Donnerstag, 5. November 2009

Spoonful #27 – Shake, Shout And Soul Nur selten bekomme ich unaufgefordert Mix-CDs geschickt. Irgendwann kam dann mal eine und ganz schnell hinterher noch zwei Silberlinge, jeweils mit 90 (!) Minuten Lauflänge. Der Schicker hatte die Initialen DJ, nannte sich aber für das aus den drei Vorlagen verdichtete 14. Volumen von Spoonful dann doch Mad Daddy. Und das war für mich damals eine echte Horizonterweiterung und müsste ich mich für ein Spoonful Volumen entscheiden, dann würde ich wahrscheinlich Vol. 14 nehmen. Das hatte Druck, Cavemen-Drums, scheppernde Schräglage, reichlich Überraschungen und vor allem jede Menge richtig coole Tunes zwischen Rockabilly & -Roll, Garage und Soul. Auf sanftes Nachfragen kam dann vor ein paar Monaten Nachschub in Form von zwei 80-Minütern, aus denen ich mal eben zwei frische Spoonful-Volumen gebastelt habe. Voila, Spoonful #27 ist das erste Resultat, fast 1:1 übernommen, nur zwei vorher schon mal anderweitig compilierte Songs wurden gegen Rest-Feinheiten aus dem Spoonful #14 Fundus getauscht. Das beginnt mit jeder Menge gnadenlosem Rock`n´Roll (Dr. Ross, King Coleman, Jerry McCain), hat den alten Charlie Rich und frühen Otis Rush und gar einen Ohrwurm (!) von Sun Ra, das originale und ach so geniale I Wish You Would von Billy Boy Arnold, mit Graham Bond Organisation, den Animals, Small Faces und ganz frühen Stones eine britische Fraktion, sowie ein mördermässiges Geschoss von Cuby & The Blizzards. Zum Schluß zieht es einem dann die Schuhe gänzlich aus. Messer Chups mit Die Nacht Von Offenen Graben. Die bestehen vor allem aus einem Russen, der eben so gut wilde Surfgitarre wie billige Synthesizer spielt. Und wie aus dem fetten Gitarrenriff ein zirpendes Etwas wird, ohne das man’s merkt, das ist schon der Hammer. Als ich das letztens ins Stuttgart aufgelegt habe, hat Joe es ausgeblendet. Das Weichei. Mad Daddy II. – ein Hammerteil! (R-man)

Kommentare:

Whirlyjoe hat gesagt…

bei so knallharten typen wie dir spiele ich ja besonders gern die geschmackspolizei!

r-man hat gesagt…

dabei wollte ich den abend doch nur etwas auflockern... lief the passenger eigentlich vorher oder nachher?

aber du hattest schon recht. mit 3:30 ist es fast zu lang für einen pulsierenden floor, wie wir ihn hatten an dem abend. vor allem, wenn man hot poppa pete (oder wie er heißt) im nacken hat.

Anonym hat gesagt…

knallharter typ der skipper!
dafür steht also das r ;
für rocket!
also
r(ocket)-man!
cool!
BadaJohn!