Montag, 22. November 2010

Live-Inferno: Tokyo Sex Destruction Am Mittwoch war es endlich so weit: Tokyo Sex Destruction live im Stuttgarter Schocken! Das neueste Signing des glorreichen Stag-O-Lee-Labels erwies sich als die erhofft wilde Truppe, die die kleine Beatbox im Keller des Clubs mal richtig aufmischte. Den Burschen aus Barcelona merkt man schnell an, dass sie ihren entfesselten Ritt durch die soulige Garagenrock-History nicht erst seit gestern drauf haben. Vor allem Sänger und Orgelquäler Raul ist eine echte Rampensau, der sich schon beim dritten Song tanzend ins begeisterte Publikum stürzte, später dann von der benachbarten Theke aus weiter sang. Ein hemmungsloser Showman, tatsächlich auf den Spuren von Lux Interior. Die Band reichert dazu ihren eher trashigen Sound mit kleinen spacigen Trips an, noch besser aber mit dreckigen Funk-Grooves, die sie wirklich großartig klingen lassen. Nach den rasanten 75 Minuten war das Gedrängel am Merchandise erfreulich groß, ich selbst erstand die drei angebotenen 7-Inches und hab dann noch eine ganze Weile mit dem ebenso freundlichen, wie lustigen Raul geplaudert, der sich fern der Bühne als total cooler und aufgeräumter Typ erwies. Fazit: ein toller Abend mit ebensolcher Band, schaut sie euch an, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt. Das Handy-Foto von Chris ist ein wenig surreal geraten, aber wer (außer K-Nut) denkt in einer solchen Rock’n’Roll-Hölle schon an fachmännisches Fotografieren. Album Myspace
(Whirlyjoe)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Jau!
Dem ist nichts hinzuzufügen. Der Gig in Berlin gestern war genauso beeindruckend. Der Sänger bekommt außerdem von mir den Roger-Daltrey-Gedächtnis-Award fürs Mikro-Weitwerfen. Surreal war nur, dass ich danach noch den Nerv hatte, beim CitySlang-Festival vorbeizuschauen und mir das Abschluss-Konzert mit Lambchop zu geben.
Diverse Mitarbeiter diverser Indie-Labels haben mich dann noch verleitet, die weitere Nacht in einer Kneipe zu verbringen. Was für ein Sonntag ...
An-Dréad

chris_der_1 hat gesagt…

Yeahh, großartig wars, Ausnahmsweise auch mal in der sehr engen Beatbox des Schockens.