Dienstag, 9. August 2011


The Shaolin Afronauts - Flight Of The Ancients

Australien ist das neue Äthiopien. Oder Nigeria. Will sagen: diese Truppe aus Down Under spielt die feinste, schwitzigste, groovendste Afro-Jazz-Funk-Fusion seit Fela Kuti und Mulatu Astatke. Die Namen der beiden AfroBeat- und -Jazz-Großmeister habe ich geradewegs aus dem Promo-Info importiert, sie sind zur Beschreibung des Sounds von „Flight Of The Ancients“ aber unverzichtbar.
Wobei man auch Bembeya Jazz National oder Manu Dibango hätte bemühen können.

Jedenfalls spielen The Shaolin Afronauts wie einst in den frühen Siebzigern: groove-betont, brass-lastig-jazzig (aber auch mal folky mit Flöte), vor allem aber endlos hypnotisch, fiebrig-treibend und extrem tanzbar. Ganz ohne Vocals und nicht zu glatt produziert, gefallen mir die psychedelischen Gitarren allerdings noch besser als die fetten Bläser. Der eine oder andere Tune ist mir zwar ein wenig zu jazzig-verdaddelt, das Album bietet aber mindestens drei absolute Killer-Nummern („Kilimanjaro“, „Shira“) in Sachen messerscharfem Afro-Funk. Hier hört man auch die reine Man-Power der vielköpfigen Truppe, wobei die beiden Gitarristen wirklich durchgehend grandios sind.

(Whirlyjoe)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schaut mal hier rein: http://www.dubvendor.co.uk/
Der Dub Specialist aus London ist gerade nocheinmal davongekommen...
Siehe auch Spiegel online story von heute.
Cheers, An-Dréad

Whirlyjoe hat gesagt…

wow. das ging ja gerade noch mal gut. crispin von den penetrators berichtet im facebook auch von der front, die direkt vor seinem gitarrenladen verläuft...

Tick, Trick und Track hat gesagt…

crispin ist sauer, die anderen die ich kenne auch. teilweise sehr sauer. Liam hatja in Hackney sein neues Cafe eröffnet, der zittert auch.

am härtsten drauf ist allerdings mein facebook freund Keb Darge, alter Funk-DJ und Karate-King (schwarzer Gürtel oder so). Der geht richtig ab. Eingangs meinte er, man solle doch ein paar hundert von denen erschiessen, dann würden die anderen schon von alleine aufhören. den Österreicher, der in den 40er Jahren für unruhe gesorgt hat, hat er auch auch ins Spiel gebracht. Seine Wall ist öffentlich, interesting reading.