Sonntag, 9. Dezember 2007

shakeTIGERshake!

Wie cool ist eigentlich der „Tiger“ Tom Jones? shake baby shake propagierte den kantigen Waliser ja neulich schon mit seiner einzigartigen „Ain’t No Sunshine“-Version, aber sonst? „Delilah“? „Green Green Grass Of Home“? Lebenslänglich in Las Vegas vor älteren Damen auftreten? In den letzten Jahren zog sich Tom Jones ja am eigenen Schopf aus diesem Karriere-Sumpf: geschickte Kollaborationen und Cover-Versionen, sowie das „Sexbomb“-Fieber machten den Senior plötzlich wieder credible. Was aber lässt sich aus seinem sehr heterogenen Oeuvre der Stadtkrug-Massive verkaufen? Chrispop und ich (Whirly) warfen jedenfalls unsere Hüte in den Ring, um euch das Beste von Tom Jones zu präsentieren und alles Wesentliche zu erklären.

Vorab stellten wir folgende Regeln auf: keine kitschigen Schnulzen und kein Spätwerk, sondern nur der echte Stoff, als TJ noch richtig knackig war. Momentan arbeite ich mich auch durch eine fette Tom Jones-Biografie, will aber dann doch lieber nicht mit Fakten und Anekdoten aus seinem Leben langweilen. Nur so viel: er liebte Elvis und Jerry Lee Lewis und hasste die Beatles, vor allem Lennon. Viel mehr interessiert uns doch, wie die jungen Leute heute im Club auf gezielt eingestreute Tom Jones-Klassiker reagieren - erzähl doch mal aus der Paderborner Praxis, Chrispop: verfallen die jungen Erstsemesterinnen noch immer Toms Charme und Sex-Appeal?

Chrispop:
Klare Antwort: unterschiedlich. "It's Not Unusual" funktioniert auf die gleiche Masche wie "These Boots Are Made For Walking", "I Want You Back" oder "Son Of A Preacherman", x-tausend mal gehörte Songs, die sich aber weder so richtig totnudeln lassen noch irgendwer komplett scheiße finden kann. Grad letzte Woche auf der angeblich größten Uniparty NRWs in Paderborn: dreckiger Funk geht gar nicht, Wilson Pickett, Sam & Dave und Co werden unfreundlichst ignoriert, bei der zweiten Runde Ska & Skinhead-Reggae hüpfen wenigstens ein paar besoffene Punks (yep, zumindest in Paderboring gibts die noch) lustlos auf der Tanzfläche herum, kaum leg ich "It's Not Unusual" auf, feiert die Meute wie verrückt. Auf der anderen Seite dann unbekanntere Albumtracks wie "Right Place Wrong Time" und B-Seiten wie "Looking Out Of My Window" (das zumindest seit einigen Jahren bei der Neomod/Psych-Fraktion hoch im Kurs steht), die großartig sind, um bei selbsternannten Genrekennern für Verwirrung zu sorgen. Bei etwas offenerem Publikum als ner Uniparty ziehen solche Sachen aber definitiv. Ich bin mir aber echt nicht sicher, ob das an des 'Tigers Sex-Appeal liegt, oder am dick auf die Tanzfläche produzierten, groovig/soulful/beinahe amerikanischen Sound, der sich ja gern mal bei Stax, Motown und Konsorten bedient... Apropos: ist TJ eigentlich noch Pop oder schon (zumindest Blue-eyed-) Soul?

Whirlyjoe:
Der Tiger liegt quer zu allen Genres, würde ich sagen. Blue-eyed Soul, verwässerter Rock’n’Roll und mondäner Showband-Sound halten sich die Waage. Als Zeitgenosse von Stones und Beatles war er aber immer ganz alte Schule mit ziemlich gesetztem Publikum. Insgesamt ist das trotzdem Pop, auch wenn die Schlager-Schublade schon halb offen steht. Entscheidend ist für mich seine Songauswahl, da wildert er oft genug bei ziemlich coolen Leuten (Dr. John, Tony Joe White, Wilson Pickett, Bill Withers). Und diese Oldschool-Big Band-Sounds mit fetten Bläsern klingen einfach super, bis heute. Aber wie ist das nun mit seiner Stimme und dieser doch sehr speziellen Art des Singens? Blue-eyed-Soul oder Heldentenor?

Chrispop:
Soul. Definitiv. Auf jeden Fall (wenn man ihn denn gelassen hat) dreckiger, roariger und schwitziger als die oft missglückten Versuche anderer Weißbrotzeitgenossen. Man höre sich nur die Liveversion von "Land of 1000 Dances" an, die Screams haben ja schon fast Wilson Pickett Niveau... Da wundert es mich in der Rückschau kaum, dass da die Schlüpper kiloweise flogen. Auf Platte ist das Ganze zwangsläufig etwas zurückgenommen, polierter. Aber wir reden hier ja auch von einem Land und einer Zeit, in der Studiotechniker noch weiße Kittel trugen und regelmäßig Teepause machten. Auf B-Seiten durfte er dann den Tiger trotzdem mal loslassen. "Looking..." muss ich hier schon wieder anführen, da liegt eine Wildheit und raunchy Spannung in der Luft, das hätten Soulheroen auf der anderen Seite des Teiches auch nicht besser hinbekommen. Auf Balladen, Midtempogeseier und Mainstreamanwanzversuche will ich hier mal nicht eingehen, da tönt’s ja leider schnell mal Richtung Engelbert Humperdick und Konsorten.

Whirlyjoe:
Mit Engelbert war TJ auch via Management freundlich verbunden, es gibt da ein schönes Foto, wie alle mit ihren nagelneuen Rolls Royces protzen. Und auch mit Elvis war er in späteren Jahren richtig befreundet, die beiden hingen in den 70ern gerne zusammen in Las Vegas ab, der King soll sich auch einiges von Toms Bühnenshow abgeschaut haben. Dafür äußerte er sich auch sehr wohlwollend zu Toms Sangeskünsten: „Tom ist der einzige Mann, der annähernd an meinen Gesangsstil rangekommen ist. Er hat einfach Sex in der Stimme.“

Und: checkt mal dieses Video, der Mann tanzt wirklich wie Hölle.

Chrispop, jetzt mal zu unserer Songliste, bevor wir hier die Seite endlos zutexten – zeig uns mal, was Laie und Fachmann in der Plattenkiste brauchen – vielleicht lässt sich daraus ja auch eine schöne kompakte CD mit allem Wichtigen basteln?

Here you are:
shakeTIGERshake – The Funk & Soul Of Tom Jones
1. Turn On Your Love Light (2:07)
2. Chills And Fever (2:53)
3. See Saw (2:55)
4. Stop Breaking My Heart (2:28)
5. Looking Out Of My Window (2:21)
6. The Lonely One (2:37)
7. I Can't Turn Loose (2:11)
8. Once Upon A Time (2:12)
9. Keep On Runnin' (2:52)
10. Hard To Handle (2:42)
11. Witch Queen Of New Orleans (2:36)
12. Polk Salad Annie (3:50)
13. Right Place Wrong Time (5:37)
14. Venus (2:44)
15. Bama Lama Bama Loo (1:35)
16. It's Not Unusual (2:34)
17. Twist And Shout (6:33)
18. BONUS - Dealing With Women (4:03)

Chrispop & Whirlyjoe

Die shakeTIGERshake CD gibt es hier für einen kleinen Unkostenbeitrag. Für Gläubige und Ungläubige wurde ein kleiner Teaser mit folgenden Tracks bereit gestellt:
1. Tom Jones - Turn On Your Love Light (2:07) (eins von der cd)
2. Tom Jones - Not Responsible (2:11) (northernesker knaller)
3. Tom Jones - Lodi (2:58) (etwas cheesy, aber soulfull)
4. Tom Jones - I Got Your Number (3:27) (bigbandfunkzeugs)

PS: Lieber WhirlyChris, mit diesem Beitrag habt ihr euch für immer einen Platz im großen shake baby shake-Herzen gesichert. Danke auch an Chrispop für das stilsichere und großartige Cover (siehe oben). -R-man

Samstag, 8. Dezember 2007

Shake Glöckchen Shake
Ein Weihnachts-Mix


Als R-man vor geraumer Zeit schrieb, es gäbe demnächst eventuell ein Spoonful-Special, fragte ich ihn ungläubig, ob er etwa ein Weihnachts-Special planen würde? (Angedacht war natürlich das Beatles-Special; aber das ist eine andere Geschichte.)

Weihnachtslieder, die irgendwie den Spoonful-Vibe haben, gibt es ja nun eher selten; aber solche, die zumindest unter dem shake baby shake-Dach Zuflucht finden können, müsste es doch geben. Irgendwann bot ich R-man also an mir mal ein paar Gedanken in dieser Richtung zu machen. Damals ahnte ich noch nicht, durch wie viel musikalische Grütze man sich da hören muss ,um eine halbwegs gefüllte CD zusammen zu bekommen. Gottseidank fand sich Whirlyjoe alsbald bereit, mir da ein wenig unter die Arme zu greifen. Meine (eher schräge) erste „Beta-Version“ stieß bei ihm allerdings auf recht wenig Gegenliebe; wir einigten uns dann aber schnell auf eine ausgewogene Mischung von eher traditionellen Versionen, „modernen“ Interpretationen alter Klassiker und ein paar coolen Songs, die einfach nur Weihnachten thematisieren.

So finden sich nun Frank Sinatra, James Brown, die Temptations, Brenda Lee, Johnny Cash, die Barenaked Ladies, Elvis, die Beach Boys und viele mehr auf diesem Mix. Alles völlig familientauglich und in Gänze durchhörbar.

Das Sahnehäubchen auf diesem Mix ist das grandiose CD-Cover unseres lieben Chrispops, welches zwar zuerst an Weihnachtslieder aus dem Deathmetal-Lager denken lässt und vielleicht zu einigen Irritationen führt aber von allen Beteiligten einhellig begeistert aufgenommen wurde!
Ob man jetzt unbedingt eine oder gar mehrere Weihnachts-CDs haben muss bleibt dahingestellt. Ich kenne Leute, die sich standhaft weigern sich so etwas anzuhören. Eine dauerhafte Beschallung mit Weihnachtsmusik kann zwar zu fortschreitender Gehirnerweichung führen jedoch wohldosiert, zum richtigen Zeitpunkt und wohlwollend vorsortiert ist das durchaus gut zu ertragen. Und letztendlich ist dies die beste Weihnachts-CD geworden, die ich kenne! (und inzwischen kenne ich eine ganze Menge)

Enjoy!
K-Nut

Anbei findet sich noch ein Weihnachtslied, das es nicht auf die CD geschafft hat, für unsere Freunde „der besten Band der Welt“. Und falls jemand jetzt sagt: „Da hätte ich doch auch noch was tolles gehabt“ – bei entsprechender Resonanz und coolen Vorschlägen: nur zu! Die Comments sind, wie immer, geöffnet.

…und wer weiß, Volume 2 schon 2008? Heino, wie steht’s?

Freitag, 7. Dezember 2007

Zeit für ein Fazit
shake baby shake
wurde 2 Jahre alt

1. Dezember - 2. Geburtstag. Sooo, die Köpfe werden langsam wieder klarer, das Klingeln in den Ohren lässt auch nach. Eigentlich wollte ich ja den lieben Peter Felkel wie beim letzten Mal zu einem persönlichen Bericht der Ereignisse am Wochenende überreden, der macht aber auch nach drei Tagen keinen Mucks. Möglicherweise steht er noch immer im Stadtkrug neben den Decks und keiner hat ihm gesagt, dass die Party zu Ende ist. Ja, der Mann ruht in sich wie ein Buddha. Peter hätte auch schon vom Freitag berichten können, als er mit R-Man und den Sheehys beherzt vorgeglüht hat - so bleibt es bei kolportierten Anekdoten u.a. über Frisiertechniken für den Herrn mit dem breiten Scheitel.

Wir Stuttgarter starteten Samstag zur Mittagszeit und waren endlich mal ohne Verkehrsbehinderungen in Rekordzeit in Beverungen: Peter Hard_to_Handle als Steuermann, Fat Freddie, (Black) Betti und ich. Schnell in der sehr empfehlenswerten Pension Schübeler eingecheckt (OBS-Freunde: an Pfingsten selbstredend komplett ausgebucht) und gegenüber eine Ronny-Spezial-Pizza eingeworfen, K-Nut aus Köln stieß flott dazu. Dann am frühen Abend in den Stadtkrug, wo die schwäbisch-rheinische Delegation vom gut aufgelegten (das wollte ich ja unbedingt schreiben!) R-Man gleich an die große Tafel der Glitterhouse-Weihnachtsfeier gebeten wurde. Das nenne ich mal Gastfreundschaft.

Große und herzliche Hallos dann in rascher Folge: die SBS-Residents Axel und Ingolf, Peter F., Wirt Lollo, die Sheehy-Brüder, Rembert (den in Beverungen garantiert jeder kennt), später dann auch die gute Seele Jay-Bee, die endlich auf ihre Seelenschwester Fat Freddie traf. Fatty wurde den in sie gesetzten Hoffnungen auch voll gerecht: entfesselt beim Tanzen, auch ihrem Namen machte sie alle Ehre: ohne Mühe brachte sie ihr Hotelbett zum Einstürzen, das mittlerweile wohl beim Sperrmüll steht. Dann Chrispop (von dem noch die Rede sein wird) und Kristin, die leider nur ganz kurz am Plattenspieler stand - du musst nächstes mal mutiger sein, Mädchen!
Nach und nach tröpfelten die Gäste von nah und fern ein, manches Gesicht sah man zum ersten Mal: natürlich Busch-Man, den sanften Riesen mit dem Werder Bremen-Trikot, mit dem man nicht nur ein Bier trinken kann. Der Mann spendet Wärme, sag ich euch. Andre aus Berlin, ein stiller Genießer, Mr. Lovejoy aus Hagen (den bislang ja nur ich kannte) und all die anderen, mit denen ich im Trubel leider zu wenig geredet habe.
Ach ja, Musik gab es auch. Vor dem Sheehy-Set angenehmes Geplänkel an den Decks in entspannter Atmosphäre und wechselnden Besetzungen, der Live-Auftritt der beiden Briten auf Remberts installierter Bühne fiel dann sehr intensiv aus - in rotes Licht getaucht wurde tief in die Blues/Folk/Gospel-Kiste gegriffen, stimmungsmäßig irgendwo zwischen Gun Club und 16 Horsepower (sag ich jetzt mal spontan).

Es ging dann wohl gegen Mitternacht, als ich mit R-Man die nächsten Scheiben drehte. Der Chef war diesmal nur recht kurz dabei (er muss ja heftigst repräsentieren - am liebsten in Thekennähe), dafür Chrispop umso mehr. Und der Bursche ist ein Ereignis: jung an Jahren und reich an DJ-Erfahrung, den Profi an den Decks erkennt man sofort. Mit unbändigem Enthusiasmus freut er sich über jede einzelne Scheibe die gespielt wird und gibt auch als mitreißender Animateur eine gute Figur ab. Wo ich doch armerudernde DJs ansonsten gar nicht leiden kann. Und endlich mal jemand, der uns AH-DJs die Funktion der vielen kleinen Knöpfe an der Technik demonstrieren konnte. Freue mich schon auf eine Fortsetzung an den Decks, Junge!
Es folgte das DJ-Set von Michael Sheehy und Patrick Mc Carthy - wie zuletzt ungebremst und ungehemmt durch alle Stile pflügend, ohne größere Rücksicht auf Tanzbarkeit und Funkiness. Insgesamt eine nahtlose Fortsetzung ihres furiosen Debüts von Pfingsten. Und die Jungs sind einfach sagenhaft cool, da kriegt man auch optisch was geboten. Mutig dann Axel, der die beiden trinkfesten Briten sanft aber bestimmt hinter den Decks vertrieb, um dem Volk zu geben, wonach es verlangte: nämlich den Funk. Das tat er ausgesprochen souverän und auch zum richtigen Zeitpunkt. Denn jetzt gab es kein Halten mehr: Jay-Bee und Fat Freddie gaben alles, mittendrin auch Lovejoy und Hard_To_Handle (der Mann setzt zum tanzen immer die Brille ab - und er weiß, warum). Die Mehrzahl der Tanzenden war erfreulicherweise jung und weiblich, was der Veranstaltung wieder einen angenehm generationenübergreifenden Vibe verpasste.
Jetzt wurde in rasantem Wechsel Ping-Pong aufgelegt: K-Nut (der Mann mit dem trockensten Humor und der fettesten Selection) mit Ingolf, der neben Chrispop ganz eindeutig der jüngste hinter der DJ-Theke war. Ob als DJ oder Tänzer im Kreis junger Damen: der Mann ist ein Energiebündel und hat den Funk. Peter Felkel schwebte den ganzen Abend zehn Zentimeter über dem Boden, wollte vor lauter Entspanntheit dann aber doch nicht auflegen, um kurz vor fünf schließlich doch noch einen Song einzuwerfen, der mich nach meiner Kontroverse mit dem R-Man doch sehr gefreut hat: Iggys Passenger - und natürlich haben alle getanzt. Sehr erfreulich finde ich übrigens auch, dass zwar wirklich gut gesoffen wurde, man aber so gut wie keine alkoholbedingten Ausfälle erleben musste - sehen wir mal von Michael Sheehy ab, der aber selbst in relativ willenlosem Zustand noch cooler als die anderen ist.

Stilistisch war der Abend erwartet kontrastreich: nicht nur spoonful-erdig, sondern gerne auch richtig funky. Chrispop mischte rare Udo Jürgens- und Howard Carpendale-B-Seiten in den Mix, ohne dass es peinlich wurde, bei R-Mans unvermeidlicher Boney M.-Version von In-A-Gadda-Da-Vida bin ich mir allerdings nicht ganz so sicher. Um halb sechs packte ich meine Singles zusammen und übergab den freien DJ-Platz an den spät eingetroffenen Fruity Mulati, der mit seiner einen Clash-CD wahrscheinlich noch stundenlang den Krug gerockt hat. Wer da noch dabei war: bitte unter Comments melden und berichten.
Mein ergreifendster Moment des Abends: zu später Stunde drängt sich R-Man mit all seinem gottgegebenen Gewicht in dem Mix, wo ich doch gerade meinen Lieblingssong „Ain’t No Mountain High Enough“ von Marvin und Tammi starten wollte - um dann aus seinen ca. hundert mitgebrachten CDs exakt „Ain’t No Mountain High Enough“ zu spielen. Wir sind also doch Soul Brothers. Es gab aber auch peinliche Szenen: hörte ich in Gegenwart von K-Nut bei einem Dylan-Song doch ungelogen Amy Winehouse heraus. Da will man echt im Boden versinken.

Alles in allem ein unvergesslicher Abend unter den denkbar nettesten, interessantesten und geschmackssichersten Menschen der Welt, umsorgt von einem ebenso gutgelaunten wie professionellen und vor allem superlieben Theken-Team (Eva, Barbara, Lollo und die anderen: vielen vielen Dank!) Thanks & Respect vor allem aber dem großen R-Man, zweifellos ein Mann von Welt. Die angefallene Bierrechnung wollte ich jedenfalls nicht bezahlen müssen…

Die tollen Bilder hat übrigens K-Nut gemacht. (Whirlyjoe)


PS: Dem kann ich mich nur anschließen. Danke dafür mein Bester! (R-man)

Zu den Pics:
Ganz oben: Michael J Sheehy und Patrick McCarthy auf der Stadtkrug Bühne.
2. von oben: Ein eher skeptisch drein schauender Chrispop (auf den anderen Fotos swingt er durchweg) im Vordergrund und R-man im Hintergrund das baby shakend.
3. von oben: Whirlyjoe (ganz links im gelben T) wie gewohnt die Fäden von hinten in der Hand haltend. Daneben Patrick in seinem Element. Im pinken Shirt seht ihr shake baby shake Resident Axel, hier noch den Freund mimend, später wollte er die beiden Schwarzkittel rausschmeissen. Und Freund Michael ganz rechts.
4. von oben: shake baby shake Resident Ingolf (vorne) und der gute K-Nut beim Ping Pong.
Unten: Der Stadtkrug wie in die DJs sehen bzw. sahen.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Die Franzosen...

...von Alain Finkielkrautrock haben mal wieder einen Mix gepostet, den mein Freund Barti mir wärmstens ans Herz gelegt hat und der dem Tracklisting nach bunt durch viele Stile wildert. Wenn Sie mal hier schauen wollen, vielleicht trifft der Hippie Not Hippie-Mix ja euren Geschmack.

Morgen folgt dann das shake baby shake Geburtstagsfazit von Whirlyjoe. Am Samstag kommt K-Nut mit seinem shake glöckchen shake Beitrag zu Worte und wenn Chrispop die Zeit findest, folgt am Sonntag shake tiger shake - The Funk & Soul Of Tom Jones.

Also dranbleiben, es lohnt sich.

Und schließen möchte ich mit einem Satz aus der gestrigen E-Mail von Patrick: "I will get on the case with SPOONFUL London and groove this city!" (R-man)

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Wanted by R-man!
Johnny Otis/
Snatch & The Poontangs

Damals habe ich das Ding stehen lassen, wahrscheinlich wegen des dämlichen Covers. Heute würde ich sonst was geben für diese CD, die Ace Records vor ein paar Jahren veröffentlichte. Dabei handelt es sich um das Cold Shot Album der Johnny Otis Show und For Adults Only! von Snatch & The Poontangs. 2-on-1 sozusagen. Und mittlerweile schon wieder vom Markt verschwunden.

Eine CD-Kopie würde es erstmal tun. Ich würde mich auch erkenntlich zeigen. (R-man)
The coolest guys on the planet...

In der Hoffnung, daß noch jemand anderes (Peter? Whirly?) ein Fazit des 2. shake baby shake Geburtstags schreibt, wollte ich nur noch einmal mehr oder weniger spontan meine zwei neuen Lieblingsfreunde mit Lob überschütten: Michael und Patrick McCarthy nämlich, deren zwei Tage Aufenthalt in Beverungen noch so richtig nachhallt.

In den knapp 25 Jahren, in denen ich nun mit Künstlern und Bands arbeite, sind mir viele nette Leute untergekommen, einige waren großartig und ein paar sind über die Jahre echte Freunde geworden. Letzteres haben die Brüder innerhalb von ein paar Monaten geschafft. Absolut großartige Typen, Herz und Seele auf dem richtigen Fleck, für Iren nicht trinkfest genug, aber trotzdem immer für das nächste Bier (und einen Jägermeister zwischendurch) zu begeistern.

Ihr Liveauftritt war erste Sahne und ihre Zeit hinter den Decks beschwor die gigantische Nacht beim letzten OBS wieder herauf. Mit welchem Enthusiasmus die am Werk waren... Ich habe das mehr als genossen. Zudem hat Patrick drei prall gefüllte CDs hier gelassen mit geilem Stoff, mir fast alles unbekannt. Hier wird der Spoonful Vibe noch einmal neu definiert.

Nachdem die Band im Januar hier getourt hat, wird die monatliche Spoonful Nacht in London festgezurrt!!! Ich brauchte das Thema nur kurz anzureissen, schon waren die beiden Feuer und Flamme. Erste Gespräche wegen eines geeigneten Venues laufen bereits und es ist großartig zu sehen, wie begeisterungsfähig die beiden sind. Das ganze soll in etwa wie Gaz's Rockin' Blues ablaufen, also durchweg mit einer Band, sonst Musik vom Plattenteller. Es wurde auch direkt darüber gesprochen, so etwas wie eine Hausband zu gründen. Kein Witz, sondern Tatsache!!!!

Möglicherweise werde ich das Beste der drei Patrick Discs zu einer neuen Spoonful-Folge einschmelzen, aber da ich im Augenblick nicht wirklich viel Zeit habe, hier erstmal ein Vorgeschmack. (R-man)

Snatch & The Poontangs - Stack-O-Lee

Dienstag, 4. Dezember 2007

Keep The Movies Groovin’:
Another Day In Paradise

In Sachen shake baby shake-kompatibler Filmmusik geht es diesmal um Larry Clarks 1997 etwas untergegangenes Gangster/Junkie-Drama Another Day In Paradise, das er zwei Jahre nach dem Erfolg von „Kids“ mit etwas größerem Budget und dem (koproduzierenden) Hauptdarsteller James Woods realisieren konnte. Woods firmiert übrigens auch als „Executive Producer“ des Soundtrack-Albums und scheint überhaupt mit großer Leidenschaft bei der Sache zu sein – vor und hinter den Kulissen.

Der Film handelt von einem jungen Paar auf der schiefen Bahn zwischen Drogen und Verbrechen (Vincent Kartheiser und Natalie Woods Tochter Natasha Gregson Wagner), die auf die Outcats James Woods und Melanie Griffith (der man die alternde Junkie-Braut mal gar nicht abnimmt) treffen, wobei es zu Ansätzen familiärer Strukturen kommt, die in der Folge eskalierender Gewalt am Ende aber wieder zerstört werden.

Als Film durchaus gelungen, angenehm trashig und recht blutig, wobei vor allem Woods als charmanter Fiesling mit Bierbauch überzeugen kann. Clark pflegt seine immer etwas selbstverliebten kleinen Eigenheiten (Junkie-Chic und Knarren-Fetischismus), das Ganze hat den Charme eines künstlerisch ambitionierten B-Movies.

Vor allem hat Another Day In Paradise aber einen ebenso überraschenden wie großartigen Soundtrack zu bieten, nämlich eine sehr lässige Sammlung coolster Soul- und Funk-Nummern mit fettem Southern Flavour. Ansonsten hat Clark ja meistens derben Hardcore, Metal oder Skate Punk als Untermalung seiner jugendliche Subkulturen beobachtenden Filme zu bieten, hier ist die Stimmung aber ganz anders. Woods nimmt man seinen Enthusiasmus für den Soul der 70er voll und ganz ab, als krönender Beweis dient die Szene in einem Club, wo der leibhaftige Clarence Carter auf der Bühne steht und „Looking For A Fox“ singt.

Auf dem Soundtrack ist Carter noch mit einer weiteren Nummer dabei, ansonsten dominieren klassische 60s und 70s-Tunes, erweitert um einige sehr gute neuere Soul-Acts wie Chocolate Genius und Ex-Brand New Heavies Sängerin N’Dea Davenport – hier covert sie gekonnt Dylans „One More Cup Of Coffee“. Bob Dylan ist mit „Every Grain Of Sand“ aus dramaturgischen Gründen auch dabei, ansonsten gibt es hier aber wie gesagt nur Funk und Soul von Otis Redding („Hard To Handle“ - schon wieder…), Soul Clan, Sam Moore, Soul Bros.

Die Highlights: Allen Toussaints „Soul Sister“, „Boogaloo Down Broadway“ von The Fantastic Johnny C. und eben “Looking For A Fox” von Clarence Carter. Der Film ist sicher nicht jedermanns Geschmack, der Soundtrack ist aber definitiv sbs-kompatibel, ja sogar die Spoonful-Detektoren schlagen schon bei der ersten Nummer an. (Whirlyjoe)

Montag, 3. Dezember 2007

A Monday Morning Tune
Hardkandy
Dizzy Dumb

Da das großartige Wochenende heute in körperlicher Schwäche nachhallt, nur eine kurze Meldung aus dem sbs-HQ. Am Samstags-Fazit wird noch gearbeitet, folgt aber diese Woche.

Bei Dizzy Dumb handelt es sich um einen Track des Last To Leave Albums von Hardkandy. 2006 erschienen, schrieb shake baby shake Resident Ingolf wie Folgt: „Das Hardkandy Album ist ein mit soviel Liebe, Können und Kompetenz geschaffenes Album, das muss einfach nochmal mit Nachdruck gesagt werden. Dieses Songalbum, das seine Kraft aus Soul und Funk, aus Reggae und Rock, aus Folk und Blues, zieht, das aber in jedem seiner 10 Songs völlig zweitrangig macht, zu welchem Stil das nun zählt, ist, schlicht ein Ausnahme-Album, seine Macher sind, vielleicht nur dieses eine Mal - dafür aber richtig - von der Muse geküsst worden.“

Und das ist auf den Punkt. Absolut kein Ausfall und eine untergegangene Perle. (R-man)

Samstag, 1. Dezember 2007

Schädel!

Hat etwas gedauert, bis ich hier in den Blogger reinkam. Deshalb in aller Kürze: gestern schon mal ordentlich vorgeglüht. Um 18 Uhr habe ich Michael Sheehy und Patrick McCarthy in Dortmund von der Airport Bar losgeeist , nur um nachher im Stadtkrug zu versacken. Dazu lief der Spoonful Soundtrack.

Die Jungs sind absolut großartig, wir haben schwerst gelacht und jede Menge wilde Stories erzählt. Die monatliche Spoonful Nacht in London ist so gut wie in trockenen Tüchern. Die beiden sind heiß. Patrick hat drei grandiose Mix-CDs mitgebracht, die morgen früh in meinen Besitz übergehen. Wäre ich noch etwas länger geblieben, hätte Michael glaube ich um meine Hand angehalten. Der wurde von Stunde zu Stunde kuscheliger.

Rembert hat eine tolle Bühne in den Stadtkrug gezaubert. Gegegn 15 Uhr wird der Rest aufgebaut. Wir freuen uns auf euch... (R-man)

Freitag, 30. November 2007

Spoonful # 9
South Side Of Soul Street


Auf dem vorliegenden 9. Volumen unserer kleinen Spoonful Serie begrüßen wir mit Heino einen Neuling im erlauchten Kreis, der sich wegen diverser erstklassiger Mix-CDs die Berufung mehr als verdient hat. Mit Chrispop, K-nut und Whirlyjoe sind zudem altbekannte Kräfte am Werk, deren kundiges Compilieren schon wegen ihrer Teilnahme am 6-CD-Box-Set aus dem Spoonful-Kosmos nicht mehr wegzudenken ist. Auch hier beweisen sie mit jedem Song, dass sie den Spoonful Vibe verinnerlicht haben.

Es ist an der Zeit, über eine (un)regelmässige Clubnacht nachzudenken. Am besten in London im St. Moritz Club, einem absolut genialen Kellerloch in der Wardour Street (NW1, das Zentrum), in den Gaz Mayall jeden Donnerstag sein Gaz’s Rockin’ Blues abhält. Niedrige Decken, total verwinkelt und schwer angeranzt, mit je einem WC pro Geschlecht. Als erstes habe ich mal den Notausgang gesucht, weil ich dachte, wenn es brennt, dann sind wir alle hin. Die Sheehy-Brüder sind vor Ort und von uns fliegen jeden Monat zwei Spoonful-Compilatoren hin. Hört sich gut an, oder? Bevor das aber in die Tat umgesetzt wird, wünsche ich erstmal viel Spass mit Spoonful Vol. 9. (R-man)

PS: Traycard zum lesen des Tracklisting per Doppelklick vergrößern.
#9

Spoonful
#10/The Truth About Me

Volume 10 wurde von zwei alten Spoonful Kämpen und zwei Frischlingen kompiliert. Spoonful Veteran K-Nut hat mit seinen 20 Minuten wie gewohnt die ganze Bandbreite von Kaputt-Country über Soul bis zum Funk abgedeckt. Nach Vol. 8 ist Heino ein zweites Mal dabei und liefert einige minimale Blues-Groover, R’n’Billy-Klassiker und Soul-Juwelen. DJane Kristin ist voll im vintage Modus mit Blue Beat, Ska, einigen Rhythm`n´Blues-Schwenkern und gibt sich hinten raus leicht groovy und angefunkt. Dazu habe ich zur Abrundung einige uptempo Kracher aus meinem Archiv geholt. Ganz besonders stolz bin ich auf die Edgar Broughton Band (gestern noch als 7“ geschossen), da bekommt ihr zwei Songs für den Preis von einem, den ewig unterschätzten Ike Turner und den finalen Elvis Monolog – „sometimes I get lonesome right in the middle of a crowd“. Und die Geschichte von seinem ersten Auto ist schier unschlagbar. Dig it! –R-man
#10

Donnerstag, 29. November 2007


shake baby shake
Der Countdown läuft...

Bin ein wenig im prä-shake baby shake-Stress und aufgeregt wie ein Konfirmand (dabei bin ich katholisch). Vor lauter CD-Zusammenbastelei komme ich nicht dazu, ordentliche Posts zu machen.

Deshalb noch einmal einen kurzen Hinweis auf den shake baby shake Geburtstag am nächsten Samstag. Das sieht ja doch alles ganz gut aus. Immer mehr Gäste aus dem In- und Ausland haben sich angesagt und ich denke, wenn wir mit dem Alkohol etwas vorsichtig umgehen (gell K-Nut?), dann könnte es eine tierische Sause werden.

Seinen gefühlten 1000 Fans sei gesagt, das Jung-DJ Fruity Mulati erst am Sonntag morgen gegen 2 Uhr eintreffen wird. Bis dahin werden wir versuchen, die Stimmung einigermassen zu halten. Dann hat er die Band Boy Omega im Schlepptau, die vor Ort ihren Tourabschluß feiern werden. Die Skandinavier werden dann sicher die Schnaps-Vorräte des Stadtkrugs plündern.

Die Brüder Sheehy/McCarthy werden ebenso wie Musikexpress-Scribe und sbs-Intimus Peter Felkel schon am Freitag anreisen. Da kriege ich vor Angst schon jetzt leichte Nackenverspannungen.

Und Dank auch an Achim Klem, der mir den neulich noch gesuchten Track von Henri Strogin mailte. Killerteil - Spoonful #11 wartet auf dich.

See you there! (R-man)

Mittwoch, 28. November 2007

shake baby shake
Coming soon...


Da ich gestern abend die 2. shake baby shake Box im Alleingang verpackt habe, nebenbei die Schatzinsel Teil 2 geschaut habe und mich von hinten der Mörder-Mix des mir bis dahin unbekannten Detlef J. beschallte, bin ich nicht zu der versprochenen Aufstellung der Aktivitäten der sbs-Posse gekommen. Unbremsbar diese Burschen. Da es die nächsten Tage nicht besser wird, hier im Schnelldurchlauf:

shake baby shake - Box 2
Je eine CD pro shake baby shake Resident. Die faves des letzten Jahres und mehr von Axel, Ingolf und R-man. Drei CDs in schwarzen Tüten in der Blechbox, drei Karten mit Tracklisting. Fertig.

Spoonful - #9/South Side Of Soul Street
Da hatte ich erst etwas Probleme mit dem Sequencing, aber die sind überwunden. Das Ding steht, begeistert und Chrispop sorgt für das Cover. Heute oder morgen.

Spoonful - #10/The Truth About Me
Auch fertig und auf das Cover wartend. Stilistisch etwas mehr in Richtung Country, R&B, Ska/Blue Beat und Rock’n’Roll. Weniger Funk und Soul. Sehr gelungen meiner Meinung nach.

Spoonful – #11/T.B.A.
Wird sicher auch noch vor Weihnachten was. Die Sheehy Brüder bringen am Freitag auch noch ein paar Mix-CDs mit. Ein „Surrender on demand!“ habe ich ihnen schon angekündigt.

Spoonful - #12/ The Hits & Then Some
Aus den knapp 70 Comments werde ich auf jeden Fall eine Doppel-CD destillieren. Noch ist das Ding nicht rund, ein paar Klassiker fehlen noch. Nur welche? Ausserdem muß Oberschiri Whirlyjoe noch alles absegnen.

Clapping Songs
Meister busch-man hat gesammelt und in Kürze wird sie fertig sein, die Disc mit den Songs, die mit Handclaps in Schwung gebracht und gehalten werden.

shake Glöckchen shake – Various Artists
sbs-Mitstreiter K-nut (das dafür oben rechts den X-mas Hasen gemalt hat!) hat mit Hilfe des allseits beliebten Whirlyjoe eine CD mit sbs-kompatiblen Weihnachtssongs zusammen gestellt. Fraglos der Renner im prä-Xmas-Biz.

K-Nut In The Mix #2
Der zweite Downbeat-Mix des Meisters. Läuft gerade und begeistert wie der erste nachhaltig. Gut die Hälfte der Songs gehören auch zu meinen Faves, was den Genuß noch einfacher macht.

shake Tiger shake – The Funk & Soul of Tom Jomes
Der Oberhammer! Geniale Disc, geniales Cover, genialer Wortbeitrag von Chrispop und Whirlyjoe. Maximum Respect! Nuff said!

Rolling Stones – Ultrarare 12”-Mixes
Da mein Kumpel Fruity Mulati bei der Digitalisierung des raren Doppel-Albums zirka 10 mal an den Plattenspieler gerammelt sein muß, muß ich den Auftrag neu vergeben. Zu der Handvoll Tracks werden sich noch diverse andere (ertragbare) Remixes der Stone gesellen. Eine Doppel-CD ist vorprogrammiert. Dauert aber noch etwas.

Rare Grooves – By Bluetwang
Unser Korrespondent Bluetwang aus der Schweiz hat drei erstklassige, in Top-Artwork gewandete Rare Grooves Compis zusammengestellt. Gehen runter wie Öl und auch wenn man das eine oder andere kennt, trifft man doch auf genug positive Überraschungen. Und es ist der Flow, der zählt.

Fab Four shake
Aus einer konzisen Liste mit zehn Spoonful-kompatiblen Beatles-Songs von Whirlyjoe hat sbs-Resident Axel (with a little help from his friends...) eine volle Länge CD geschustert, die demnächst das rote und das blaue Album als das definitive Fab Four-Statement ablösen wird.

Paul Weller – 30 Modfather Classics
War neulich eine Uncut-Story. Da hat die britische Rock-Prominenz die 30 besten Weller Songs ausgewählt und ich habe daraus eine Doppel-CD gemacht. Chrispop war wieder einmal für das famose Artwork zuständig.

A Monday Morning Tune – Various Artists
Die Montag Morgen Andacht nähert sich auch gefühlten 80 Minuten. Dann werde ich das ganze in die richtige Reihenfolge bringen, ein Cover basteln und fertig ist die Messe.

Was vergessen? Wahrscheinlich. Diese Discs werden alle in Heimarbeit geklöppelt, bekommen ein ordentliches Cover und sind im Stadtkrug unter dem DJ-Tisch zu erstehen. Für ganz findige gibt es auch andere Möglichkeiten. Soon! (R-man)

Dienstag, 27. November 2007

Spoonful Kompakt
Das Survival Kit
für zaudernde DJs

Gestern schrob ich noch, die shake baby shake Posse sei geschäftiger als ein Ameisenhaufen. Da hatte ich ja noch keine Ahnung. Mittlerweile habe ich mir mal einen Überblick verschafft über die diversen Mix-Projekte und ich muß sagen, Respekt an alle Beteiligten. Morgen mache ich mal eine kleine Aufstellung der Dinge, die da kommen.

Zuvor aber mal wieder ein kleiner Aufruf zum mitmachen!

„Ich hätte am Sonntag morgen schon schlechtere Ideen gehabt“, antwortete Whirlyjoe sehr freundschaftlich, als ich ihm, K-Nut und Chrispop eine Mail ungefähr folgenden Inhalts schickte:

„ich hatte ja neulich die freude, an/auf einem spoonful-kompatiblen dancefloor zu stehen und zu tanzen. und da waren es trotz vieler stammgäste und eingeweihter (mods, teddys, frag mich nicht) dann doch die Hits, die gezündet haben. An Toots' 54-46 Was My Number kommt halt keiner vorbei. Deshalb wollte ich einfach mal fragen, ob wir vier nicht sowas wie eine Spoonful-Hits CD kompilieren wollen/sollen/sollten?!? die man dann vornimmt, wenn auf der tanzfläche nix geht. muss ja nicht superplatt werden. ist auch eine herausforderung. aber sagt einfach mal, was ihr darüber denkt. kann ja auch ne scheiss-idee sein, ist immerhin sonntag morgen.“

Wer schon mal Platten aufgelegt hat, der kennt das. Steht man in einer Kneipe wie dem Stadtkrug, dann ist es fast egal ob jemand tanzt. Es ist zwar wünschenswert, aber bei unserem Publikum ziehen dann eben fast nur die Gassenhauer. Aber auf die hat man als shake baby shake-DJ in den seltensten Fällen Lust.

Aber wenn man jetzt zum Beispiel einen Dancefloor zu füllen hat, der über Gedeih und Verderb einer Party bestimmt, dann kann das zur echten Folter für den Plattenleger werden, wenn sich keiner bewegt. Dann gehen Songs wie Respect und Hip Teens Don't Wear Blue Jeans, weil das die Ahnungslosen aus der TV-Werbung kennen, aber hat man die gespielt, ist der Floor schnell wieder leer gefegt.
Natürlich könnte man eine Spoonful Nacht mit den Tracks der bisher kompilierten 10 Spoonful-CDs gut beschallen, aber was tun, wenn die Party stockt? Was tun, um die zuckenden Massen komplett abzuschiessen?

Und da brauchen wir mal wieder eure Hilfe! Natürlich soll alles im Spoonful-Geiste bleiben, Whirly's The Passenger (wo er doch sonst so geschmackssicher ist) wurde von mir und K-nut nach einigem Widerstand direkt abgewählt. Bis dato gesetzt sind (können aber bei mehreren Vetos (Veti?) der gestrengen Jury noch rausfliegen):

Toots & The Maytals - 54-46 Was My Number
Marvin Gaye - Can I Get A Witness
Johnny Rivers - Secret Agent Man
Wilson Pickett - Mustang Sally
Them - Gloria (wenn garnix geht)
The Who - My Generation (direkt nach Gloria)
Ray Charles - Hit The Road Jack
Dixie Cups - Iko Iko (nicht zu unterschätzen, funktioniert vor allem bei jungen Mädchen)
Lee Dorsey - Working In A Coalmine

So, Jungs und Mädels. Was habt ihr in den Ring zu werfen? Die Comments sind geöffnet! (R-man)

Montag, 26. November 2007

A Monday Morning Tune
Jimi Hendrix
Little Wing


Ich bin nie ein großer Hendrix Fan gewesen. Erst in den letzten zwei Jahren habe ich den Mann und seine Saitenkünste schätzen gelernt. Little Wing zum Beispiel ist ein Stück, das mich ganz besonders berührt. Für mich ist das Soul. Und dieses Gitarrensolo, das nach diesen seltsamen Ton bei 1:37 Minuten einsetzt, das dürfte nie aufhören... (R-man)

Little Wing

Sonntag, 25. November 2007

One of my all-time favourites!

Heute faul! Vielleicht gebe ich heute nachmittag noch einen Überblick über die aktuellen shake baby shake Aktivitäten, die Posse ist nämlich aktiver als ein Ameisenhaufen. Jetzt zu diesem Song: Nicht wirklich ein Video, aber doch cooler gemacht als so manche youtube Song-Vids. Joe Simon wäre auch mal eine Betrachtung wert, ich liebe diesen Typ. Schönen Sonntag noch! -R-man

Samstag, 24. November 2007

Jim Ford
Country Got Soul

Jim Ford ist tot. Er wurde am 18. November tot in seiner Wohnung in Fort Bragg aufgefunden. Er wurde 66 Jahre alt.

Jim Ford werkelte kurzzeitig im Untergrund des Country-Soul und wurde von mir damals entdeckt, als Edsel sein Harlan Country wiederveröffentlichte. Das passte gut in die Ecke Dan Penn, Delaney & Bonnie und Tony Joe White (mit denen er auch Country Got Soul zu hören ist). Irgendwann ist mir die CD dann abhanden gekommen und als ich wieder beim White Soul angekommen war, war sie nicht mehr aufzutreiben. Heute soll sogar die Edsel CD für 200 Dollar gehandelt werden!

Erst 2006 hat das Bear Family Label das gesamte Harlan Country Album mit jeder Menge Singles und 10 unveröffentlichten Songs aus Ford’s Privatarchiv zu einem absoluten Leckerbissen geschnürt. Perfekt remastert, im stilsicheren Digipak und mit 40-seitigem Booklet noch dazu. Das sollte erst der Anfang einer Serie werden.

Ford war ein Drifter. Er wuchs in Harlan Country, Kentucky auf, zog über Louisiana an die Westküste, freundete sich mit Pat und Lolly Vegas (später Redbone) an, schrieb den Song Niki Hoeky für P.J. Proby (#22 der Charts) und war der Boyfriend von Bobbie Gentry. Er spielt in dem Film Bongo Wolf’s Revenge, zog Marlon Brandos Kinder auf (weil er mit dessen ex-Frau zusammen lebte) und war in einer Playboy-Fotostory mit nackten Mädels abgebildet (im Booklet zusehen). Sly Stone („Jim Ford is the baddest white man on the planet“) war sein bester Freund (sie wohnten gar zusammen und Ford ist auf There's A Riot Going On zu hören)), Nick Lowe nennt ihn seinen größten Einfluß und seine Songs fanden sich auf Platten von Aretha Franklin, den Temptations und Bobby Womack.
Harlan Country spielte er 1969 bei Wally Heider in L.A. ein, im Studio waren Dr. John, Jim Keltner, James Burton und Gerry McGee zugegen. Das Resultat ist ein funky Southern Country-Soul Album mit einem Muscle Shoals R&B-Groove. Damals nicht ganz perfekt, aber ganz nahe dran. In der Bear Family Edition zu einem glänzenden Edelstein des Genres herausgeputzt!

Zwischendurch war Ford völlig abgetaucht und wurde schließlich 2006 von den Bear Family-Scouts in einem Trailer-Park an der Westküste aufgespürt. Dank der Schecks aus Norddeutschland ging es ihm zwischenzeitlich etwas besser.

Der Lebengeschichte nach wäre Jim Ford ein Mann gewesen, der am 1. Samstag im Monat ganz gut an die Theke des Beverunger Stadtkrugs gepasst hätte. So wie ich ihn einschätze, hätte er sich einen Spass daraus gemacht, unseren Wirt Lollo zur Weissglut zu bringen. Wir bei shake baby shake danken ihm noch für die tolle Version von Spoonful, die unser K-nut auf seinem Mix verewigte. Rest in peace. (R-man)

Freitag, 23. November 2007

Daptone Remixed

Die US-Autofirma Scion hat kürzlich eine Remix-CD mit diversen Daptone Records-Künstlern als give-away veröffentlicht. 9 Tracks, die Remixe auf einer CD, die Originale auf der zweiten, Promo Only.

Hier gebe ich euch, meine lieben Freunde, einen der exklusiven Tracks - und zwar eine wunderschön relaxte Version von How Long Do I Have To Wait For You? von Sharon Jones & The Dap-Kings - von einem gewissen Ticklah in ein schönes Reggae/Dub-Gewand gekleidet.

Enjoy!

Donnerstag, 22. November 2007

Shake Edenless Shake

Im Rahmen seiner Musikzimmer-Berichterstattung hat Hard-to-Handle-Peter an dieser Stelle ja auch auf seine feine Edenless-Kellerbar verwiesen, wo er regelmäßig befreundete internationale Musiker (gerne aus dem Blue Rose- und Glitterhouse-Universum) zu Auftritten einlädt. Zuletzt konnte man u.a. Ad Vanderveen und Joseph Parsons mit einer wunderbaren Version von Van Morrisons Tupelo Honey erleben, geradezu legendär sind die Neil Young-Jams mit praktisch allen Gästen am späteren Abend.

Zuletzt trat vor handverlesenem Publikum die Blue Rose-Band The Rainravens aus Austin, Texas auf und spielte ein feines Konzert mit vielen Coverversionen, natürlich Neil Young („Cowgirl In The Sand“ mit leidenschaftlicher familiärer Unterstützung der Gastgeber) und eben diese lässige Nummer: On Your Way Down, aus der Feder des großen Allen Toussaint, bekannt aber eher in der Version von Little Feat (von deren drittem Album „Dixie Chicken“,1974).

Da der Blue Rose-Boss während der Performance mit glänzenden Augen neben mir stand, habe ich mir gleich nach Konzertende sein okay eingeholt, den Song bei shake baby shake zu platzieren, wohlwissend, das Peter immer alles mitschneidet. Also hört doch mal rein in diese hypnotisch-psychedelische Blues-Nummer, exklusiv bei uns.

Schönen Dank an Peter, Edgar & die Boys from Texas. (Whirlyjoe)

Mittwoch, 21. November 2007

shake baby shake sein 2. Geburtstag
10 mal werden wir noch wach...

Nochmal in eigener Sache: Am Samstag, den 1. Dezember steigt im Beverunger Stadtkrug die Party des Jahres. shake baby shake feiert seinen 2. Geburtstag, Glitterhouse feiert Weihnachten und jeder feiert sich selbst.

Dazu werden gefühlte neun DJs aufspielen, darunter so weit gereiste Kämpen wie Whirlyjoe (Stuttgart), K-nut (Köln) und Peter Felkel (Ingolstadt). Dazu unsere junge Garde mit Chrispop, Fruity Mulati und Crazy Kristin. Natürlich sind auch die shake baby shake Residents Axel, Ingolf und R-man vor Ort.

Der besondere Clou dürfte der DJ-Set von Michael J. Sheehy und seinem Bruder Patrick McCarthy sein, die den Stadtkrug schon am Orange Blossom Special Sonntag in einen Hexenkessel verwandelten. Geschätzt gegen 22.30 Uhr werden beiden auch live auftreten und Michael’s Gospel-Soul-Folk-getränkte Songs zelebrieren.

Zu diesem Anlass wird auch die 2. shake baby shake Box fertig sein mit je einer Mix-CD pro Resident (in der Blechbox). Aller Wahrscheinlichkeit nach auch Spoonful Vol. 9 und 10. Und K-nut In The Mix #2. (R-man)

Hier ein paar Grußworte der Brüder:
“Looking forward to seeing you and spinning some tracks in December. I have been going crazy buying records from ebay so I'll have some nice new ones for the party.... Stay cool Brother!” (Patrick)

“Looking forward to seeing you guys again!” (Michael)

Dienstag, 20. November 2007

Auf der Suche nach...
Henri Strogin

Ich suche einen Song. Und zwar von Henri Strogin. Der Titel ist Old Folks Boogie While The Young Ones Twist. Nach ausführlichem Internet-Research konnte ich den Titel nur auf rechts abgebildeter Eeny Meeny Moe! CD ausmachen. Die gibt es via ebay aus der Schweiz für schlappe 18 Euro. Die würde ich sogar ausgeben, aber vielleicht hat ja jemand von den gefühlten 5 Millionen shake baby shake Blog-Besuchern diesen Song und ist bereit, dieses kleine, dreckige Rock'n'Roll Juwel mit mir zu teilen? Ich würde ihm (dem Song) dann einen Ehrenplatz auf einer der nächsten Spoonful Compilationen garantieren.

Speaking of Spoonful: Spoonful Vol. 9 steht, muß aber noch in die richtige Song-Reihenfolge gebracht werden. Für Vol. 10 fehlen noch die Titel von Crazy Kristin, die aber für heute die Übergabe versprach. Dann werde ich die passenden Choons zur Abrundung aus meinem Archiv beisteuern, das ganze in einen schmissigen Flow bringen und wenn chrispop dann mitzieht (da habe ich keine Zweifel), werden die beiden Volumen beim 2. shake baby shake Geburtstag am 1.12. am Start sein.

Für Spoonful Vol. 11 habe ich hier eine stramme Auswahl von Heino W. (der bereits auf #9 und #10 vertreten sein wird), sowie eine Disc von Stephan Bluetwang aus der Schweiz, aus der ich heute 20 grandiose Minuten heraus destilliert habe. Alex (remember Vol. 7?) versprach ebenfalls weitere 20 Minuten. Fehlt also für die #11 nur noch einer. Den aufzutreiben sollte kein Problem sein.

Dann nehmen wir etwas Tempo raus aus der Sache, würde ich sagen. Wie es weiter geht, erfahrt ihr dann hier! (R-man)