Mittwoch, 31. Oktober 2007

Help Wanted!
Clapping Songs


Neulich erst hatte ich die Erleuchtung, obwohl ich es unbewußt schon lange kapiert hatte. Das geilste und wahrscheinlich auch billigste Mittel, einen Song zum Grooven zu bringen und ihn in dieser Stellung zu halten sind die Handclaps - also rhythmisches Mitklatschen.

Whirlyjoe dachte gleich an alles zwischen Spoonful-mässigem R&B und Disco, K-nut hingegen fielen erstmal Bands wie Blancmange und ähnlich synthetisches Geschwurbel ein. Ich brachte dann mal gleich den Clapping Song (den ich auch noch im feisten 5 Minuten Remix habe) und ein paar Staple Singers Tunes ins Spiel. Sowieso habe ich viele Tracks gehört in letzter Zeit, bei denen ich mmer dachte "Geil! Handclaps!" - ich muß sie nur erst wiederfinden.

Deshalb unser Aufruf: nehmt Kontakt mit uns auf. Schickt mp3s, nennt Namen, forstet eure Sammlung durch. Bitte erstmal in den Comments melden. Wenn wir genug zusammen haben, dann machen wir den ersten Clapping-Mix ever.
Hier als Appetizer der Clapping Song von Shirley Ellis. (R-man)

Dienstag, 30. Oktober 2007

Spoonful News
Das Cover-Konzept steht

Nach etwas zähem Ringen hat Chrispop zu alter Klasse zurück gefunden und das Coverkonzept für alle weiteren Spoonful Folgen fertig gestellt. Ich bin sehr zufrieden. In Zukunft wird nur die Farbe und der Titel geändert, der Rest bleibt so. Das Artwork kann per Doppelklick vergrößert werden, dann sind auch die Linernotes lesbar.

Die Cover für Spoonful Vol. 7 und Vol. 8 wird er sicher schnell fertig machen. Sobald der Kram dann komplett am Start ist, erfahrt ihr es hier in diesem Blog. Dranbleiben. (R-man)

Montag, 29. Oktober 2007

A Monday Morning Tune
Kelis
Suspended

Da wird jetzt eventuell so mancher die Nase rümpfen. Nach Leela James letzte Woche nun mit Kelis eine weitere Neo-Soul-Queen. Eigentlich nicht mein favorisiertes Genre, denn da fehlen mir immer die Songs. Jeder Tune fängt mit einem beseelten uuuuhhuuhhuuuhhh an und wenn er zu Ende ist, kann man sich an nichts mehr erinnern. Suspended ist allerdings einer, der bei mir hängen bleibt und der mich berüht, so wie er sanft und leicht spacey vor sich hin swingt. Er stammt vom 99er Debüt Album Kaleidoscope und wird von so Leuten wie Gilles Peterson favorisiert. Und von mir. Die Top-DJs sind sich also einig. (R-man)

s-p-a-c-e-y

Sonntag, 28. Oktober 2007

Sharon Jones
& The Dap-Kings
100 Days, 100 Nights


Am 2.11. erscheint das neue Album von Sharon Jones und den Dap-Kings. Es heißt 100 Days, 100 Nights und anfangs war ich etwas enttäuscht. Naturally, der Albumvorgänger, war nämlich eine echte Bombe und das Problem der neuen Platte ist eine gewisse Gleichförmigkeit, so eine Art Midtempo-Hölle. Aber nach zirka 10 Durchläufen sieht die Sache dann schon besser aus. Das Album wächst, hat aber die Naturally-Hürde noch nicht genommen.

Ganz anders sieht die Sache auf der Bühne aus. Die Dap-Kings präsentieren sich als 8-köpfige, bestens geölte Funk-/Soul-Maschine, die sich bis auf Gitarrist Binky Griptite beim Knüpfen des funky Rhythmusteppichs nicht stören lässt. Binky gibt den Anheizer, was schon für mächtig Stimmung sorgt, bevor die Soul Queen überhaupt auf die Bühne kommt. Und wenn sie kommt, dann nimmt sie das Publikum im Handstreich. Die Frau ist Genuine - das ist nicht nur ein Songtitel, die ist wirklich durch und durch echt. Was dann folgt, sind mit absoluter Sicherheit die genialsten 90 Minuten, die dieses Genre aktuell zu bieten hat. Eine obergeile, schweißnasse Tanzschaffe, bei der jeder mit etwas Soul seine Tailfeather shaken wird, bis sie ihm abfällt.

Wer in der Nähe der folgenden Daten wohnt, muß da hingehen. Er wird mir nachher die Füße küssen.

30. Oktober: Wiesbaden - Schlachtof
31. Oktober: Wien - Jazz Festival
01. November: München - Die Registratur
02. November: Zurich - JazznoJazz Festival

100 Days, 100 Nights (nur kurze Zeit)
cd oder lp

Freitag, 26. Oktober 2007

Abt.: Musikzimmer
busch-Man aus Münster


Bild 1: Sampler stehen bei mir natürlich gesondert; unten links seht ihr einige Online-Mixtapes der sbs-Posse – rechts illuminiert die Spoonful-Box den Raum mit silbrigem Glanz.

Bild 2: Stein des Anstosses und hinreichender Grund für die Teilnahme an der Slipmat-Verlosung des R-man: Ein mehr als peinlicher Reloop-Aufdruck bringt den Kopf des Verfassers sanft zum Erröten. Das ‚Wheel of Steel’ war freilich ein echtes Schnäppchen beim hiesigen DJ-Großhandel, während das darunter gelagerte schwarze Gold selbstverständlich in Schutzhüllen steckt, die den wertvollen Inhalt vor Staub, Schmutz und anderen Einflüssen bewahren helfen. Mir klingeln ja immer noch die Ohren ob dieser schrecklichen DJ-Erfahrung von Rainer Trüby. Wobei meine Platten natürlich bei weitem nicht so wertvoll sind wie die des versierten Cratediggers, dessen schöne ‚Glücklich’-Reihe auf Compost mir so oft Freude bereitet hat. Ich zitiere: „Urggggghhhhh.... Ein Schwall Promoter-Kotze ergoss sich – direkt in meinen Plattenkoffer. Sprichwörtlich: ins Schwarze getroffen!“

Bild 3: Nun bin ich mir ziemlich sicher, dass ich niemals einen Promoter für was auch immer haben werde, der mir dann mitten in die Plattenkiste reihert. Leute, denen derartige Aktionen restlos zuzutrauen wären, kenne ich aber durchaus! Bild Numero Drei bestätigt im übrigen die in Nick Hornbys außerordentlichem Buch ‚High Fidelity’ aufgestellte Behauptung, dass „nur Spießer ihre Plattensammlung alphabetisch ordnen.“ Ich komme mit der autobiographischen Variante als beinahe krankhafter Ordnungsfanatiker einfach nicht zurecht und bin, wahrscheinlich nicht nur in dieser Hinsicht, tatsächlich reichlich spießig!

Bild 4: ... weshalb ich sogar an meinem Computer mindestens alle zwei Tage pedantisch eine vollständige Virenprüfung nebst Festplattenreinigung durchführe. Hochzufrieden bin ich zudem mit der Ordnung, die ich für die Musik auf meinem Rechner gefunden habe; jeder einzelne Ordner schön mit Frontcover und sauberem Verzeichnis. Aufschlussreich, welche Marotten man bereits im vergleichsweise zarten Alter von 32 Lenzen haben kann – hoffentlich wird das nicht noch schlimmer!!! Das unscheinbare PC-Lautsprechersystem x-230 von Logitech hat es übrigens durchaus in sich. Für ausnehmend wenig Geld kommt da richtig perlender und dynamischer Klang raus [dazu gehört noch ein Subwoofer, der unter meinem Schreibtisch steht].

Bild 5: Das restliche Vinyl muss sich den Platz mit Goethe & Co. im Bücherregal in unserem Flur teilen. Langsam müssen wohl neue Konzepte her, um der Woche um Woche wachsenden Musikabteilung weiterhin mit ordnungsliebender Hand Herr werden zu können. Wenn ich mir allerdings die Fotos der Musikzimmer meiner Vorgänger – mit Ausnahme von BadaBings sehr platzsparender Science-Fiction-Variante – so anschaue, dann bin ich mir unsicher, ob ich tatsächlich Mal so enden möchte. Der arme K-nut wurde ja sogar in den Keller verfrachtet! Letztlich kann ich mich wohl nicht gegen diese Entwicklung wehren, denn Musik ist halt ein überaus wichtiger Teil meines Lebens und plattensammelnde Nerds sind doch eh immer etwas krankhaft veranlagt, oder!?! Cheers, busch-Man.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Spoonful
Weekly Update

Keine Woche soll ab jetzt vergehen ohne Spoonful Update. Der Sound & Vibe, der meinen Musikkosmos im Augenblick regiert wie kein Zweiter.

Die Spoonful 6 CD-Box (Tracklisting) nähert sich dem Ausverkauf, ein paar werden wir für die Michael Sheehy-Tour im Januar zurückhalten, die anderen werden beim 2. shake baby shake Geburtstag am 1. Dezember weggehen.

Wie schon ein paar mal angekündigt, werden wir die Spoonful-Serie jetzt mit Einzel-CDs weiterführen. Die werden hier vor Ort sozusagen mundgeblasen, bedruckt und bekommen ein recht ordentliches Digitaldruck Cover. Im Prinzip stehen bereits 4 Volumen in der Warteschlange, die Stück für Stück das Licht der großen weiten Welt erblicken werden, wenn Chrispop und ich uns endlich auf ein Coverkonzept geeinigt haben.

Hier ein paar Infos zu den einzelnen Volumen:

Vol. 7 * Bottle Up & Go
Ist fertig ge-sequenced und alles. Je 20 Minuten von Alex (Speedball Baby, Isobel Campbell & Mark Lanegan, Big Jay Bush & The House Rockers, Andre Williams, Tom Waits), Michael Sheehy (Paragons, Ray Charles, Rolling Stones, Roberta Flack, Mose Allison, The Meters), Kristin (Elder Jimmy Hicks, Otis Redding, James Brown, Pacific Gas & Electric, Willy DeVille) und R-man/meine Wenigkeit (Howlin' Wolf mit Spoonful, Gentleman June Gardner, Fleetwood Mac, Willie Dixon, Monkeywrench, Aaron Neville, J. Geils Band).
Alles untereinander gemixt mit ständiger Temposteigerung. Highlights: Paragons, Andre Williams, J. Geils Band, James Brown und Pacific Gas & Electric (mit einem schön kranken Gitarrensolo).

Vol. 8 * South Side Of Soul Street
Die 4 Compilanten stehen fest: K-Nut (hat gewohnte Qualität geliefert), Whirlyjoe (digitalisiert noch), Chrispop (stellt gerade zusammen) und unsere Neuerwerbung Heino. Letzterer hatte mir schon einige Mixtapes geschickt und heute kamen seine 20 Minuten auf einer liebevoll aufgemachten CD. Mein Vertrauen wurde nicht enttäuscht, mit Delaney & Bonnie And Friends, Johnny Shines, Southern Culture On The Skids (mörderisch!), Smokey Robinson etc. hat er den Spoonful-Vibe voll getroffen.

Vol. 9 * Grits & Gravy
Nachdem ich mir neulich relativ wahllos eine 80 Minuten CD aus meinem Spoonful-Festplatten Bunker gezogen habe, bin ich regelrecht ausgeflippt und habe mich zu einem Alleingang entschlossen. Grits & Gravy kommt also zu 100 % von mir. Ein wenig Finetuning braucht es noch, aber gerade hinten raus habe ich ein paar Mörder-Funknummern, die jeden Dancefloor in Stücke reissen werden.

Vol. 10 * The Truth About Me
Da jeder Compilant kontinuierlich die Spoonful-Detektoren angeschaltet hat, dürfte es ein leichtes sein, auch Vol. 10 relativ schnell fertig zu stellen. Alles was es braucht ist noch einen 20-Minuten-Spender. Denn bei Vol. 8 erwähnter Heino hat direkt seine zweiten 20 Minuten abgeliefert, darunter ein schön düsterer Cut von Charlie Musselwhite, bewährte Qualität von R.L. Burnside und Shade Tree Mechanic von Tav Falco's Panther Burns. Auch Kristin (remember: Vol. 7) scheint letztens jede Menge Spoonful-kompatible Songs gesammelt zu haben, was ich nach ihrem ersten Beitrag (und dem Mörder James Brown Tune) nicht bezweifle.
Der dritte Compilant für Vol. 10 bin ganz selbstlos wieder ich/R-man, keine Sorge, ich habe hier reichlich Zeug in der Hinterhand. The Truth About Me ist übrigens der Arbeitstitel, wahrscheinlich der letzte Song des Mixes, ein Monolog von Elvis. Ganz cool erzählt er, wie er sich von seinem ersten Geld sein Traumauto kaufte und es aus dem Motelfenster die ganze Nacht stolz bewunderte. Am nächsten morgen ist die Karre dann vor seinen Augen abgebrannt.

Mal sehen wie es weiter geht. Im Augenblick ist richtig Druck drauf, würde ich sagen. Läuft wie von selbst. Sobald die Discs tatsächlich fertig und available sind, werde ich mich nochmal melden. Beim 2. Geburtstag von shake baby shake am 1. Dezember im Stadtkrug zu Beverungen wird es sie garantiert (auch) geben. Aber natürlich sind sie vorher fertig... (R-man)

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Abt.: Brandneu
Quantic Soul Orchestra
Tropidelico

Worin genau der Unterschied zwischen Will Hollands Projekten Quantic und Quantic Soul Orchestra liegt, bin ich jetzt zu faul zum recherchieren (siehe unten - R-man). Ich weiß aber sicher, dass ich beide Bands von Herzen liebe. Mit dem Orchester ist dies der vierte Longplayer nach fünf Jahren, auf dem Holland wie gewohnt produziert, arrangiert und die großartige Gitarre spielt – und dabei ist der Brite erst Mitte zwanzig.

Aufgenommen wurde wieder in aller Welt (London, Puerto Rico, Kolumbien, Panama) mit seiner eigenen Band und internationalen Größen der Latino- und Caribbean Szene. Und hilfreicherweise klassifiziert Holland die 12 neuen Tunes auf dem Album gleich selbst und ordnet sie in Kategorien wie Soul Descarga, Bugalu, Cumbia Soul und Blues ein. Trotzdem steht auch hier wieder alles im Zeichen des Funk: handgespielt, schwitzend, groovend, ursprünglich. Und eben zumeist angereichert mit allem, was Tanzbegeisterten auf der ganzen Welt Beine macht, von Salsa bis Afro-Beat.
Er selbst nennt seine Stil-Melange „tropical, funky und heavy“, von mir keine Widerrede. Am besten sind für mich (und mutmaßlich auch dem GH-Häuptling und Quantic-Freund) wieder die Nummern mit eher authentischem Funk-Wumms, gespielt mit Gitarre und Oldschool-Beat (erneut vom grandiosen Drummer Malcolm Catto). Die Gast-Vokalisten heißen diesmal J-Live (sehr coole Latino-Rap-Nummer mit Funk-Appeal), Kabir und Noelle Scaggs – Alice Russell ist mittlerweile wohl zu teuer geworden, braucht er aber eigentlich auch nicht mehr. (Whirlyjoe)

Will ‘Quantic’ Holland presents this, Tru Thoughts fifth, podcast; a guide through the development and making of his fourth studio album with his Soul Orchestra.

PS: Der Unterschied besteht darin, dass Quantic der elektronische Tüftelbeginn von Holland war und er mit dem Quantic Soul Orchestra eine richtige Funk/Soul-Band haben wollte, die Instrumente spielt, dabei schwitzt und live spielen kann. (R-man)

cd+2lp

Dienstag, 23. Oktober 2007

Worst Friends Mix
Wild Style


Na, das ist mal ein Mix. Weird shit, indeed. All over the place, aber auch richtig klasse, zeitlos, abgefahren und wert der Runterladung. Die Another Night On Earth Webseite nennt ihn Eclectic Psychedelic Folk Glitch Balearo Rock Techno Disco - und von jedem etwas ist dabei. Dass es gut zusammen läuft verdanken wir dem Worst Friends DJ/Producer-Duo aus New York.

Es beginnt mit zwei sphärischen Ambient/Folk-Tracks, die auf den Secret Love Compilationen nicht fehl am Platz wären, auf einen John Miles (!) Edit folgt ein runtergepitchter Minimal-Techno-Track, in den sie mal ganz locker Shakedown Street von Grateful Dead eingefädelt haben. Über Todd Terje geht es über Kompakt Techno zu einer schönen Neo-Folk-Strecke mit Do Make Say Think und Beyond The Wizards Sleeve (beautiful!!!). Daran schließt sich Yes, Tucky Buzzard (ein von Vincent Gallo entdeckter Prog-Epos) und die Rolling Stones an. Max Berlin mit Elle Et Moi ist vertreten, James Holden mit Lumpette (der neulich gepostete Extended Spirit Track mit Iko Iko Vocals, saucool), das LCD Soundsystem und zum Schluß der Phantom Slasher Edit von For Your Love (von Chilly). Ein Monster von einem Mix. Rauf und runter, schräg, aber bezwingend.

Unter diesem Link gibt es auch sowas wie Linernotes zu jedem Song. Check it out! (R-man)

Montag, 22. Oktober 2007

A Monday Morning Tune
Moondog
Theme
Stamping Ground

Da sich die Monday Morning Tune Sache sowas wie verselbstständigt hat und ich aus den Choons letztendlich auch ein Mixtape basteln will, werde ich ab und zu zwei Songs auf einmal posten, die allerdings einen thematischen Zusammenhang haben. Schließlich wollen wir ja auch irgendwann fertig werden.

Das 69er Moondog Album für Columbia (übrigens poduziert von James William Guercio) ist schon lange eins meiner Faves und als es mir gestern wieder in die Hände fiel war schnell klar, daß ein Track des genialen Albums für den Montag Morgen prädestiniert wäre. Dann konnte ich mich nicht zwischen dem 1. und 2. Song entscheiden und da sie auch auf der CD nahtlos ineinander über gehen, finden sie hier nun beide - erst Theme, dann Stamping Ground. Fraglos zwei monumentale Kompositionen.

Die Geschichte von Louis Hardin a.k.a. Moondog lässt sich hier nachlesen. Ein interessanter Mann, der in Kansas geboren wurde und seine letzten Jahre in Recklinghausen (of all places) verbrachte. Dort verstarb er 83-jährig im Jahre 1999. In dem Nest wohnt auch ein alter Kumpel von mir, den ich vor über 20 Jahren dort besuchte und der über diverse unveröffentlichte Moondog Aufnahmen verfügte. Nach der Verkostung einiger heiliger Kräuter hörten wir uns die Suite für 16 Waldhörner an und ich sage euch, das war ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis! You dig! (R-man)

Sonntag, 21. Oktober 2007

In manchen Momenten die beste BAND der Welt...

War dem nicht so, dass the band im originalen Woodstock Film nicht zu sehen waren? Egal, The Band at Woodstock 1969. Immer wieder gut... Walter Sobchak: You want a toe? I can get you a toe, believe me. There are ways, Dude. You don't wanna know about it, believe me. The Dude: Yeah, but Walter... Walter Sobchak: Hell, I can get you a toe by 3 o'clock this afternoon... with nail polish. These fucking amateurs...

Samstag, 20. Oktober 2007

Donny's Beerdigung. Die abschließende Mutter aller Szenen aus einem großartigen Film.

Keep The Movies Groovin’:
The Big Lebowski


In unregelmäßiger Folge will ich mich hier mal zum Thema taugliche Filmmusik äußern, die irgendwas mit dem shake baby shake-Kosmos zu tun hat. Zum Start muss es natürlich um R-Mans Favourite The Big Lebowski gehen, ein Werk der Coen Brothers, dass auch bei mir weit oben auf der Liste der Alltime Faves steht.

Holt euch die DVD, ihr werdet es nicht bereuen, wie auch diese furiose Sequenz der maßgeblichen Szenen dokumentiert, die ich neulich schon mal unter die Comments gestreut hatte.

Der Soundtrack besteht aus mehr oder weniger klassischen Songs der Rockgeschichte und dem Easy Listening/Exotica-Sektor und wirkt in seiner scheinbaren Heterogenität wie eine sophisticated Version eines Tarantino-Soundtracks.

Der Opener ist Dylans „The Man In Me“ vom 70er Album „New Morning“, ein selten entspannter Tune von Zimmy, der den enstpannten Vibe des Films nun wirklich kongenial transportiert – obwohl der textlastige Dylan ja nun nicht wirklich soundtracktauglich ist, Ausnahmen wie sein oscargekrönter Song in „Wonderboys“ und natürlich „Knocking On Heaven’s Door“ bei Peckinpah bestätigen die Regel.

Weiter geht es mit milde angedrogtem Captain Beefheart von 1972 und einem etwas unerheblichen Elvis Costello-Song. Klasse ist Yma Sumac, die die jungen Leute heute nur noch aus der Schokoeiswerbung kennen, ihre Anden-Exotica sorgt für den perfekten Vibe für des Dudes Drogentrips. Nina Simone covert mit Stil Duke Ellington, gefolgt von dem eher kantigen Avantgardisten Moondog, dessen kultische Verehrung sich mir nie wirklich erschlossen hat.

Klares Highlight des Soundtracks ist natürlich „Just Dropped In (To See What Condition My Condition Was In)“ von The First Edition feat. (man fasst es nicht, dass der mal so cool war) Rogers – der Dude auf seinem acidinduzierten Bowling-Alptraum-Trip ist vermutlich die denkwürdigste Szene eines an denkwürdigen Szenen nicht armen Films.

Es folgen weitere musikalische Absonderlichkeiten wie Native American Folk von Meredith Monk (zur Untermalung von Maude Lebowskis Vaginalkunst), ein Häppchen einer Korngold-Oper, sowie das wunderbare „Lujon“ von Soundtrack-As Henry Mancini, das sich ja bereits auf dem ersten SBS-Mixtape wiederfand.

Ein Abgrund ist natürlich das Gypsy Kings-Cover von „Hotel California“, auf der Leinwand aber meine absolute Lieblingsszene, wenn John Turturro als Jesus Quintana über die Bowlingbahn tänzelt – das ist einfach göttlich und musikalisch perfekt untermalt.

Gewollt scheußlich auch Carter Burwells Fake-Kraftwerk-Track für die fiese deutsche Nihilisten-Band Autobahn, die den armen Donny (Steve Buscemi) eher versehentlich ins windige Grab bringen. Die deutsch radebrechende Dame am Nihilisten-Esstisch (die mit dem fehlenden kleinen Zeh) ist übrigens Aimee Mann.

Ein mehr als versöhnliches Ende bietet dann der große Townes Van Zandt mit seiner betörenden Version des Stones-Klassikers „Dead Flowers“.

Der Film ist natürlich Pflicht, unbedingt im Original anschauen, man kann bei DVDs ja immer die Untertitel zuschalten. Allein die Dialoge des Dude mit seinem stets kurzbehosten Kumpel Walter Sobchak sind einfach unglaublich, so zwischen lakonisch und eruptiv. Oder um es mit R-Man zu sagen: Walter Sobchak rules!

…und natürlich gilt: „Nobody fucks with the Jesus!“ (Whirlyjoe)

Freitag, 19. Oktober 2007

Fatboy Slim
LateNightTales

Ob nun LateNightTales oder Back To Mine. Im Prinzip sind das Mixtapes von DJs, Musiken oder Produzenten, die gleichzeitig fanatische Plattensammler sind. Zusammen gibt es zirka 50 dieser Discs und ich liebe zirka 48 von ihnen. Ich finde es einfach großartig, wenn solche Leute ihre Schatzkammern öffnen und einen Teil haben lassen an den Songs, die sie für wichtig halten. Was habe ich da schon für Entdeckungen gemacht...

So auch Fatboy Slim, der mit seinem Mix direkt zur Party bläst. Den Linernotes nach muß Norman Cook a.k.a. Fatboy Slim ein netter Kerl sein. So wie er über die Zeiten schreibt, als ein Mix noch eine C-90 Musicassette war und wie mühsam man sowas früher zusammen gezimmert hat, daß klingt schon sympathisch. Oder: „Many tunes on this selection were on tapes that old friends or lovers made for me… Also in the classic tradition they are all mastered off my original vinyl copies (forgive the occassional clicks and pops). I think it adds to the personal feeling of a true mixtape.”

Und wenn man sich dann bei ihm zu Hause einfindet und er seine staubigen 45’s auflegt, dann sollte besser eine Kiste Bier dabei sein, denn dieser Mix ist voller midtempo Partytunes. Das geht direkt mit Mink DeVille (Spanish Stroll), Jonathan Richman (Roadrunner) und Nick Lowe (I Love The Sound Of Breaking Glass) los, bevor sich eine 5-Track-Reggae-Strecke anschließt, die mit Paul Davidson’s cooler Midnight Rider Version (genau, die Allman Brother Offbeat-style) beginnt und mit Three Piece Suit von Trinity endet.

Es folgt das saucoole Wish I Don’t Miss You von Angie Stone, geht über Little Beaver und Syreeta in Richtung Soul-Jazz mit Ben Vereen und dem wunderbaren Brother Where Are You von Oscar Brown Jr., wird kurz afrikanisch, Kenny Rogers ist dabei, Senor Soul (Don’t Lay Your Funky Trip On Me – famos. Pre-War. Hört man), ein sonniger Velvet Underground Tune (Who Loves the Sun), Robert Mitchum, Taj Mahal und Sly Stone. Fatboy selbst dropt mit Radioactivity eine witzige und exklusive Coverversion.

Alles in allem ein wilder Mix, der aber wegen der stilistischen Blockbildung sauber fließt und so richtig Spass macht. Mit dem würde ich gerne mal an einer Theke stehen und über Musik quatschen. Ein weiteres Highlight dieser exzellenten Serie! (R-man)

cd

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Spoonful Update!
Drei in der Warteschleife...

Unsere Spoonful 6-CD-Box hat mittlerweile durchweg sehr positives Feedback bekommen (die Comments sind für Lobeshymnen immer offen) und ist auf einem guten Weg zum finalen Ausverkauf der Kleinserie. Wie neulich schon geschrieben, machen wir jetzt mit mundgeblasenen Einzel-CDs weiter, die jeweils von 4 Songspendern à 20 Minuten zusammengestellt werden.

Vol. 7 mit dem Titel Bottle Up & Go ist ready to go und mit 24 Songs und 79:56 Minuten bis an den Rand mit genialen Grooves gefüllt. Die ersten 6-7 Songs sind eher downtempo und für die erste Warm-Up-Stunde gedacht (sehr schöne Songs dabei), danach geht es mit reichlich Primetime-Material kräftig zur Sache. Die vier Compilanten von Vol. 7 sind Alex, MJ Sheehy, Kristin und R-man und unter der Songs findet sich Material von Tom Waits, Fleetwood Mac, James Brown, Pacific Gas & Electric, Otis Redding, Speedball Baby, Willie Dixon, Paragons, Ray Charles, Monkeywrench, Meters, Andre Williams, Willy DeVille, J. Geils Bands etc. - 20 mal gehört und für astrein befunden.

Vol. 8 (vorläufiger Titel: South Side Of Soul Street) ist ebenfalls in Arbeit. K-Nut hat seine Tracks (8 Tunes in 20 Minuten) schon abgeliefert und natürlich hat er den Spoonful Vibe voll getroffen. Whirlyjoe lässt noch digitalisieren und mit Heino habe ich einen weiteren neuen Mitstreiter aufgetan, der mit einigen Mixtapes schon bewiesen hat, das es ihm ein leichtes ist, seine 20 Minuten mit anständigen Songs zu füllen. Der 4. Compilant ist entweder Chrispop oder R-man. Ersterer hat sich noch nicht konkret geäussert, letzterer (also ich) ersäuft in guten Songs.

So sehr, dass ich fast geneigt bin, mit Vol. 9 (Grits & Gravy) ein Solo hinzulegen und den so frischen Modus Operandi direkt mal ad absurdum zu führen. Ich habe nämlich in letzter Zeit jede Menge Spoonful-Songs in den Ordner auf meine Festplatte gehauen und mir heute die Hälfte mal als Spoonful Oktober Picks gebrannt. Nur so zum Spass, damit ich sie überall auf Qualität prüfen kann. Drei Mal habe ich das Ding heute gehört und bin schwerst begeistert. OK, es müssen keine zwei G. Love Tracks drauf sein, es muß auch noch etwas an der Reihenfolge gearbeitet werden. Aber sonst... funky as hell.

Aktuell arbeiten wir noch an einem Cover-Konzept. Wenn dann alles spruchreif ist, melde ich mich nochmal. (R-man)

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Keep The Movies Groovin’:
The Virgin Suicides

In unregelmäßiger Folge will ich mich hier zum Thema taugliche Filmmusik äußern, die irgendwas mit dem shake baby shake-Kosmos zu tun hat. Nachdem R-Man mehrfach seine Begeisterung für den LateNite Tales-DJ-Mix der beiden Franzosen von Air kund getan hat und deren Debütalbum Moon Safari von 1998 ohnehin von jedem vernünftigen Menschen innig geliebt wird, soll es diesmal um den Score gehen, den Air 1999 für Sofia Coppolas Debütfilm The Virgin Suicides gemacht haben – also nicht um den Soundtrack mit den (zugegeben ebenfalls famosen) Popsongs, die im Film zahlreich zu hören sind, sondern um die Original-Musik im Film, wobei Frau Coppola mit den Herren Dunckel und Godin ein mehr als glückliches Händchen haben sollte.

Zum Film nur so viel: für mich ist die seltsame Coming Of Age-Geschichte aus der amerikanischen Suburbia der mittleren 70er Jahre Coppolas frühes Meisterwerk (wobei auch ihre anderen beiden Filme „Lost In Translation“ und „Marie Antoinette“ rundum gelungen sind) und dazu einer der raren Fälle, wo die Verfilmung die litererarische Quelle (von Jeffrey Eugenides) in den Schatten stellt (sehe ich jedenfalls so).

Coppola gelingt mit einer perfect gecasteten Schauspieler Crew (die jungen: Kirsten Dunst, Josh Hartnett, die alten Kathleen Turner mit Mut zu innerer und äußerlicher Hässlichkeit, dazu James Woods in seiner zweifellos besten Performance ever) ein selten stimmiges Bild einer merkwürdigen Epoche, was nur Kleingeister als „Siebziger-Jugendstilaufarbeitungs-Retrohippie-Ästhetik“ (De:Bug) verkennen können. Entscheidende Stilmittel sind zum einen die suggestive Kameraarbeit des großartigen Ed Lachmann, sowie eben die Musik, für die Air einen absolut stilsicheren, hermetisch dichten Score produziert haben, der auf erstaunliche Weise Anklänge von Electric Light Orchestra bis Pink Floyd verarbeitet.

Dabei gibt es nur wenige Tracks im Songformat, sondern - so ist das nun mal bei Filmmusik - eher fragmentierte Soundpieces um die zwei Minuten Länge, die eher moody als melodiös sind. Grandios ist der Opener Playground Love, eigentlich der einzige echte Song und daher auch gleich als Single ausgekoppelt, der sich mit den Vocals von Gordon Tracks (aka Thomas Mars von Phoenix) spätestens beim zweiten Hören mit seiner schläfrigen Melancholie ins Hirn einbrennt, dazu noch schwelgerische Mellotronteppiche und ein Saxophon, das selbst notorische Kannen-Hasser dahinschmelzen lässt.

Und auch die weiteren Tracks entwickeln trotz bescheidener Länge eine sehr intensive Atmosphäre, quasi ein Destillat unterschiedlichster Klänge der 70er Jahre, alles sehr warm klingend und mutmaßlich analogen Ursprungs mit reichlich Orgel, Vibraphon und Moog. Filmmusik darf natürlich auch hemmungslos dramatisch sein, was Air offensichtlich sehr entgegen kommt. Zu den bekannten ELO-Referenzen ergänzen Godin und Dunckel progrockige Keyboardflächen, sanfte Beatles-Harmonien, Chöre und Off-Voices, zu denen sich mühelos Schwermut und Verzweiflung assoziieren lassen.

Die Original-Musik von Air korrespondiert auch perfekt mit den zahlreichen im Film zu hörenden Songs, wobei vor allem die Szene in Erinnerung bleibt, wo sich die Lisbon-Girls und ihre Verehrer gegenseitig sentimentale Pop-Nummern übers Telefon vorspielen: von Todd Rungren über Carole King bis zu Gilbert O’Sullivan. Ebenso gelungen ist die Episode, wo die gestrenge Mutter Tochter Lux zum Verbrennen ihrer Plattensammlung zwingt – da leidet man schon ein wenig mit, wenn die guten Stücke von Kiss und Aerosmith dem Feuer übergeben werden müssen. An anderen Stellen hören wir großartige Songs von Heart und sogar „I’m Not in Love“ macht sich sehr gut als Stehblues beim Schulball.

Sofia Coppola hat mit ihrer Musikauswahl viel riskiert und geht mutig ihren eigenen Weg – gerade, was die Musik ihrer Filme betrifft. So war schließlich auch die Entscheidung, ihr Historiendrama Marie Antoinette mit Punk- und New Wave-Klassikern zu unterlegen, in höchstem Maße gewagt. Gewonnen hat sie aber auch mit dieser mutigen Entscheidung. (Whirlyjoe)

Dienstag, 16. Oktober 2007

Kaufrausch in
Paderborn

Am Samstag Morgen habe ich es mal wieder zum Flohmarkt nach Paderborn geschafft. Es war ein schöner Herbstvormittag, sonnig und geprägt von relativ hoher Vinyldichte. Und da die Verkäufer schon beim Herantreten an die Ware mit Preisnachlässen lockten, nahm ich einfach alles mit, was auch nur halbwegs brauchbar erschien und was Chrispop mir übrig gelassen hat.

Bei Preisen von 50 Cent – 1 Euro pro Großvinyl packte ich folgende LPs ein: Stranglers, Yello, Judie Tzuke, Vangelis, Diana Ross & The Supremes (Anthology 1963-1969 2-LP), Marvin Gaye (Midnight Love), Deodato (Best Of, auf CTI), Michael Zager Band und eine 8-LP-Box mit dem Titel Easy Listening Country. Für 4 Euro konnte ich die nicht stehen lassen, die Platten sind thematisch gegliedert (Country Gals, Instrumentally Yours etc.) und die Interpreten lesen sich wie das Who’s Who der Countrymusik. Wahrscheinlich werde ich sie nie auflegen, aber nun hat sie wenigstens ein warmes Heim.

Eine Handvoll Maxis ließ ich ebenfalls in meine Tasche wandern, u.a. Pseudo Echo (die Funky Town Version, gleich 2x), Belle Stars, Sister Sledge, Pet Shop Boys, Scritti Politti, Talk Talk, Z.Z. Top, Russ Ballard und ABC.

Dazu schleppte ich zirka vierzig 7“-es nach Hause. Bei einem Preis von durchschnittlich 40 Cent gab es zwar mehr Masse als Klasse, das Kauferlebnis an sich war aber durchaus befriedigend. Mit dabei: Hot Chocolate (Emma), Was (Not Was), Joan Jett, Earth Wind & Fire, Abba (Gimme Gimme Gimme), Donna Summer, Joe Tex, Chic, ZZ Top, Fancy (Wild Thing), Kurtis Blow, KC & The Sunshine Band, Mick Jagger, Linda Ronstadt, Emmylou Harris und einiges mehr, dazu die üblichen Doubletten (Supermax, Laidback, Orlando Riva Sound).

Dann stand da noch ein Korb mit zirka 70 CD-Singles, von denen mir die Sparks und einige andere direkt ins Auge stachen. Der ganze Korb ging dann für 2 Euro (i.W.: zwei) mit (ohne zu handeln). Jetzt bin ich auch stolzer Besitzer von diversen Big Brother-CDs (Zlatko, Zlatko & Jürgen und wie sie alle hießen), aber nur so lange, bis wieder Platz in der Mülltone ist. Aber so 20-25 CDs kann man gebrauchen, sollte man mal auf einer Hochzeit oder dem 40. eines Kumpels auflegen müssen.

Das Fazit: ein schöner Vormittag. In jeder Hinsicht. (R-man)

Montag, 15. Oktober 2007

A Monday Morning Tune
Leela James
A Change Is Gonna Come

Die Version von Sam Cooke dürfte in manchen Situationen des Lebens der beste Songs der Welt sein. Einer, der einem das Herz direkt aus dem Brustkorb reissen kann, wenn die Stimmung danach ist.

Seit dem haben sich schon viele an diesem Song versucht, auch sehr große Namen. Manch einer hat es ganz gut hinbekommen, andere haben den Song einfach versaut, ihn seiner Seele beraubt. Was im Falle von A Change Is Gonna Come besonders schwer wiegt.

Die Version von Leela James, die 2005 mit ihrem Debütalbum für mittelschwere Furore sorgte, ist meiner Meinung nach äusserst gelungen. Ohne viel Schnickes arrangiert, und einfach atemberaubend gesungen. Wenn ich shake baby shake gegen 21 Uhr eröffne, dann droppe ich diesen Song regelmässig. Und wenn er dann durch die Räume des ehrwürdigen Stadtkrugs vibriert, dann sind oft noch nicht viele Leute da, aber ein paar von denen die da sind, die mache ich damit glücklich. (R-man)

a change...

Sonntag, 14. Oktober 2007

Abt.: Musikzimmer
Whirlyjoe


Bevor Whirlyjoe selbst zu Worte kommt, wollte ich ihm noch einmal meinen Dank für seine unermüdliche Mitarbeit am shake baby shake-Blog aussprechen. Ohne ihn wäre das hier wahrscheinlich eine eher sporadische Vorstellung, vielleicht hätte ich sie auch ganz eingestellt, mit ihm als Mitstreiter und Antreiber ist es ein aktiver Blog, der hoffentlich einer Handvoll Musikfans Spass macht. Alos, mein Lieber: allergrößten Dank! Und noch einmal ein Aufruf: fotografiert eure 4 Wände und schreibt einen Text. Wir wollen sehen, wie es bei euch aussieht.

Und nun - O-Ton Whirlyjoe:

Eigentlich geht es hier doch wohl darum, dass kleine Jungs mit ihren großen Plattensammlungen protzen und dabei beweisen, wie wahnhaft man dem Rausch des Konsumierens verfallen kann – da muss ich natürlich dabei sein.

Um etwas mehr Leben in die Bude des Sammlers zu bringen, bat ich meine Nichte Rosalie (zweieinhalb) mit aufs Bild, möglicherweise eine große Hoffnung für die DJ-Branche, wie man sehen kann. Als DJ Lole wird ihr die Welt zu Füßen liegen.

Hier noch ein paar Fakten: Vinyl komplett von A (links oben) wie A1 People, A Taste Of Honey, Abba, ABC bis Z (rechts unten) wie Zombies, Tappa Zukie und ZZ Top. Jazz und Country, Metal und Folk, alles durcheinander. Stehen in soliden Ikea-Kellerregalen, die heute glaube ich nicht mehr zu haben sind, wollte mal welche nachkaufen.

Vinyl-Compilations alle im Phono-Schrank. Anlage ist alt und über die Jahre so gewachsen, Sony- und Technics-Komponenten. Dazu vier Boxen im Raum verteilt, absolute Billigteile, die zusammen aber ordentlich klingen und nicht so viel Platz brauchen. Im Keller stehen noch ziemlich große Qualitätsboxen, die ich aber aus Faulheit und Platzmangel gar nicht aufgestellt habe. Bei den CDs in den etwas wackligen Billy-Regalen herrscht Chaos. Zum Teil alphabetisch, dann auch viele Stapel mit Neueingängen, unsortierte Abteilungen für Soundtracks, M-CDs (von früher), Promos ohne Case, Compilations, Jazz. Obendrauf zunehmend DVDs, bin ja eigentlich eher Filmfan.

Am Boden vor dem Phono-Schrank steht übrigens die Allen Toussaint-Platte, die auch bei Kellerkind K-Nut zu sehen war, habe ich extra hingestellt, dann aber doch nur zur Hälfte fotografiert.

Bin ansonsten gespannt auf Chrispops und R-Mans Archive. Und ihr da draußen dürft nach wie vor auch mitmachen! (Whirlyjoe)

Samstag, 13. Oktober 2007

Der Endstand:
Peter's kleine
Musiklotterie


Wie angekündigt, hier das endgültige Ergebnis meiner Regal-Lotterie. Es sind 16 Songs zusammengekommen. Nummer 1 bis 8 wurden ja schon veröffentlicht, deshalb zur Wiederholung nur nochmal eine Nennung der Titel. Nummer 9 bis 16 sind dann mit Kommentaren versehen.

Name : Regal / Fach / CD-Nr. , Interpret , Album, Titel, song#

1. The White Stripes, Elephant, "The hardest button to button"
2. Jay Farrar with Mark Spencer, bootleg: Live The Bungalow, Bristol,21.08.2000, "Outside the door"
3. The Rolling Stones , bootleg: Japan compagnion live 2006, "As tears go by"
4. Chris & Carla , Come as you aren´t , "Lift your burdons up"
5. Chris & Carla, bootleg : Fly high, dance low - Live Europe 2007 (Geislingen, 02.03.07), "Willin´"
6. Bob Dylan, bootleg: "Genuine bootleg series Vol.3", "A couple more years", Townhouse studios, August 27/28 1986
7. Green on Red, BBC Sessions, "Little thing in live"
8. The Blues Collection CD37 J.B.Hutto, Pet cream man, "My heart is aching to love you"

und hier die 2. Hälfte
9. Heino Walter 07/03/20 Them, bootleg: Live Arie Crown theatre, Chicago 26.11.1965, "Here comes the night" (song 5)
Kommentar hth: Bingo ! Eine Rarität. Them live 1965 ! Zwar genügt die Soundqualität nicht ganz unseren heutigen Ansprüchen, aber er hat es verdient dabei zu sein. Übrigens Song #5, weil keine 9 tracks drauf sind.

10. Rainer Schmittner 05/07/25 Vic Chesnutt, About to choke, "Hot seat" (song 9)
Kommentar hth: Sehr schöner Treffer. Ist zwar nicht mein Lieblingsalbum von Chesnutt und der Song nicht unbedingt "shakey", aber irgendwie "cool" ...

11. Olaf Westphely 06/12/12 Simon & Garfunkel, "Parsley, Sage, Rosmary and Thyme",A simple desultory philippic (song 9)
Kommentar hth: noch ne olle Kamelle. Gottseidank nicht "Sound of silence" oder so was. Ein weniger bekanntes Lied. Ich hab noch das Original Vinyl von damals. War eigentlich schon immer ein Fan. Hab sie letztes (oder vorletztes Jahr) in München gesehen, ein wunderschöner Nostalgieabend ...

12. Jürgen Rudlof 05/13/39 John Cale , Circus Live, Set me free (song 9)
Kommentar hth: schön was Neues/Altes ... An dieser Stelle hört mein Regal beim 7.Fach auf. Ich hab einfach weiter nach unten gezählt, am Boden liegen die noch nicht (wieder zurück) eingeordneten Sachen. Geschummelt habe ich nicht ...

13. K-Nut:02/13/48, Go to Blazes, bootleg: OBS 1997, "Independance day" (song9)
Kommentar hth: Yep ! Da ich OBS Komplettist/Sammler bin, gehört eine OBS Aufnahme dazu. Und wenn schon, dann auch gleich tief in die Mottenkiste. Leider ist die Soundqualität noch nicht so gut wie bei späteren OBS Aufnahmen, aber der historische Wert ist immens.

BONUS TRACKS: Anmerkung: Bei mir liegen ca. 200 CDs einfach so rum, meist neuere Scheiben, die noch nicht im Regal schlummern. Daraus hab ich mir eine Zufallszahl (z.B. "78") sagen lassen und den Stapel einfach durchgezählt.

14. Martin78 , Joe Henry, Civilians, "Love is enough" (song9)
Kommentar hth: Ich mag Joe Henry sehr gerne. Bei diesem Song von seinem aktuellen Album handelt es sich um eine sehr ruhige Nummer. Hätte ich die freie Wahl, hätte ich einen anderen, typischeren Song ausgewählt. Aber Spielregel ist eben Spielregel ...

In meiner Kellerbar hab ich auch ca. 300 - 500 CDs rumliegen. Daraus auch 2 Titel per Zufallsauswahl.
15. Janusch:38 , Tony Joe White, bootleg: Texas International Pop Festival 01.09.1969 CD 13, "Hard to handle" (song9)
Kommentar hth: Das glaubt mir keiner, das dies Zufall ist. Aber ich schwör bei meinem I-Pod, dass alles mit rechten Dingen zuging.

16. Claus142, Creedence Clearwater Revival, "Born on the bayou" (song9)
Kommentar hth: Na, zum Abschluss ein wirklich SBS kompatibler Song. CCR passen eigentlich immer, wenn ich in meiner Kellerbar Musik auflege. Deshalb stehen sie ja auch da...

FAZIT: Na, das hat mir richtig Spass gemacht. Ich höre Songs, die ich sonst nie gezielt aufgelegt hätte. Ich hatte befürchtet, dass der ein oder andere richtige Fehlgriff dabei wäre. Jugendsünden, Oper, deutsches Liedgut oder so ... ist aber nicht, ich stehe zu allen Songs. Ich hab inzwischen die Compilation im Zusammenhang angehört und muss sagen, es funktioniert. Ich hatte über eine Stunde Spass. Zwar sind nur die wenigsten Songs shake baby shake tauglich, aber das war ja nicht die Absicht. Das einzige, auf was ich wirklich verzichten könnte ist das "As tears go by" von den Rolling Stones. Das war wohl ein Fehlgriff der Stones selbst auf ihrem Konzert. Kein einziger Neil Young Titel ist drauf, aber das liegt daran, dass alle Neil Scheiben im Regal Nr. 8 stehen und das hat niemand gewählt. So und nun ist die Lotterie geschlossen. "Nichts geht mehr" oder "Cordon bleu", wie der Franzose sagt ;-). Ich brenne jetzt 16 CDs für alle Teilnehmer und schicke sie in den nächsten Tagen zu. Danke an alle, die mitgemacht haben. Ich würd mich über "comments" sehr freuen. (Peter HARD_to_HANDLE)

Freitag, 12. Oktober 2007

The King Of Rock`n´Soul
Solomon Burke

Wo wir gestern das wundervolle Video von Solomon Burke hatten, fiel mir das Buch Sweet Soul Music von Peter Guralnick wieder ein. Dort gibt es zirka 20 Seiten über Solomon Burke zu lesen, voller schräger Geschichten (zB wie er und seine Band vor 30.000 Ku-Klux-Klannern spielten) oder die, wie er im Vorprogramm von James Brown auftrat. Oder nicht auftrat - aber lest selbst.

Die englischen Sätze sind Originalzitate aus dem Buch, das deutsche fasst einiges zusammen, wäre sonst zu lang geworden. Here it goes:

1964 wurde Solomon Burke vom Radio DJ Rockin' Robin (WEBB) zum King Of Rock`n´Soul gekrönt. Ein Titel, den Solomon ernst nahm, sodaß er fortan mit Krone und Robe auftrat. Ein paar Jahre später meinte James Brown, er wäre eigentlich der King Of Soul und engagierte Solomon für das Vorgrogramm...

Now he hired me to perform with him one time in Chicago. And he paid me $ 10.000 for one night, great date... and when we got there, we found out he didn't even want the band to work, his band was going to play. So I said `Great!´cause he had a bigger band. I was only carrying seven or eight pieces at the time, and he had a big sixteen-piece orchestra. So I said `Fantastic. No problem´.

Dann fragten James' Leute Solomon, ob er seinen roten Teppich, die Robe und die Krone parat hätte, jawoll, hätte er. Gut, dann wäre er in 5 Minuten dran. Dann verlangte Solomon erstmal sein Geld. Nein, er würde nachher bezahlt. Dann würde er nicht auftreten...

So it goes back and forth, it was not for real. The next thing I know James comes over with all the money and threw it on the table and says`, `I got your money, I got your money, you just be out there. I'm gonna show you something tonight."

`Ladies and gentlemen´- a big fat guy - `the man you've all been waiting for...´- and they rolled my carpet out. And I say, `Sounds like they gonna introduce me just like they do James.´And I'm standing in the wings, you know, with my robe and my crown on. `James -dadedade- Brown, the new King of Soul!´ And James came on with his cape, dancing on the carpet. That was funny, man. He says, `Your job, just watch me. Watch the real king.´ And they kept trying to tell me, `Mr. Brown wants you to go out now and take your crown off and put it on him.´ I say, `Man, you´re crazy! Y'all are crazy!"

They would not let me go on. He did the whole show, and the people holler `Solomon! Solomon! Solomon!´, and he says, `Solomon Burke cannot perform because he's been decrowned!´

I never did find out what `decrowned´ meant. But it was, as I say, very amusing, and the one thing I said to James after that, I said, `James, I want to tell you something. I enjoyed watching you perform. Really great. If you got another little job for us to do tomorrow night, we'll do it. And for only $ 8.000.´

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Statt Karten!

Aus persönlichen Gründen läuft das im Augenblick nicht so richtig rund hier. Wird aber wieder. In der Zwischenzeit nehmt das hier - ein großer Songs eines großen Mannes von einem großen Album. -R-man