, how he had modified his mixing console, what had inspired his horn charts and what mic he used on them, he interrupted me. He looked me in the eyes and told me, “The only thing you need to make a record are these… and this.” He pointed to his ears and to his heart. With that one sentence he taught me more about making records than I could have learned from any engineering or arranging school in the world. To this day, whenever I find myself frustrated or thwarted by the challenges I meet at the mixing board or at the piano, I remember his words, and though I can’t always find the answers, I always know where to look.

When someone dies, people always say, “He’ll live on in our hearts”. Willie Mitchell, however, will live on not only in our hearts, but also in our ears, because we plan to listen to his records for a long, long, long time. Rest in Peace Papa Willie.

-Gabriel Roth, aka Bosco Mann

Sonntag, 10. Januar 2010

Abt.: Kamingespräch Little Feat im Trialog Part 1 Sonniges Wetter und beste Schneeverhältnisse in den Schweizer Alpen, da nahmen R-man und ich die Einladung unseres eidgenössischen SBS- und Spoonful-Mitstreiters Bluetwang gerne an, packten unsere Snowboards ein und verbrachten ein lustiges Wochenende in Bluetwangs herrlich gelegenem Chalet. Mit dem Fernglas konnte man sogar Roman Polanski mit der Fußfessel erkennen. Neben exzessivem Trendsport wollten wir uns aber auch dem schönen Thema Little Feat annehmen, quasi als Fortsetzung unseres Steely Dan-Wochenendes vom Februar 08. Dies geschah dann tatsächlich am wärmenden Kamin, leckeres Raclette gab uns die Kraft für kontroverse Diskussionen und auch Bluetwangs gutsortierter Weinkeller sorgte für Inspiration. Und dazu die Musik von Lowell George und seinen Mitstreitern, kann man tatsächlich ein Wochenende lang anhören. Schnell einigten wir uns darauf, das Oeuvre nach Lowells Tod 1979 zu ignorieren, obwohl sich K-Nut als Nachlassverwalter angeboten hat. Er hat dann aber leider kein Visum für die Schweiz gekriegt. Ich habe die Band in den frühen Neunzigern mal live erlebt, da hat man auch echt nichts verpasst. Nehmen wir uns also die acht Alben bis zu „Down On The Farm“ vor, chronologisch geordnet und immer mit einem offenen Ohr für mögliche DJ-Tauglichkeit im Spoonful-Modus – vielleicht finden wir da ja tatsächlich was.

Little Feat (1971) Whirlyjoe: Das Debüt hat den eigentümlichen Feat-Groove noch nicht zu bieten, manches klingt nach erdigem Blues und auch ein wenig nach The Band. Zwei Songs für die Ewigkeit sorgen für Ergriffenheit – allerdings in Countryfolk: „Willin’“ und „Truck Stop Girl“, beide auch beim zweihundertsten Hören eine einzige Freude. Nicht nur weil Lowell ein toller Sänger ist. Der allererste Eindruck ist jedoch: zur Hölle, was für eine superfette Slideguitar. Die macht Lowell bis heute niemand nach, erstaunlich auch, dass sie im Soundbild so weit vorne wie höchstens noch bei Captain Beefheart steht. Wobei hier auch Ry Cooder als Gast mitmischt. Punktabzüge gibt es für Bill Paynes zu aufdringliches Boogie-Piano. Bei Little Feat nicht wegzudenken, mir aber aus heutiger Sicht zu viel. Und die ruhigeren Songs haben zum Teil so einen leichten Randy Newman-Latenight-Balladeur-Touch, den ich eher uncool finde. Daumen hoch dafür für das Howlin’ Wolf-Cover „Forty-Four Blues / How Many More Years“, das mit dreckigem Blues-Harp und blechernen Vocals wie eine Kreuzung aus dem Original und Dr. John klingt. Im Sound definitiv spoonful, wegen der langsamen und vertrackten Rhythmik aber dann doch nicht tanzbar. R-man: Als beinharter Sounds-Leser konnte man damals nicht vorbei an der Band, die von der ersten Platte an von der Redaktion favorisiert wurde. Ich wünschte, ich hätte mein Sounds-Plattenkritiken-Buch hier und könnte das Review nachlesen bzw. hier präsentieren. Im Prinzip muss ich Joe bei den Songs recht geben, die ersten beiden passen auf jedes Country Rock/West Coast Tape und so manch anderes nicht mehr so richtig ins Jahr 2009. Die Willin‘-Version auf Sailin‘ Shoes geht allerdings tiefer. Habe ich heute verlangen nach Little Feat, würde ich wohl eher zu einem anderen Album greifen. Genau so, wie ich Cahoots (von The Band) wahrscheinlich nie wieder hören werde, was aber nichts über die Qualität beider Alben sagt. Letztlich ist wenig vom 71er Debüt in die klassischen Live-Shows der Band gewandert. Schändlich und unverständlich finde ich es, dass die Firma Warner Bros. Records Inc. nie (das Box-Set mal außen vor) die Tochterfirma Rhino an das Frühwerk gelassen hat, um uns ordentlich remasterte Reissues zu liefern. Fact Nr. 1: Schon vor den Mothers Of Invention war Lowell George der Flöte und Oboe zugetan und spielte die Instrumente so gut, dass er bei mehreren Frank Sinatra-Sessions mitwirken durfte. Bluetwang: Gerade der erste Songs packt mich immer wieder wenn ich dieses Debüt höre. Perfekter Country-Rock mit der von Joe erwähnten superfetten Slide, ein Song für die Ewigkeit. Geschrieben von Billy Payne, ganz ohne die Hilfe des großen Lowell. Schon bald folgt dann mit Truck Stop Girl das nächste Highlight. Die Stripped-Down Version von Willin' gefällt mir auch ganz gut. Die Version auf dem Nachfolgealbum ist dann schon fast ein anderer Song. Tatsächlich hätte es im Rückblick an vielen Stellen nicht geschadet, den klassisch ausgebildeten Billy Payne am Piano etwas zu bremsen. Für mich überwiegt aber klar die Freude an diesem Album. Ein klassisches Rockalbum aus den frühern Siebzigern, aber nicht unbedingt ein klassisches Little Feat-Album. Sailin’ Shoes (1972) Bluetwang: Mit genau solch einem klassischen Rocksong startet dann auch der Zweitling. Könnte auch von vielen anderen zeitgenössischen Band eingespielt worden sein. Als Bluesfan stelle ich fest, dass die reinen Bluessongs von Little Feat nicht unbedingt meine Favoriten sind. Das war auf dem Debüt mit dem Howlin' Wolf-Cover so, und ist hier mit dem Political Blues auch nicht anders. Typischen Feats-Groove gibt's dann mit Sailing Shoes. Schleppend und trotzdem mitreissend. Teenage Nervous Breakdown könnte auch von den Stones sein. Nicht mein Ding. Lässig schleppend und mit viel Slide geht’s dann bis zum Schluss weiter. Für mich sind die drei letzten Songs eine versöhnlicher Abschluss eines Albums, das nicht zu meinen Feats-Favoriten zu zählen ist. R-man: Für mich ist Sailin‘ Shoes das offensichtliche Bindeglied zwischen dem ersten Album und Dixie Chicken. Den 3. Schritt hätte man ohne Sailin‘ Shoes nicht machen können. Was die Bluessongs betrifft, so sehe ich es wie Bluetwang, der Apolitical Blues hat mir nie gefallen und heute schmerzt er so richtig. Mit Teenage Nervous Breakdown konnte ich auch nie was anfangen. Warum? Ich kann es mir nicht erklären. Aber die ersten fünf Songs des Albums taugen ohne Abzug, meine Favoriten sind hier der Tripe Face Boogie (von Hayward/Payne) und die Version von Willin‘. Und hinten raus, da schließe ich mich ebenfalls Bluetwang’s Meinung an, holen sie noch einige Punkte. Aber so mit 20 Jahren Abstand würde ich die zweite Scheibe einer meiner damaligen Top-5 Bands (The Band, die Allman Brüder, Skynyrd…) auch eher als „solide“ einordnen. Brauche ich auch nicht mehr hören, Sailin‘ Shoes hat sich damals in mein Hirn eingefräst. Funktioniert jetzt über total recall. Fact 2: Nach zwei Alben waren Little Feat zwar Kritikerlieblinge, aber die Verkäufe waren nicht der Rede wert. Nach Sailin‘ Shoes löste sich die Band auf und Bassmann Roy Estrada schulte zum Computer-Programmierer um. Whirlyjoe: Also ich finde schon, dass die Band hier schon vorsichtig zu ihrem typischen Fusion-Groove findet. Hier sind die Songs noch überwiegend langsamer und ziemlich blueslastig, aber es steckt schon mehr drin: New Orleans-Swamp-Funk, Bill Payne zumeist an einem ziemlich coolen E-Piano (zum Beispiel am Ende des Videos) und der Slide-Anteil noch immer hoch. Allein - es fehlt an herausragenden Songs, weshalb ich die etwas üppigere Willin’-Version hier sehr zu schätzen weiß. Insgesamt noch nicht der große Wurf. Das Wichtigste an Sailin’ Shoes ist für mich aber wohl das Cover-Artwork, hier vom großen Neon Park erstmals in typischer Manier gestaltet, der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit mit Little Feat. Bei klassischen 70er Jahre-Alben schlage ich ja immer gerne bei Village Voice-Großkritiker Robert Christgau nach, der hier interessanterweise schon auf die inhaltlichen Dimensionen eingeht und je einen Marijuana- und Kokain-Song heraushörte. Das sollte ja noch Folgen haben. Übrigens hat die angesprochene Sounds-Redaktion Lowell & Co erst mit dem 74er Album „Feats Don’t Fail me Now“ wahrgenommen, zu den ersten drei Alben finden sich dort keine Besprechungen.

R-man: ...Reviews vielleicht nicht. Aber jetzt muß ich zu meiner Ehrenrettung dann doch mal in den alten Ausgaben wühlen. Ich erinnere mich noch an eine Feat-Story, da stand unter jeder Coverabbildung: "Wherever you see that record, grab it!" So jetzt aber ab zum Alphorn-Workshop, schließlich wollen wir im Ausland auch was lernen. Fortsetzung folgt.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Olé, wir fahrn in Puff nach Barcelona... Kleiner Scherz. Ein Nachwehe aus meiner Zeit als Spieler der 1. Mannschaft des SC Lauenförde... In den Puff will ich nicht, nach Barcelona aber schon. Eigentlich wollte ich nur eure Aufmerksamkeit. Seit einiger Zeit bin ich im E-Mail Verteiler des The Boiler Club aus Barcelona und jeden Monat bekomme ich eine Mail, die auf die nächste Veranstaltung hinweist. Und jedes Mal denke ich: "Da will ich hin!" So z.B. am Samstag, den 9.1. im Sala Jazzroom ab 23 Uhr. Vor Ort sind 5-7 DJ's, die bis in die frühen Morgenstunden den coolen Rhythm`n´Blues und Früh-Soul auflegen. Hier mal die Playlist der Boppin' The Blues DJ's, die den Warm-Up besorgen: Muddy Waters - Got my mojo working (Chess) Slim Harpo – Don’t start crying now (Excello) LaVern Baker – Saved (Atlantic) Jackie Wilson – That’s why (Brunswick) Johnny Spain – I’m in love (Backbeat) Wer spontan ist und genug Freizeit hat, der sollte einen Tag vorher anreisen, dann kann er noch Eli Paperboy Reed & The True Loves mit The Right-Ons im Vorprogramm sehen. Millionär und Frührentner müsste man sein. Einen Blog haben sie auch. See you there... (R-man)

Mittwoch, 6. Januar 2010

Silvester mit Kitty, Daisy & Lewis @ Admiralspalast Berlin Erst einmal beste Wünsche für 2010 an die Macher und Leser dieses Blogs! Einen schöneren musikalischen Ausklang des Jahres hätte man nicht besser planen können: Die Familiencombo aus England bespielte bis kurz vor Mitternacht (zum zweiten Mal) den altehrwürdigen, restaurierten Admiralspalast. Was für eine Ehre! Den Rahmen der Silvesterparty sollte ein Ballroom (der ist im Palast wirklich groß) darstellen, irgendwo zwischen 20er Jahre Boheme, Vaudeville und 50’s Rock’n’Roll-Weekender. Auf den verschiedenen Ebenen des Hauses an der Friedrichstr. gab es diverse Bars, Pokertisch, Klamottenbazar, Country-Livemusik im Zwischendeck, und alles was man sich zum Thema so vorstellen möge. Das sehr entspannte und tolerante Publikum nahm diese Herausforderung an und lief entsprechend hübsch gestylt auf, ohne dass es böse karnevalesque wirkte. Sehr schön anzuschauen, vor allem die wirklich guten Tänzer(-innen) aus der Szene. Nachdem ich Kitty, Daisy & Lewis nun schon zweimal dieses Jahr mit fast identischem Programm gesehen und gehört hatte, war ich ehrlich gesagt trotz Vorfreude etwas skeptisch. Neues war bestimmt nicht zu erwarten, gab es auch nicht. Die perfekt eingespielte Familienbande konnte aber mit erstaunlicher Spielfreude den Saal (und auch mich) mitreißen. Dass beim ständigen Instrumentenwechsel schon mal der Ton eines Banjos ausfiel tat dem Spielfluss kein Abbruch, im Gegenteil: gab es hier doch noch Raum für Improvisation und ein Lächeln unter den - wie immer aus dem Ei gepellten - Geschwistern. Mit den beiden Zugabenblocks wurde dann auch das komplette Repertoire verbraten. Für diejenigen, die diese Band noch nicht erlebt hatten, war dieser Auftritt eine Wucht, abzulesen an den erstaunenten Gesichtern. Weiterer Pluspunkt die Fanbetreung: Geduldig wurden nach dem Silvesterfeuerwerk Platten, Poster und T-Shirts signiert, und dass, obwohl noch in derselben Nacht ein zweiter Auftritt anstand. Respekt! Nach Mitternacht hatten es die White Ghost Shivers, eine Vaudeville-Combo aus Texas, etwas schwieriger. Ihr Auftritt war im Vergleich im Wortsinne eher eine Show. Gekonnt gespielt, aber der 20er-Jahre-Sound kam leider nicht so druckvoll rüber, wie bei KD&L zuvor. Eher eine Theatertruppe, die aber zum Motto des Abends gut hinpasste. Positiv auch das DJ-ing (hat man ja bei Großveranstaltungen nicht so oft), das sich konsequent in der Zeitschiene der auftretenden Bands aufhielt. Eine Nacht – ein Sound. Klasse. Auf dem Heimweg hab ich mir den Schwenk zum Brandenburger Tor erspart. Dort gab es die Hölle auf Erden mit Jürgen Drews und Right Said Fred als Headliner auf der Ballermann-Fanmeile. Gottseidank hat es so viel geschneit, dass man davon akustisch nichts mitbekam und R’n’R-beschwingt nach Hause wanken konnte. (An-Dréad) PS: Wer am Freitag, den 08.01. in Köln weilt, sollte unbedingt das Blue Shell aufsuchen. Dort legt – wie jedes Jahr - die Musikjournaille der Stadt ihre Jahres-Top10 auf. Immer ein großes Hallo. Ich werde auch vor Ort sein.

Dienstag, 5. Januar 2010

Goodies from Unique Das Düsseldorfer Unique-Label besteht unglaublicherweise bereits seit 1988 und hat sich zuletzt wieder nachhaltig in Erinnerung gebracht – hier im Blog vor allem mit den beiden famosen This Is DJs Choice-Compilations. Label-Chef Henry Storch – übrigens auch ein ganz hervorragender DJ – hat uns erfreulicherweise auch wieder mit frischen Promos versorgt, hier also drei brandneue 7-Inches aus dem Hause Unique, highly recommended: The Teenagers - Keep On Walking / Lean On Me Souverän auf alt & authentisch getrimmt, vor allem Orgel und Bläser treffen genau den richtigen Ton auf dieser kleinen 7-Inch. Und Sänger Supersonic klingt wie ein ehrwürdiger Stax-Veteran. Ein weiterer Beweis für die Klasse der spanischen Funk- & Soul-Szene abseits von Celofunk und Sweet Vandals. hier

Soul Snatchers - Good & Plenty / Soul To Soul Ganz feine neue 7-Inch der Holländer, die ja auch auf dem hervorragenden Album von Laura Vane zu überzeugen wussten. Hier kommen sie einmal in ebenso klassischem wie gekonntem Uptempo-Motown-Beat und mit den Vocals von Curtis T. – ein harmonischer Floorfiller der alten Schule. Auf der Flipside dann aber so was von lowdown funky, mit psychedelischer WahWah-Rhythm Guitar, knorke Bläsern und der landeseigenen Soullegende Jimi Bell Martin am Start, der wie Bobby Byrd klingt. Ultradeep und aktuell meine liebste Midtempo-Funk-Nummer, was für ein Burner. hier

Osaka Monaurail - Hung-Up Auf der Bühne ist diese Truppe ein echter Hingucker. 7-8 Japaner in Kamikazepilot-meets-Försteranzügen auf den Spuren der legendären J.B.'s - und das Authenzitätsproblem mit der erwarteten, japanischen Liebe zum Detail gelöst. Auch auf Platte funktioniert ihr Deep Funk, wie diese Coverversion, die nicht auf dem letzten Album zu finden ist, beweist. Das Original stammt von der Band Salt, einer Randfigur der New Orleans Szene und im Original einer der teuersten 7"-es, die man sich vorstellen kann. Der Salt-Tune ist auch auf einer dieser Soul Jazz Compis zu finden, die teilweise aber auch schon wieder out of print sind. Osaka Monaurail kicken wie gewohnt Ass, funken sich routiniert durch die 3 Minuten und liefern eine Vokal- und eine Instrumentalversion ab. Deep Funker können hier nicht vorbei. hier Danke, Henry! Und wenn du dann im März in Stuttgart auflegst, werden wir auch Werbung machen. Mit dem Coyote Soul Club ist der ehemalige Club-Betreiber in Düsseldorf´auch wieder mit einem regelmässigen Event vertreten. (Whirlyjoe & R-man)

Montag, 4. Januar 2010

Funk & Soul in B-town Der Nitty Gritty Club Nach dem Soul Inn Abend und der dazugehörigen, extrem coolen Webseite widme ich mich jetzt dem zweiten Fund. Nr. 2 - Der Nitty Gritty Club Hier mal in eigenen Worten: "Zwei versierte Vinyl-Junkies, Mr. Chung & Rev. Don Weed, haben sich zusammgefunden, um Euch mit einer tanzbaren Mischung aus R&B, Mod und Pre-Funk zu entzücken. Angereichert wird dieser delikate Mix mit einer Essenz aus R&B-lastigen Northern Soul und Belgian Popcorn. Natürlich kommt der Sound ausschließlich von originalen 45's. Diese Kombination ist einmalig in Berlin. Seid eingeladen, dieses dynamische Duo nebst Interpreten wie Etta James, Bobby Bland und Little Willie John auf eine Zeitreise in das Harlem der 60er Jahre zu begleiten und den Nitty Gritty, den Frog, den Watusi, den Jerk und den Shing-A-Ling zu tanzen. So, come on and get down to the real NITTY GRITTY…" Zwei 2010er Nitty Gritty-Termine stehen fest. Samstag, den 23.1. und dann am 19.2. (auch ein Samstag) - jeweils im Grüner Salon @ Volksbühne, Rosa Luxemburg Platz, Berlin Mitte. Das Date am 23. ist so eine Art Eröffnungsveranstaltung mit dem Club Monofon und die ersten Besucher bekommen eine Mix-CD zugesteckt. Besonders beachtenswert auch die Seite mit den Soundfiles, wo man jeweils zwei Minuten ziemlich cooler und rare 45er zum Thema anhören kann. Meine Want-List ist jedenfalls gewachsen... Auch die Nitty Gritty Version von Ko Ko Taylor werde ich brauchen.

Sonntag, 3. Januar 2010

Spoonful #28 Get It On There’s no stoppin’ us now! Nach diversen Kooperationen der vier deutschen Ur-Spoonies, einem Trip nach Jamaica, dem Popcorn-Special und einem Solo von Mad Daddy lassen wir bei #28 den Heino ran. Der ist seit Spoonful #9 sporadisch mit einem 20 Minuten Beitrag dabei, aber es gelüstete ihn schon lange nach einem Volumen, das nur seinen Namen trägt. Und hier ist es nun – 29 Tracks nach dem Reinheitsgebot – tanzbarer Stoff aus fast allen Ecken des Spoonful-Universums: fette Midtempo-Grooves, vintage Rock`n´Roll, mitreißender Soul-Funk bis hin zur kleinen Früh-Motown-Ecke, eine ordentliche Dröhnung 60`s Garage-Punk und schließlich ein sattes Pfund Rhythm`n´Blues mit einigen Rock & Roll`n´billy Dreingaben. Meine Favoriten? Gleich der Opener Cruisin’ von Herbie Goines & The Nightimers, das fette You Got Me Hummin’ von Geno Washington & The Ram Jam Band, das 100% nach frühen Stones klingende Weed Bus von The Stairs und das hammermässige Dance In The Rain von Luis & The Wildfires. Hmmm, tasty! Hope you dig! Bei dem Weg: es ist tatsächlich noch kein Ende der Serie in Sicht. Weitere Volumen (darunter ein Special) sind in Arbeit und werden demnächst auf die wartende Handvoll Wissender losgelassen. (R-man) hier

Samstag, 2. Januar 2010

Funk & Soul in B-town At The Soul-Inn Berlin ist nicht meine Stadt. Vielleicht war ich auch nur immer in den falschen Ecken unterwegs, aber die Begeisterung meines Co-DJs Sir Axel 45 konnte ich bis dato nicht teilen. OK, neulich im Bassy's war es schon sehr cool.... Also will ich mich hier auch beileibe nicht zum Kenner der Berliner Soul-Szene empor schwingen, aber ich bin über zwei mehr als ordentliche Webseiten gestolpert, die den Wunsch in mir aufkommen lassen, die jeweiligen Abende mal miterleben zu wollen. Nr. 1 - At The Soul Inn Und zwar schon heute abend: Sa, 02.01.10 Kristian Auth & Dynamic Don Deep Funk Rare Soul Boogaloo 23h 5€ Lido, Cuvrystr./Ecke Schlesische Str. U1 Schlesisches Tor In their own words: "Jeden ersten Samstag im Monat laden Kristian Auth und Dynamic Don zur “At The Soul Inn” ins Lido. Neben Visuals aus den sechzigern und siebziger Jahren, gibt es hier den rarsten Soul Sound der Stadt. Es erwartet euch ein Abend voller Soul, Funk, 60ies R&B und Boogaloo.Aber auch Reggae, Ska und Rochsteady, die teilweise sehr vom Soul beeinflusst sind, gibt es zu hören. Aufgelegt werden ausschliesslich orginal Singles! Für frühe Gäste gibts natürlich auch wieder die legendäre Soul Inn Mix CD…ein echtes Sammlerstück, man berichtet von Gästen mit einer über 30 Stück starken Sammlung…" Auf die Mix-CDs, die die ersten 50 Gäste bekommen, wäre ich auch mehr als scharf. Denn die hören sich verdammt gut an, schließlich lassen sie sich die Dinger unter Flyer Gallery streamen. Das müsst ihr unbedingt mal anklicken, ebenso wie die Label Gallery, wo man hunderte von raren 45ern hören kann. Zum runterladen sind die diversen Mixe, allen voran die Thats It Man R&B-Mixe. Einen Besuch wert! (R-man)

Freitag, 1. Januar 2010

Liebe Gemeinde!
Wir vom shake baby shake Blog wünschen allen Freunden des Hauses ein tolles 2010. Mögen Eure Wünsche komplett in Erfüllung gehen. Als kleines Geschenk findet ihr oben einen Taschenkalender zum ausbeissen.
Viele Grüße
Joe, R-man & K-Nut

Donnerstag, 31. Dezember 2009

shake baby shake ist tot! Es lebe der Stag-O-Lee Shakedown!
So geht es weiter … in Beverungen. Im Stadtkrug. Eigentlich wollten Axel und ich das DJ-ing im Stadtkrug komplett an den Nagel hängen, als dann neulich unser DJ-Kumpel Chrispop aus Paderborn meinte, er stände sicher ein paar Mal im Jahr mit seiner Plattenkiste zur Verfügung und wir sollten doch irgendwie gemeinsam weiter machen. Was ich als sehr inspirierend empfand, denn dem Jungspund beim Plattenlegen zuzusehen, das taugt schon und meistens kommt ja auch was Ordentliches aus den Boxen (hähä).

Allerdings hatte ich keine Lust, einfach so weiter zu machen, wie gehabt eine Art Ü-40 Party, bei der die Musik keine Sau interessiert. Ich hätte uns gerne eine Szene mit jungen und alten Tanzwilligen herangezüchtet, wahrscheinlich (oder ganz sicher) alles Illusionen, aber einen Versuch wäre es wert.

Musikalisch sind wir ja sowieso alle mehr oder weniger in einer Richtung unterwegs, also wollte ich ganz stringent so eine Art Rhythm`n´Soul Club aufziehen. Yes, in Beverungen of all places. Also kein AC/DC morgens um vier oder sonstige Ausreißer. Als musikalische Grundlage sollte unsere Spoonful-Serie dienen, also Soul und Funk (bis zirka 1972), Rhythm`n´Blues (ab den frühen 50ern, am besten natürlich um die 60er Wende), Ska und Rocksteady, Blues-Bopper und Sixties Garage-Punk. Ohne Angst vor einer Erweiterung in Richtung klassischem Soul und Motown, wenn die Massive tatsächlich mal in Schwung gekommen und tanzwütig ist. Künstlerische Freiheiten sind natürlich erlaubt, in Chrispop`s letztem Mix hörte man tatsächlich Hildegard Knef, Bernd Spier und Peter Krauss! Zu welchen Reaktionen das führen wird, bleibt abzuwarten. Axel hatte anfangs Befürchtungen, das er da musikalisch zu schlecht bestückt sei, aber das letzte shake baby shake sollte Beweis genug sein, das das passt (wer Freddy King - Now I've Got A Woman im Original hat, der kann kein schlechter Mensch sein).

Ein neuer Name musste her und da habe ich mal gleich ganz selbstlos Stag-O-Lee Shakedown vorgeschlagen, was auch sofort akzeptiert wurde. So werden wir also zu dritt im Stadtkrug weitermachen, allerdings vorerst nur alle zwei Monate. Reserviert sind jeweils die ersten Samstage im Februar, April, Juni und August. Im August werden wir dann etwas grösser feiern (vielleicht im Stadtkrug, vielleicht woanders...) und zwei-drei Livebands und sicher zahlreiche Gast-DJs (die Stag-O-Lee Allstars komplett) vor Ort haben.

Natürlich ist das alles etwas ambitioniert und sowas funktioniert ja teilweise nicht mal in Millionenmetropolen, aber träumen darf ja wohl noch erlaubt sein. Und wenn wir es nur bis zum August machen und die Traumblase dann platzt, so what? Es wäre schön, wenn Wirt Lothar bis zum Februar technisch aufgerüstet und seinen permanenten DJ-Set-Up fertig hätte. Irgendwie freue ich mich schon auf den ersten Samstag im Februar… see you there. (R-man)

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Abt. Kurzentschlossen Mini-Shakedown in Stuttgart Freunde, wer an Silvester noch richtig Party braucht, sollte am Donnerstag nach Stuttgart kommen, denn im Landespavillon (gleich neben dem Hauptbahnof) spielen die Fuzztones auf, im Sommer ja einer der Headliner beim Stag-O-Lee Shakedown. Da passt es natürlich gut, dass auch der Shakedown-DJ Duke Jens-O-Matic dabei ist und den langen Abend an den Decks verschönert. Geht hin und schwelgt in Erinnerungen an unser kleines Sommer-Festival.

Hartgesottene dürfen davor oder danach gerne auch im Palast der Republik vorbeischauen, wo ich als DJ ganz tief in die Hitkiste greifen werde, um betrunkene Feierwütige bei Laune zu halten. Gleiches gilt für Freund Kaspar, den wir hier auch schon vorgestellt hatten, der im Schocken auflegt, das aber garantiert aus allen Nähten platzen wird.

Allen einen wilden Rutsch ins neue Jahr! (Whirlyjoe)

Dienstag, 29. Dezember 2009

Ein quasi Volltreffer... Nach weiteren Stöbereien im www habe ich nun eine Quelle aufgetan, für die heute morgen erwähnten It's Happening Compilations. Auch Beat Casino Vol. 2 (in den Comments erwähnt) gibt es dort noch. Und was man nicht glauben mag, von It's Happening gibt es noch Vol. 5-10 komplett - also 6 Volumen. Kosten zwar 15 Euro pro Stück, aber ich gehe davon aus, daß hier tatsächlich nur 500 Stück gepresst wurden. Zudem findet sich sonst kaum bis keine Spur dieser Compilations und ich sage mal voraus, daß es hier keinen Wertverlust geben wird. Meine Order ist schon raus... Mal runter bis Cheers Records. Hey, sechs Volumen einer verloren geglaubten Scheibe. Ich glaube fast, da haben wir was zum Ursprung zurück verfolgt. (R-man)
PS: Die ersten vier müssen aber trotzdem noch ran. Und wenn es sein muß digital.
Wanted!
It's Happening!
Nach irgendwas war ich auf der Jagd in einem meiner unzähligen Plattenstapel. Und wie so oft bei ungeordneten Tonträgern, habe ich nicht das gefunden was ich gesucht habe, sondern bin über zwei Longplayer gestolpert, von deren Existenz ich nichts mehr wußte. Obwohl sie garnicht so alt sein dürften...
Dabei handelt es sich um eine Compilationserie namens It's Happening, von der ich nun Vol. 9 und 10 mein Eigen nenne. 500 Stück soll es pro Exemplar geben und das will ich gerne glauben, denn Nachforschungen nach Vol. 1-8 haben praktisch null Erfolg gehabt, sieht man mal vom Tracklisting von Vol. 7 bei discogs ab.
Beide Volumen bieten eine etwas krude, aber irgendwie doch bezwingende Mischung aus "forgotten Treasures for Dancer" (tatsächlich ohne s). Auf Vol. 10 finden sich eine instrumentale Jumping Jack Flash Version (Wynder K. Frog), Taxman in der Bearbeitung von Loose Ends, Bands wie Elephants Memory, Balloon Farm (A Question of Temperature) und die Four Seasons (Beggin', wahrscheinlich bevor es hip wurde). Und no names wie The Mondern Redcaps, Myra Johnson, Ed Townsend oder Chuck Wright. "Go go power, hammond sound, sax tunes, wah wah attacks, percussion grooves, flute loops" steht hinten auf dem Cover, in den Rillen ist dann R&Roll, Soul, etwas Freakbeat und Garage, sowie Popcorn-R&B. Könnte man durchaus so durchlaufen lassen auf einer Party.
Vol. 9 hat Seltsamkeiten wie Remo Four, Shorty (Somebody Stole My Thunder), etwas fast Motown-eskes von Geno Washington, den Walking Blues von Fluffy Hunter und sonst eigentlich nur Namen, die mir das erste Mal untergekommen sind. Im Prinzip der Soundtrack für einen britischen Kellerclub anno 65. So wie man sich das heute wieder wünscht.
Und nun meine Frage: Wer hat Vol. 1-8? Schon mal gesehen? Im Schrank? Und gewillt, einen Digitaldurchlauf davon zu "sharen", wie man heute zu sagt?
Ich freue mich von Euch zu hören. (R-man)

Montag, 28. Dezember 2009

Abt.: Brandneu R`n´B Meets Northern Soul Volume 2/Various Artists Schon Vol. 1 der neuen Serie R`n´B Meets Northern Soul hat einiges an Begeisterung ausgelöst – der zweite Teil steht in nichts nach! Erschienen auf dem V.O.R. (Vinyl Only Records) Sublabel des Ska-Imperiums Grover aus Münster. Und Volume 2 ist ganz klar ein Killerwerk! New Breed nennt man diesen Sound an der Schnittstelle von Rhythm`n´Blues und Soul, den man jetzt mal so zwischen 1955 und 1965 eingrenzen kann, und er ist der heiße Scheiß seit einiger Zeit. Und diese Scheibe macht sich für einen ordentlichen DJ-Set beinahe unentbehrlich. Kein Ausfall, nur Volltreffer. In die 12 gehen unter anderem Come On Home von George Allan, die wirklich saucoole Summertime Version des Cornerstone Trios, das fabulöse Honey Child von Johnny Williams (besser als die Version von Bobby Bland), Mama von Sarah Vaughn und das von einer spindeldürren Gitarre vorangetriebene, fast gospelige Bulding A Wall Around My Heart von Susan King. Und wenn Jimmy Ricks am Ende mit dem Popcorn-Hammer Oh What A Feeling! downtempomässig ausgroovt (dieser Trompetensatz!), dann fragt man sich, warum man so viel Zeit in seinem Leben mit schlechter Musik vergeudet hat?!? (R-man) Gibt es hier. Und nur dort erhalten die ersten 20 Besteller eine Promo-CD-Version des gesamten Albums umsonst dazu!!!!

Sonntag, 27. Dezember 2009

Sugar Pie DeSanto Die Gute tauchte Dank der Chess-Singles-Sammlung auf ACE ja auch in meinen Jahres-Charts auf. Wer jetzt meckert, dass ich diese beiden Videos bereits gepostet bzw. verlinkt hatte: Das stimmt; aber ich kann mir das immer und immer wieder anschauen und hoffe auch Ihr habt trotzdem nochmal Spaß damit. Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1964. (k-nut)

Samstag, 26. Dezember 2009

Stag-O-Lee Shakedown * 23. Jan. 2010 * Mutter Kassel Brandheiß wird es hergehen, in der Traditionskneipe der nordhessischen Metropole, wenn am Samstag, dem 23. Januar die Shakedown-Rakete in der Mutter gezündet wird. An den Controls: Duke JensOmatic, mit allen Wassern gewaschener DJ-Hansdampf aus Stuttgart, und ich, allerdings für das Event mit einem "Prince" geschmückt. Mit Verlaub, ein geliehener Titel, eigentlich bin ich gar kein Prinz. Aber der Duke hat auch keine Ländereien irgendwo in Südengland und da dachte ich, was der kann... Wahrscheinlich wird er mich schwer an die Wand spielen, denn gegen den Duke bin ich ein Nichts. Da hilft nur akribische Vorbereitung... ein paar seiner Highlights habe ich schon mit einem alten Bauerntrick aus ihm rausgelockt. Da kann ich kontern... aber wenn er mit mir ins Rockabillyland will, dann muß ich mir was einfallen lassen. Ich hoffe einfach, daß wir wie in Stuttgart zusammen hinter den Decks stehen, uns die Platten wie Bälle zuspielen und mit dem lokalen Bier (davor habe ich wirklich Angst!) den Schädel zum bersten bringen. Be there or be square! (R-man)

Freitag, 25. Dezember 2009

The 2009 Chronicles R-Man Heute ist der 25. Dezember und es ist mein 52. Geburtstag. Ich schreibe das nicht, weil ich jetzt ein Gratulationsjäger bin, nichts liegt mir ferner, als mich jetzt beglückwünschen zu lassen. Tatsache. Aber an Tagen wie diesen blickt man ja zurück, sagt man jedenfalls. Und da ich keinen Kater habe, will ich mal das musikalische Jahr 2009 Revue passieren lassen. Ich suppe jetzt mal etwas rum, kann auch länger werden, aber Internet ist geduldig… Eigentlich bin ich ja zu alt für Musik… es müßte ja irgendwann mal aufhören, denkt man. Aber noch immer sauge ich mit einer Gier neue Musik in mich auf, daß ich mich selber manchmal wundere. Und noch immer kann ich mich mordsmässig begeistern, auch wenn ich ja fast Berufshörer bin, also auch Musik hören muss!´ Im Prinzip habe ich mich in diesem Jahr zeitlich/musikalisch weiter nach hinten bewegt. In den letzten Jahren hat es ja für mich sowieso eine Rückbesinnung an alte Klänge gegeben und meine freie Zeit verbringe ich vorwiegend mit Schätzen, die (um es mal abzugrenzen) alle vor 1972 aufgenommen wurden. Und das (fast) immer mit den Augen und Ohren eines DJs (kein guter, aber egal), also Groove, Tempo und Tanzbarkeit als Parameter dafür, ob ich mich denn damit beschäftigen will. Oder nicht. Würde ich es in einer Bar/einem Club auflegen? Ja! OK, dann her damit! Dabei ist der Funk (ohne dicken Daumen) etwas in den Hintergrund geraten, Soul in jedweder Schattierung (gerne auch uptempo und funky) aber noch immer gern gehört, dazu natürlich immer wieder zur Abwechslung eine Prise Rocksteady und hin und wieder ein paar Ska-Tracks. War ich vor ein paar Jahren noch überzeugt, daß alles vor 1965 nicht mein Ding ist, so ging es in den letzten 12 Monaten mächtig zurück in der Zeit. Langsam habe ich mich an die 60er Grenze gewagt, bin darüber hinaus und habe mir sogar Musik ab 1950 angetan. Natürlich vorwiegend Rhythm`n´Blues, dazu Blues Bopper und Jump Blues (also uptempo Zeugs) und gar Rockabilly in kleinen Häppchen (wobei mir immer klarer wird, daß Rockabilly fast Punkrock sein konnte, bevor er irgendwann zum Klischee erstarrte). Das Problem ist wie immer die Suche. Der Zeitaufwand ist enorm und die Gefahr, sich sowohl die Ohren total zu versauen als auch ob der schieren Masse die Orientierung zu verlieren, ist jederzeit gegeben. Ich mag eben die etwas anderen Titel, abseits vom Standard, wo so richtig Blut, Schweiß und Tränen aus den Rillen tropft. Aber die Suche kann dauern und wurde schon oft frustriert abgebrochen! Wenn der `billy zu vorhersehbar wird oder man im R&B nur das Saxophon tröten hört, dann bekome ich ganz schnell schlechte Laune. Da hilft das Internet und diverse Spezialisten-Blogs doch gewaltig bei der Vorauswahl. Auf diese Weise habe ich auch 2009 jede Menge Tunes gefunden, die ich auch im hohen Alter noch zehn Mal hintereinander mit extremen Enthusiasmus gehört habe. Und die ich dann gerne und oft aufgelegt habe, bei den kleinen und großen Events, bei denen ich das durfte. Es gibt für mich kaum etwas schöneres, als Killertracks wie Stop Arguing Over Me (Big Lucky), Do The Sho Flo (Carter Brothers), I Keep Tryin' (Fred Hughes), Clap Your Hands (Memphis Slim) oder I Can't Please You (Jimmy Robins) zu entdecken, sich daran zu erfreuen, sie aufzulegen und zu sehen, wie junge Menschen darauf tanzend einsteigen. So höre und kaufe ich schon seit Jahren Musik, nicht für das Sofa, nicht auf der Suche nach einem neuen Album irgendeines Künstlers, sondern Song für Song. Gerne auch auf 7" (allerdings lasse ich mich da auf keinen Preiskampf ein), aber natürlich auch auf Compilations. Da sind mir manchmal gar CDs lieber, weil man sich den einen Track runterziehen kann und nicht deswegen eine ganze LP mitschleppen muß. So sieht das aus... Sowieso Compilations. Ich habe mir 2010 nur wenige Artist-Alben gekauft oder angehört. Ich liebe es, wenn sich andere Leute mit mehr Geld, Zeit und Sachkenntnis die Arbeit machen, und die coolen Tracks irgendwelcher (semi-)legendärer Künstler raussuchen oder Superraritäten ausbuddeln, sie ordentlich aufbereiten und dem Fan zugänglich machen. Aktuelle Musik und Bands habe ich auch gehört, muss ich ja schon zwangsläufig als Glitterhouse Mailorder Reviewer, aber das konnte mich alles dieses Jahr nicht mehr so aus der Reserve locken, wie der alte Stoff. So extrem war es eigentlich noch nie, aber egal, ich bereue nichts... Aber was wären die Jahrescharts ohne tatsächliche Charts? Ein Scheiß! Also beuge ich mich mal dem Listenzwang: 1. Eli Paperboy Reed & The True Loves - live Eli Reed und sein Sextett durfte ich in Austin/Texas zwei Mal live erleben, einmal in einem Vintage-Klamottenladen mit einer Bühne von der Größe einer Briefmarke und dann nachmittags in einem Biergarten. Eli Reed ist ein sympathischer Weißbrot-Nerd, der auf der Bühne zu einem echten Soulmonster mutiert. Gitarre und Stimme nicht von dieser Welt. Einfach nur mitreißende Gigs, trotz laidback Atmo in den Locations. Der Gig in Hannover war dann eher routiniert, aber da war auch nichts, was mehr Einsatz wert gewesen wäre. Danach habe ich die Platte mit neuen Ohren gehört. Anfang 2010 kommt eine neue, Ohren auf!

2. Black Joe Lewis & The Honeybears – live und Platte Das Sextett um den spindeldürren Mr. Lewis habe ich auch nachmittags in Texas live erleben dürfen und der Mann hat mich bei 35 Grad im Schatten völlig begeistert. Zu den beiden Abendshows wurden wir leider nicht eingelassen, in voller Fahrt hätte ich den auch gerne mal erlebt. Das Album Tell `Em What Your Name Is gehört ganz oben in meine Jahres-Top-10. Old school R&B/Soul, wie er heute nur noch selten gemacht wird.

3. King Khan & His Shrines – live Zwei Mal in Texas live erlebt, beides richtig großartige Shows. Der Gig nachmittags im Emo’s (welch ein Laden!) war ein echter Hammer. In Hamburg beim Reeperbahnfestival hat der King dann eher zu früh im falschen Laden (Docks) gespielt, war aber trotzdem gut. Geile Truppe!

4. R`n´B Meets Northern Soul Vol. 2, This Is DJ’s Choice Vol. 2 und Memphis 60 Stellvertretend für so viele Compilations, die es mir 2009 so richtig besorgt haben. Die hier genannten kamen spät im Jahr und deswegen kann ich mich an die am besten erinnern. R`n´B Vol. 2 ist von vorne bis hinten ein Knaller, zeitlich ziemlich stringent auf den Punkt und ein Killersong jagt den nächsten (Vol. 1 taugt auch, aber Vol. 2 ist besser). Fave Tune: Johnny Williams - Honey Child. Ach ja, wird dieses Vinyl-only Teil beim Mailorder eures Vertrauens geordert, dann gibt es die CD-Promo-Version umsonst dazu (banging my own drum). DJ‘s Choice 2 war dann ein zündender Mix aus Jump-Blues, Rockabilly und Northern Soul. An die wilden Stilsprünge musste man sich erst gewöhnen, aber im Prinzip ist es ja das, was ich als DJ immer propagiere: bloß nicht den ganzen Abend den gleichen Scheiß spielen! Fave tune: Blanche Thomas - You Ain't Such A Much. Memphis 60 kam auf Ace/Kent und bot eine exzellente Selection diverser 60s-Tunes aus der Stadt in Tennessee. Zwischen Soul und R&B, durchweg wundervoll. Fave tune: Prince Conley – I’m Going Home und Willie Cobbs – You Don’t Love Me. Damn it, die Buttshakers LPs habe ich noch vergessen... 5. New Breed R&B Drei Volumen hat die Firma Ace/Kent seit 2002 unter diesem Titel veröffentlicht und alle drei hatte ich 2009 immer nah am Player. Denn das ist genau der Sound den ich liebe, direkt an der Schnittstelle von funky Blues, frühem, wilden Soul und klischeefreiem Rhythm`n´Blues. Absoluter Killershit. Auf allen New Breed Compis hatte man etwas Popcorn untergemischt. 6. Popcorn Zugegeben ein blöder Name für einen Style. Aber da Anfang der 70er ein paar belgische DJs in einer total abgelegenen Dorf-Disco namens Popcorn diese Art von Musik auflegten und das Genre damit quasi erfanden, blieb "Oldies Popcorn" (noch schlimmer) als Begriff haften. Jenseits der belgischen Grenzen geht der Sound als Popcorn durch und ist gerade mal wieder angesagt. Die Popcorn-DJs waren alles andere als linientreu, denn neben Rhythm`n´Blues kam auch Ska, Latin-Zeugs und allerlei Teen-Pop (inklusive Paul Anka) auf den Teller. Aus dem wahrscheinlich für mich nicht einfach zu goutierenden Mix habe ich mir den R&B rausgepickt und was damals so gedroppt wurde, ist schon saucool. Denn Popcorn bewegt sich fast durchweg im Midtempobereich und hatte einen ordentlichen Groove, wozu man damals wohl einen eigenen, ziemlich athletischen Tanz entwickelte. Die Tunes waren dazu schwer melodisch und hatten noch reichlich Doowop-Einflüße – das geht runter wie Öl. Hört man mal ein paar Popcorn-Tunes, ist man schnell infiziert (wenn man überhaupt für sowas eine Ader hat). Ohne jahrelange Vorkenntnis habe ich schließlich im Oktober Chills & Fever – 31 sizzling tunes Popcorn-style zusammengestellt und bei Spoonful als Vol. 26 eingereiht. 7. Spoonful Erst hatte ich hier als Punkt 7 Fat Freddys Drop stehen, aber Spoonful war doch viel wichtiger für mich. Alles begann im Mai 2007 nach dem Orange Blossom Special ab Mitternacht im Stadtkrug. Peter Felkel schrob damals: „Michael J. Sheehey und Patrick McCarthy, sein Co-Gitarrist, Co-Glatzkopf und Co-Bruder, legen auf - alles zwischen Surfsounds, gespielt von Marsianern, und Deltablues aus der Jungsteinzeit, Captain Beefheart und bluttriefendem Gospel.“ Das hat uns Decksharks damals so geflasht, dass wir unter dem Titel Spoonful eine 6er-CD-Box zusammenstellten, mit eben diesen Sounds und noch viel mehr. Daraus hat sich eine Serie entwickelt, die mittlerweile bei Nummer 30 angelangt ist. Der Spoonful-Kosmos ist immer in Bewegung, besteht aber grundsätzlich aus Soul und frühem Funk, Rhythm & Blues, 60-Garage-Punk, dem britischen Gegenstück, dazu mittlerweile auch Rock`n´Roll und frag mich nicht was sonst noch. Normalerweise basteln vier Digger ein Volumen zusammen, jeder liefert 20 Minuten aus seinem Fundus. Aber es gibt auch das eine oder andere Solo oder Special (z.B. skank baby skank mit Jamaikanischen). Keine Ahnung, wie viele CDs wir dieses Jahr compiliert haben (zehn ?), aber es war durchweg eine wahre Freude, selber nach Tracks für seine 20 Minuten zu suchen, die anderen Selections zu hören, begeistert zu sein und das alles zu einem Ganzen zu modellieren. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Cooler Stoff, viel mehr braucht man nicht. 8. Roll Your Moneymaker 2008 bei Trikont als CD erschienen und früh im Jahre 2009 auf meinem kleinen Stag-O-Lee Label als Doppelvinyl veröffentlicht worden, haben mir diese „24 slabs of early black rock`n´roll“ (von 1948-58) Mut gemacht, tiefer in den 50ern zu förscheln. Und da gab es jede Menge Schätze zu heben, die das diggen eine reine Freude haben werden lassen! 9. Shake `Em On Down An den Jump Blues kann ich mich (vorerst?) nur in kleinen Häppchen gewöhnen, zu schematisch scheint mir der Uptempo Big Band Sound. Das denkt man ja vom Blues allgemein und wahrscheinlich liegt man damit richtig. Das als „Blues Bopper“ beschriebene Mini-Segment habe ich bei meinen Trips in die 50er schließlich auch kennen und lieben gelernt. Die allerbeste Vorarbeit haben dabei die Flattop Brothers geleistet, ein beklopptes Brüderpaar aus Nordengland. Bekloppt im guten Sinne, denn sie sind für die obige Serie verantwortlich, die es mittlerweile auf 6 Volumen (also knappe 140 Tunes total) gebracht hat. Vollgas-Blues & Boogie von alten Helden wie John Lee Hooker (der hier mehrfach vertreten ist) und anderen, geschätzten 12-Taktern, aber eben auch jede Menge Ausgrabungen und unbekanntere Künstler. Das kann man alles bei den guten DJ-Abenden auflegen, weil es direkt kickt und ich danke den Flattop Brothers dafür, dass ich jetzt keine 500 Blues-LPs mehr durchhören muss, um diese Juwelen heraus zu filtern. 10. Cut In The Hill Gang, The Fabulous Penetrators, The Death Letters – live Drei Stag-O-Lee Bands, die mir auf der Bühne 2009 viel Freude bereitet haben. Die Death Letters, weil sie mit ihrem jugendlichen Ungestüm und instrumentalen Finesse nachmittags beim Stag-O-Lee Shakedown dafür gesorgt haben, dass die Kinnladen reihenweise runter klappten. Oder die Cut In The Hill Gang, einen Punk-Blues Veteranentrio, das nach einem 14 Stunden Ritt aus dem Norden Frankreichs nach Stuttgart noch gute Laune hatte, kein bisschen rumbitchte und übermüdet den vielleicht geilsten Garagerock-Gig hinlegten, den ich seit Jahren gesehen habe. Fett wie Sau! Und natürlich die Fabulous Penetrators, eine wilde Bande, fünf Typen aus fünf Ländern, die mich live noch jedes Mal mitgerissen haben und die vor und nach dem Gig so anstrengend sind wie eine Horde Kleinkinder. But I love 'em. That’s Rock`n´Roll!!! Fazit: trotz reichlich Lebens-Unbill im Jahre 2009 ist die Liebe zur Musik geblieben bzw. wieder da. Und erstrahlt eigentlich im vollen Glanz. Wenn ich an die CD mit meinen aktuellen 20 Lieblingstracks denke (fast alles R&B-Burner um die 60er Wende), die ich mir für das Auto gemacht habe, dann kriege ich so richtig glänzende Augen. In diesem Sinne: weitermachen! A rolling stone gathers no moss! Oder: “Lebbe geht weida!” (Stepanovic) Muss ja. (R-man) PS: Gerade brachte die Post ein Päckchen von der UK-Filiale eines Feindversenders mit folgenden Stoff, nur damit ihr mal einen Eindruck habt: The R&B Years 1955, The R&B Years 1956 Vol. 1, The R&B Years Vol. 2 (jeweils Doppel-CDs mit 50 Songs), The Cosimo Matassa Story (4-CD, New Orleans R&B), Soul Of Sue Records New York City, Shuckin’ Stuff (2-CD. Rare Blues from Ace Records), Tamla Motown Connosseurs Vol. 2.

Linkage Ich folge hier dem Tip zweier wichtiger Männer in meinem Leben. Zum einen Frank Zappa, dessen Motto „Alles was nicht in den Mund passt, ist sowieso Verschwendung“ ich in diesem Zusammenhang nicht meinte, sondern „We’re only in it for the money“! Und der K-nut, der gestern noch schrob: „Etwas Eigenwerbung kann nicht schaden!“ Here we go... Eli Paperboy Reed & The True Loves
...und viel gutes gibt es in der Stag-O-Lee Jukebox

Donnerstag, 24. Dezember 2009

... wünscht das shake baby shake-Team allen, die hier reinschauen. Ich will jetzt nicht zu rührselig werden, aber danken muß ich zuallererst mal Meister Whirlyjoe, meiner besseren Bloghälfte, dem Fels in der www-Brandung. Als nächstes kommt dann schnell K-Nut, der hier so manche Lücke gefüllt hat im letzten Jahr und so richtig in die Aufgabe hineingewachsen ist - auch dir sei Dank.
Dann unserem Berlin-Korrespondenten Andread für diverse Berichterstattungen von der Front (keep 'em coming), Peter Hth für so manches und etwas mehr, DJ Kumpel Axel for being a cool sock, past and future DJ-Kumpel Chrispop für die neue Chance, Kickster und Duke Jens-O-Matic dafür, daß es euch gibt.
So, und nun zu Euch, meine lieben Blogleser. Ich habe ja keine Ahnung, wie wir es auf Platz 2 des Rolling Stone Leserpolls geschafft haben, aber wenn es irgendein Indiz gibt, daß unsere "Arbeit" nicht im www versackt und tatsächlich mal jemand vorbeischaut, dann wird es wohl so eine Abstimmung sein. Einen Zähler für die "Hits" habe ich aus Angst vor Enttäuschung damals erst garnicht eingebaut, wahrscheinlich hätte ich dann nach 3 Wochen aufgegeben. Mittlerweile sind wir seit Juni 2006 dabei und haben 1.286 sogenannte "Posts" (also Beiträge) veröffentlicht. Herr Kapellmeister - einen Tusch!
Keine Ahnung wie das hier so weitergeht. Vielleicht verlieren wir irgendwann die Lust, vielleicht auch nur einer, was auch schon fatal sein könnte. Was ich mir wünschen würde, wären mehr Comments. Einfach mal "Hallo!" sagen und/oder mit seiner Meinung nicht hinterm Berg halten. Und wenn ihr euch meldet, dann bitte nicht anonym. Ihr könnt Euch von mir alle Hans-Dieter nennen, das wäre jedenfalls besser als anonyme Comments lesen zu müssen. Das ist immer irgendwie ein komisches Gefühl...
Ein kleines Geschenk wollten wir Euch auch noch machen. Kurz bevor unser Freund Chrispop uns am 1. Dezember Wochenende im Stadtkrug zur letzten shake baby shake-Party besuchen wollte, hat ihn ein mysteriöser Virus dahingerafft. Frustriert machte er sich über seine Plattenkiste her und nahm spontan an dem Abend einen Mix auf, den er uns am Sonntag dann schickte. Ein Cover hat er auch noch gebastelt, et voila - Chrispop Live From The Chateau...
Ansonsten wünsche ich Euch auch im Namen von Joe und K-Nut alles erdenklich G-U-T-E. Bleibt uns gewogen... morgen kommen meine Jahrescharts (ein opus magnum), zwei Spoonful Compis haben wir in der Pipeline (eigentlich 4) und dieses Jahr erzähle ich euch vielleicht auch noch, wie es mit shake baby shake (der Party) weitergeht... (R-man)