Samstag, 13. Februar 2010

Eighties Pride: The Wipers Hab mit K-Nut mal verabredet, dass wir Kinder der 80er mal so eine lockere Reihe mit persönlichen Highlights aus dieser – gerade auch hier im Blog – ästhetisch umstrittenen Epoche an den Start bringen. Sternstunden der 80er Jahre also, möglichst kontrastreich, cool und uncool, spoonful-nah und fern, von ABC bis Punk und Soul. Am besten keine langen Texte, sondern mehr so Youtube-Schlaglichter. Mal sehen, was uns dazu einfällt. Bevor R-man jetzt gleich wieder Luther Vandross und A Flock Of Seagulls befürchtet, will ich euch mal an das hier erinnern. Ich denke, das ist vielleicht sogar einigermaßen konsensfähig, obwohl die jüngeren Leute das wohl nicht mehr kennen werden, es stammt von 1981. Leider habe ich von den Wipers kein einziges überzeugendes Filmdokument gefunden, daher nur Sound. Ein freundlicher Tube-Nutzer spricht es aus: „This album is the fucking Bible!“ War es für mich auch mal, obwohl ich gar nicht religiös veranlagt bin. Und diesen Zehnminüter habe ich schon so oft in meinem Leben gehört, das glaubt mir niemand. Post-Punk-Psychedelic, nach drei Minuten bleibt die einfach nur unglaubliche Rhythm Section einfach auf Repeat und Greg Sage zündet seine Gitarre an, dazu Dub-Echos und Effekte wie bei Monster Magnet. Wie der Drummer diese Beckenbearbeitung so lange durchhält ist mir ein Rätsel. Genau dieser Song hat mich von meiner Hardrock- und Metal-Vergangenheit emanzipiert. Danke, Greg. „A grizzly, furious beast of a 30-minute record”, meint der All Music Guide. Bei Glitterhouse gibt es leider nur ein einziges, vermutlich weniger zwingendes Spätwerk zu erstehen. (Whirlyjoe)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da darf durchaus mal das Zitat benutzt werden, das sonst eigentlich nur im Zusammenhang mit untergegangenen finsteren Diktaturen fällt: "Es war nicht alles schlecht" in den 80ern.

Klasse Wipers

Andi Arbeit

Christian hat gesagt…

Das kannte ich aber als älterer aber auch nicht. Guter Stoff zum Hirn-freiblasen. Danke sehr.

Christian hat gesagt…

Zwei mal aber...Hirn schon weg...

Chris_der_1 hat gesagt…

Danke Joe für diesen sagenhaften Song. Ich als jüngerer kannte ihn leider noch nicht ;-)

Da muss ich dann auch sagen, anscheinend war doch nicht alles schlecht in den 80ern.

Cheers

Anonym hat gesagt…

Gerade erst aus den Bergen zurück! Besser hätte man die 80er-Reihe nicht beginnen können. Greg Sage hat uns damals alle weggeblasen! 'When it's over' war unsere Hymne!

Nostalgic Caesar