Montag, 19. November 2007

A Monday Moning Tune
Freeform Five
Slow


Als zweiter Song auf dem 2. Secret Love Volumen ist mir Slow direkt positiv aufgefallen. Gleiches gilt für Strangest Things, dem bis dato einzigen Album von Freeform Five, auf dem Slow allerdings vom Tempo und Machart her relativ alleine dasteht. Strangest Things ist trotzdem eine tolle Platte mit knackigen Fusionen von HipHop, Electro, Funk, Reggae und Soul.

Ehedem 2004 erschienen, ging die erste Plattenfirma den Bach runter. End 2005 kam das Werk dann mit einer Bonus-Remix-Disc erneut auf den Markt, ist aber mittlerweile wieder gestrichen. Ein 2. Album blieb uns die Band um Anu Pillai bisher schuldig.

Slow jedenfalls ist ein wunderbarer Song, der letztendlich einen feinen Platz in unserem nahenden Endmix bekommen wird. No doubt about it. (R-man)

slow

Sonntag, 18. November 2007

Northern Soul Story
Vol. 4/Wigan Casino

Nicht weit entfernt vom Blackpool Mecca öffnete 1973 das Casino in Wigan, wo ausschließlich R&B und 60s Soul (im Mr. M's, einem Nebenraum) auf die Plattenteller kamen. Auch wurde schon mal ein Hit aufgelegt und nicht nur obskures Zeug gespielt. Das führte zu harter Rivalität zwischen den moderneren Mecca-Jüngern und Casino-Puristen. Das Casino hatte allerdings den Vorteil einer All-Night-Licence (es gab aber keinen Alkohol) - dem steuerte das Mecca mit Alldayern (die Mittags begannen) entgegen. Letztendlich endete die Nacht im Casino (wenn man nicht zu großer Purist war).

1978 wählte Billboard das Wigan Casino zur besten Disco des Jahres (was die Fans nicht mochten) und zu Spitzenzeiten hatte der Club 100.000 Mitglieder, was aber (wie die Billboard-Nominierung) auch zur Verwässerung des Programms beitrug. Irgendwann waren alle Soul-45's entdeckt und man legte Soul-Pop und Novelty-Tunes auf, was die harten Fans nicht mehr tolerierten. 1981 mußte der Club schließen, ein paar Monate später brannte er bis auf die Grundmauern nieder.

Die CD bietet 25 Tracks von Paul Anka, Spiral Staircase, Billy Joe Royal, Taj Mahal und jede Menge unbekannte Namen - rare 45`s waren schließlich das Salz in der Northern Soul Suppe. (R-man)

cd

Freitag, 16. November 2007

Northern Soul Story
Vol. 3/Blackpool Mecca

Das Mecca in Blackpool öffnete bereits 1965 und bot Platz für 3.500 Besucher, die mit einem eigenen Bussystem aus der Umgegend angekarrt wurden. Anfang der 70er wechselte der Trend zu kleinen Venues und in der Riesenhalle fanden sich fortan am Samstag drei Dutzend Leute. Aber der kleinere Highland Room im Mecca, der als Rare-Soul-Club konzipiert war, platzte zwischen 1971 und 1979 aus allen Nähten.

Rare 45's zu hören war das Credo der Northern Soul Fans und von denen hatte keiner mehr als DJ Ian Levine. Der konnte sich als Sohn reicher Eltern regelmässige Flüge in die USA leisten (damals normalerweise undenkbar) und durchforstete die Plattendealer nach Musik, die sonst keiner hatte. Bei den 7" wurde entweder das Label entfernt oder bedeckt (Cover Up), sodaß es einige Zeit dauerte, bis die anderen DJs nachziehen konnten. Wollte man damals bestimmte Tunes hören, musste man nach Blackpool fahren. Es gab keine andere Chance. Später mischte Levine 70er Soul und funky Songs unter das angestammte Material, was den Puristen missfiel. 1981 wurde das Mecca wegen baulicher Mängel geschlossen.
Auf der Mecca-Compilation finden sich 25 Tracks, die den Highland Room damals zu kochen brachten, von und mit Susan Barrett, MVP's, Lou Ragland, Patti Austin, Trammps, Earth Wind & Fire und anderen. (R-man)

cd
Northern Soul Story
Vol. 2/The Golden Torch

Das Torch in Stoke-On-Tent wurde 1965 zum Nightclub umgebaut und etablierte sich schnell zum schwarzen Soul-Club der Extraklasse, nicht nur wegen der regelmässigen Live-Gigs von US-Künstlern der 1. Liga. Nach dem Ende des Twisted Wheel war das Torch der wichtigste Northern Soul Club, musste aber auch 2 Jahre später aufgeben. Hier war die Jagd nach raren Soul-45's in voller Blüte und DJs wie DJs Keith Minshull, Chris Sweeting, Martyn Ellis und Collin Curtis lockten die Tänzer aus großen Entfernungen in den Club.

Auch auf dieser CD finden sich 25 Soul-Juwelen von Carstairs, Major Lance, Cavaliers, Little Richard, Vibrations, Nite-Liter etc.

Donnerstag, 15. November 2007

Northern Soul
Die wegweisenden Clubs
in 4 Volumen


Es gibt ja diverse Northern Soul Compilations, aber nun erschien eine kleine Serie, bei der sich jede CD einem der vier wegweisenden Northern Soul Clubs und dem speziellen Sound widmet. Zuerst einmal eine Begriffsdefinition, geschrieben von Jonathan Fischer und geklaut aus der Süddeutschen Zeitung:

Northern Soul: Als der englische Journalist Dave Godin in den sechziger Jahren den Begriff prägte, da ahnte noch niemand, dass diese in Nordenglands Clubszene gefeierte Spielart schwarzer Musik einmal zum weltweiten Phänomen avanciert und aus ihrem Umfeld stilprägende Musiker (Paul Weller) und DJs (Gilles Peterson) hervorgehen. Dann aber, warum auch nicht? Schließlich gilt der Allnighter als Urmutter aller Raves: Der Sprachreinhalter möge es uns verzeihen, also, der Allnächtige aller Raben zelebrierte regelmäßig einen Gottesdienst, bei dem die Nordseelen-Jünger zu Platten tanzten, wobei gerade abwegiges, vergessenes und seltenes Seelenfutter besonderes Flügelschlagen auslösten. Je rarer umso kräh. Vorausgesetzt die Songs hatten das richtige Up-Tempo, Hoch-Tempo - Motown-verwandte Beats und euphorischen Schmiss. Schmiss, das kennt man ja.

DJs reüssierten als Stilprediger: In der Folge konnten Allnighter-Favoriten, die in Amerika nur in einer Auflage von tausend Stück veröffentlicht worden waren, in England plötzlich zehn- bis hundertmal so viele Nachpressungen verkaufen, füllte so manches One-Hit-Wonder aus Chicago dank Northern Soul in Manchester ganze Hallen.Bassist Verdine White von Earth, Wind & FireFoto:apViel Geheimniskrämerei umgab die DJs und ihre Koffer: Was einmal im Fernsehen oder Radio lief, war für diese Szene meist gestorben, dafür ließen sich Fans gerne mit seltenen Singles fotografieren. Der ganze Mythos des Northern Soul speiste sich aus einer trotzigen Ausschluss-Haltung: Wir graben tiefer. Wobei graben "dig" heißt und "dig" neben "graben" eben auch "lieben". Und nur wir kennen uns aus. So konnte die Musikindustrie nie von dieser Bewegung profitieren, oder gar die Subkultur der meist aus der Arbeiterklasse stammenden Northern-Soul-Fans unterwandern.

Lange undenkbar - nun sind alle auf vier CDs versammelt: Die entscheidenden Songs, die Clubs wie The Twisted Wheel, The Golden Torch, Blackpool Mecca oder das Wigan Casino zu wochenendlichen Wallfahrtstempeln machten. DJ-Veteran Ian Dewhirst hat die Auswahl getroffen: Nach Clubs geordnet zeigen die vier CDs auch eine Entwicklungsgeschichte des Northern Soul. In Manchesters Twisted Wheel wurde seit 1963 zu Uptempo-Rhythm'n'Blues von Major Lance, James Carr und Larry Williams getanzt. Anfang der siebziger Jahre übernahm das Golden Torch in Stoke-On-Trent die Führung: Neben die alten Little Richard-Nummern traten zeitgenössische Singles von Philip Mitchell bis zu The Trammps.

Als Jahre später die DJ-Teams des Wigan Casinos und Blackpool Meccas konkurierten, hatte das Northern Soul-Universum seine größte Ausdehnung erreicht. Selbst Van McCoy, Earth Wind & Fire und Gil Scott-Heron durften auf den Plattenteller - neben Paul Anka und Taj Mahal. Alles ging, sofern es in das Beat-Schema passte. 1978 wurde das Wigan Casino vom Billboard Magazin zum "besten Club der Welt" gewählt: Die auf diesen CDs versammelten Songs können, in der richtigen Lautstärke abgespielt, noch heute vermitteln, warum. (JONATHAN FISCHER)

Northern Soul Story
Vol. 1/Twisted Wheel

Das Twisted Wheel in Manchester öffnete 1963 als Cafe und Beatnik-Hangout in der Brazenose Street seine Tore, zog in die Whitworth Street und wurde zum Nightclub umgebaut und fortan von Mods frequentiert. Roger Earle war der erste Star-DJ. Gespielt wurde damals Jazz und Chicago Blues, später dann die britischen R&B-Bands wie Zoot Money, Long John Baldry, Alexis Korner etc. Der Laden besaß keine Alkohollizenz, aber trotzdem war der samstägliche Allnighter ein Pflichttermin. Es gab ja Pillen und wer Bier brauchte, ging in den White Heart Pub um die Ecke. Später traten durchweg schwarze Soul-Künstler auf (Joe Tex, Junior Walker, Bob & Earl etc.) und der Club war der erste, der Platten aus den USA importierte. Gegen Ende dominierten die Motown-Hits. 1971 mußte das Twisted Wheel wegen Drogenmissbrauch seine Türen schließen. Das Wheel war die Geburtsstätte des Northern Soul und hatte zeitweise 15.000 Mitglieder.

Unter den 25 Tunes dieser von Ian Dewhirst zusammen gestellten CD finden sich Kracher wie Ride Your Pony (Lee Dorsey). That's What I Want To Know (James Carr), Shake A Tail Feather (James & Bobby Purify), Soul Time (Shirly Ellis) und weitere Kracher. (R-man)

cd

Mittwoch, 14. November 2007

Future Sounds Of Jazz
Vol. 11/Various Artists


Auch nach dem letztjährigen Jubiläum (zehnte Ausgabe in zwölf Jahren!) geht es mit The Future Sounds Of Jazz unter der bewährten Regie von Compost-Chef Michael Reinboth weiter – zum Glück, denn Verschleißerscheinungen sind nach wie vor nicht zu erkennen. Es geht um „soulful elektronische Musik mit dem gewissen Etwas an Jazz“ (geglückte Promolyrik), konsequent einen eigenen Sound und Vibe kultivierend. Die Sache mit dem eventuell „schwierigen“ Jazz wird hier immer ganz undogmatisch gehandhabt, auch die mittlerweile etwas verbrauchte Kategorie NuJazz löst sich beim Hören dieser zwölf Tunes (fünf davon exklusiv nur hier) schnell auf. ´

Auch Volume 11 spart erneut einen Haufen Geld für Maxis, überrascht mit diversen unbekannten Neutönern, die Michael Reinboth gewohnt gekonnt in sein zum Glück immer fließendes musikalisches Universum integriert. Und wie zuletzt klingt es auch diesmal wieder ein klein bisschen mehr nach Detroit als nach London. Andererseits kommen die Tunes eben auch aus Schweden, der Türkei, Polen und Deutschland. Highlights sind der Prins Thomas Discomiks von Blackjoy, das wirklich ganz großartige, minimalistisch-deephousige „Son Of Raw“ von Dennis Ferrer, sowie die über 20 Jahre alte Coverversion von Brass Constructions „Movin’“ in der Version der britischen Funker 400 Blows. Womit auch Future Sounds Of Jazz Vol.11 ein Fels in der Brandung des wogenden Compilation-Ozeans bleibt. (Whirlyjoe)

Dienstag, 13. November 2007

Clapping Songs
50 Comments

Mein lieber Scholli! Black Caesar hat gestern den 50. Comment bei den Clapping Songs abgegeben. Dafür ist ihm heute per Post ein Präsentkorb mit Lauenförder Hausschlachtereien zugegangen. Nun bräuchte man noch jemanden mit viel Zeit und Dedication, der die Comments sondiert und beginnt, die Clapping-Tunes zu sammeln.

Ich würde dann hier nochmal einen Aufruf starten, die besten Songs per mp3 zu verschicken, damit der Freiwillige den Mix kompilieren kann. Bei mir ist es im Augenblick etwas eng, ich kann nicht 5 CDs gleichzeitig zusammen stellen. Dafür bin ich zu alt.

Also, wer sich freiwillig um die Clapping Songs kümmern (und sich damit unsterblich machen) möchte, der melde sich bitte in den Comments. (R-man)

Montag, 12. November 2007

A Monday Morning Tune
Dan Penn
Zero Willpower

"I've got zero willpower when it comes to loving you..." singt Dan Penn in diesem Tune. Eine nicht unbedingt immer leidvolle Erfahrung, die so mancher schon machen mußte.

Dan Penn ist seit den frühen 70ern in der Gegend um Memphis und Muscle Shoals als Songwriter aktiv. Songs wie Dark End Of The Street und I'm Your Puppet (um nur einige zu nennen) sollten auch heute noch für ordentliche Royalty-Schecks sorgen. Nachdem die Box Tops, Aretha und Solomon seine Songs aufnahmen, spielte Penn 1973 sein famoses Nobody's Fool Album ein, ein grandioses midtempo Southern Soul Juwel, welches im Augenblick mal wieder out of print ist.

Von dem Album stammt Zero Willpower aber nicht, obwohl ich hätte schwören können das es eine Früh-70er Produktion ist. Es ist vom 94er, ebenfalls sehr empfehleneswerten Zweitwerk Do Right Man - allerdings soll er 20 Jahre an dem Song geschrieben habe, daher der vintage Vibe.

Gespendet wurde der Song von shake baby shake Aktivist K-nut. Danke dafür. (R-man)

willpower

Sonntag, 11. November 2007

Abt.: Alt & Gut
Stax Of Funk
Vol. 2/More Funky Truth

Der Spoonful-Vibe regiert noch immer meine Hörgewohnheiten. Da habe ich mir vorgestern mal die Stax Of Funk 2 aus dem Regal geholt, um sie auf verwertbare Songs zu untersuchen. Und siehe da, eine Perle jagt die andere. Meinen Favoriten von Reggie Milner, der sich garantiert auf Spoonful Vol. 10 finden wird, hört ihr unten.

Sonst hören wir auf More Funky Truth 20 weitere Funk-Häppchen aus dem Hause Stax, durchweg eingespielt in der ersten Hälfte der 70er und veröffentlicht auf Stax und seinen diversen Sub-Labels wie Truth, Volt, Enterprise und Warren.

Nur eine Handvoll bekannter Namen: die Staple Singers bieten uns die B-Seite ihres letzten 7“-Flops (geschrieben von Al Kooper), die Bar-Kays sind mit einem fetten Stomper dabei, Rufus Thomas (mit einem zuvor unveröffentlichten Do The Side Saddle) und Albert King begeistert mit einer `74er Funkversion von Crosscut Saw.

Ansonsten finden sich hier nur Künstler, die dem Genre-Fan und Sammler bekannt sein dürften: Calvin Scott, Bernie Hayes (mit dem großartigen Cool Strut), Wrecking Crew, Katie Love, Jimmy McCracklin, Les Sain, Stu Gardner – um nur einige zu nennen. Das Material reicht vom heftigen Funk über Blaxploitation-Anleihen bis zu poppigeren Songs – alles gereicht im typisch-erdigen Memphis-Sound.

Eine echte Schatztruhe, die zudem mit einem schönen Booklet mit Track-By-Track-Infos kommt. By the way, Vol.2 ist besser als Vol. 1. (R-man)


PS: Und das sagt die Ace Webseite (auf deren Sublabel BGP das Werk erschienen ist) dazu: "And whilst we are at it we've got Reggie Milner's Soul Machine which shares its backing track with Tick Tock Baby by Quickest Way Out on the Karen label-.-that's a great record but Reggie is even better. So this is the Memphis Sound, only the funkiest Memphis sound you will ever hear."

Samstag, 10. November 2007

Rainy Saturday Morning...

Fink. Nicht die deutsche Band, sondern der britische DJ/Produzent/Musiker. Die letzten beiden Alben sind durchweg erstklassig und da wir gestern den 2. K-nut Mix abgesegnet haben (mit einem Fink Track), der in Kürze mit dem shake baby shake Logo erscheinen wird, schien mir dieser Song nur passend. (R-man)

Freitag, 9. November 2007

shake baby shake feiert Silvester!

Es wird nicht viele von euch interessieren, aber wir wollten es doch kurz kundtun. shake baby shake feiert Silvester! Und zwar, man glaubt es kaum, am 31. Dezember und wie gewohnt im ehrwürdigen Stadtkrug. Tickets gibt es nur um Vorverkauf, die Anzahl ist auf 120 Stück limitiert, was für eine angenehme Fülle sorgen wird.

Die Tickets kosten 5 Euro, dafür gibt es um Mitternacht reichlich Fingerfood und Prosecco for free. Zudem wird sich das shake baby shake Team in absoluter Partylaune präsentieren, die Deep Funk 45er zu Hause lassen und dafür die Hitdichte erhöhen und moralisch vertretbare Rock-Klassiker, Wave-Hits und Disco-Knaller droppen. Es soll nämlich zur Abwechslung mal richtig getanzt werden!

Der Stadtkrug wird dazu umdekoriert, ein Raum wird in eine Lounge umgestaltet und auch sonst werden wir uns die größte Mühe geben, ein erstklassiges Ambiente für einen unvergesslichen Abend zu kreieren. Und: es darf geraucht werden. Zum letzen Mal! (R-man)

PS.: Das Januar shake baby shake fällt dafür aus. Am 12. Januar sind die Residents Ingolf und R-man dafür beim Beverunger Kulturball (Culture Club) aktiv.

Donnerstag, 8. November 2007

Abt.: Cosmic-Disco
Chaz Jankel
My Occupation/
The Music Of Chaz Jankel

Ganz klar: ein legendärer Typ, dessen musikalisches Wirken längst gewürdigt gehört hat. Mit dieser Compilation kann man Jankels fast vergessenes Disco-Funk-Solowerk rekapitulieren und es gibt einiges zu entdecken. Was ist das auch für eine Karriere: in den mittleren Siebzigern als Sideman von Ian Dury bei den Pubrocker Kilburn & the Highroads gestartet , dann weiter bei Durys Blockheads und in der ersten Hälfte der Achtziger dann solo. Bei Dury kam der Gittarist und Keyboarder wohl auf den Geschmack am Funk, den Dury ja in seiner eigentümliche Soundmischung fast immer mit an Bord hatte, seine ersten eigenen Produktionen waren dann eindeutig Disco. Auf den Spuren von Nile Rodgers (Chic, Sister Sledge) und Quincy Jones, mit ziemlich slick produzierten Tunes geradewegs für den Club. Sein größter Erfolg war zweifellos „Ai No Corrida“, das später dann tatsächlich von Quincy Jones gecovert (und noch besser verkauft) wurde. Die 13 Songs stammen von den Frühachtziger-A&M-Alben, es finden sich auch einige rare Mixes und Alternative Takes. Erschienen ist die Werkschau beim britischen Tirk-Label, einem Nachfolgeprojekt des leider nicht mehr existenten Nuphonic-Labels. Jankels musikalisches Erbe liegt also in den richtigen Händen. (Whirlyjoe)

Mittwoch, 7. November 2007

Abt.: Out Now
Spoonful
Vol. 8/Grits & Gravy


Zwei weitere Spoonful Volumen sind fertig, an zwei weiteren wird aktuell gearbeitet. Vol 8./Grits & Gravy habe ich entgegen der kürzlich eingeführten 4x20-Regel dann doch spontan im Alleingang compiliert.

Auch Vol. 8 beginnt im Tempo eher gemäßigt mit drei wundervollen Frauen (Bobbie Gentry, Sharon Jones, Jennifer Lara), Charlie Rich und Bobby Bland hauen mich noch jedesmal um und hinten raus wird es ganz schön funky.

Hier das komplette Tracklisting:
1. Bobbie Gentry – Son Of A Preacher Man 2:02
2. Sharon Jones & The Dap-Kings – 100 Days, 100 Nights 3:42
3. Jennifer Lara – Consider Me 2:09
4. The Backyard Heavies – Soul Junction 3:00
5. Charlie Rich – Don’t Tear Me Down 3:07
6. Bobby Bland - Honey Child 2:22
7. Mable John – Able Mable 2:36
8. The Soul Vendors – Swing Easy 2:59
9. G. Love & Special Sauce – You Shall See 3:50
10. Young-Holt – Ain’t There Something Money Can’t Buy 3:02
11. The Ventures – Green Onions 2:06
12. The Staple Singers – Freedom Highway 2:55
13. John Lee Hooker – Big Legs, Tight Skirt 2:14
14. Nancy Wilson – Willie & Laura Mae Jones 2:47
15. Tony Joe White – Even Trolls Love Rock’n’Roll 4:51
16. North Mississippi Allstars – Someday Baby 2:29
17. Eddie Bo – We’re Doing It (Thang) 2:48
18. The Goodtimers – Chain Of Fools 2:21
19. The Fame Gang – Grits & Gravy 2:33
20. Eldridge Holmes – Where Is Love 1:39
21. Tina Britt – Sookie Sookie 3:05
22. Sonny Jones – Sissy Walk 2:22
23. Naomi David – Wind Your Clock 5:04
24. Piney Brown – Everything But You 3:01
25. Lou Courtney – Hot Butter’n All Pt. 1 2:55
26. Jimmy Hughes - It Ain’t What You Got 2:10
27. Muddy Waters – Got My Mojo Workin’ 2:47
28. John Hammond – Who Do You Love 2:59

Spoonful Vol. 8

Spoonful
Vol. 7/Bottle Up & Go

Chrispop's Cover sind ausgedruckt (Digitaldruck auf 250 Gramm Papier), die CDs mundgeblasen und zusammengepackt. Das Ergebnis macht stolz, doch, doch. Ich bin auch glücklich, daß ich Chrispop etwas genervt habe, denn mit diesem Ergebnis als Ausgangspunkt für die nächsten 100 Volumen kann ich mehr als leben. Das Bild oben kann zum lesen der Linernotes per Doppelklick vergrößert werden.

Vol. 7/Bottle Up & Go wurde wie schon öfter beschrieben von 4 Compilanten à 20 Minuten zusammen gestellt, darunter mit Erstbeteiligung von Alex und Kristin. Bis Track 7 hören wir eher schöne Warm-Up-Tracks, mit Gentleman June Gardner kommt der Groove ins Spiel und spätestens ab Art Neville wird das Tanzbein geschwungen.

Hier das komplette Tracklisting und unten die Liste derer, die dafür verantwortlich sind:

1. Speedball Baby – Three Quarter Man 3:23
2. The Paragons – When The Lights Are Low 3:03
3. Howlin’ Wolf – Spoonful 2:42
4. Isobel Campbell & Mark Lanegan – Ramblin’ Man 3:24
5. Rolling Stones – I Just Want To See His Face 2:44
6. Ray Charles – Eleanor Rigby 2:55
7. Roberta Flack – Reverend Lee 4:22
8. Gentleman June Gardner – It’s Gonna Rain 2:12
9. Elder Jimmy Hicks – I’m Mr. Big Stuff 2:23
10. Otis Redding – Tramp 2: 56
11. Otis Clay – She’s About A Mover 2:58
12. Fleetwood Mac – Showbiz Blues (Rework) 4:07
13. Monkeywrench – Bottle Up & Go 3:54
14. Mose Allison – Parchman Farm 3:17
15. The Meters – Handclapping Song 2:50
16. Art Neville - Bo Diddley 2:23
17. James Brown – My Thang (Undubbed Mix) 4:38
18. Big Jay Bush & The House Rockers – Soul Meeting 4:18
19. Sly & The Family Stone – The Seventh Son 2:15
20. Andre Williams – The Car With A Star 2:44
21. J. Geils Band – Sno-Cone 3:23
22. Pacific Gas & Electric – Are You Ready? 5:42
23. Willy DeVille – It’s So Easy 2:07
24. Tom Waits – Table Top Joe 4:07

Selected by Alex (1, 4, 18, 20, 24); MJ Sheehy (2, 5, 6, 7, 14, 15); Kristin (9, 10, 17, 19, 22, 23); R-man (3, 8, 11, 12, 13, 16, 21)

Spoonful Vol. 7

Dienstag, 6. November 2007

shake baby shake
im November
Die Nachlese

shake baby shake ist wieder auf Kurs. Nach einigen schwächer besuchten Spätsommer-Monaten war der ehrwürdige Stadtkrug letzten Samstag wieder sehr gut gefüllt. Die mittleren bis älteren Semeste tobten sich vor der Anlage und der Theke aus, die Jugend verzog sich die Nebenräume. Warum? Keine Ahnung.

An einzelne Tracks kann ich mich kaum erinnern, Axel und ich legten wie gewohnt viel Funk und Soul auf und unser Ingolf nahm sich mal wieder einige Freiheiten (das mit Status Quo haben wir dann aber doch nicht verstanden). Unsere DJane-Debütantin Kristin hat durchweg überzeugt, teilweise etwas mit der Technik gekämpft, sich aber letztlich in den Stamm der Gast-DJs festgespielt.

Irgendwann tanzten ein paar unserer Freunde. Um diesen seltenen Zustand beizubehalten, gab ich ihnen noch etwas Futter à la Iggy Pop/Mothers Finest/Roxy Music/Bob Marley, was dankend mit mehr Tanzen quittiert wurde. Axel entdeckte plötzlich Hundescheisse an seiner Hose und verließ das Etablissement überstürzt und weit vor seiner Zeit. Gegen 3 Uhr ließ ich mich dann von Taxi Kanand nach Hause fahren. Ingolf verrichtete noch bis 4.30 Uhr seinen Dienst und schloß dann 30 Minuten später mit ab. Fazit: ein schöner Abend.

Jetzt freuen wir uns alle auf den Dezember und unseren 2. Geburtstag. Das soll ein Abend werden, den keiner so schnell vergisst. Wir arbeiten dran. (R-man)

Montag, 5. November 2007

A Monday Morning Tune
Bonobo
Behind The Light

Bonobo ist ein musikalisches 1-Mann-Unternehmen aus Britannien, dessen wohlige Downbeat Tunes über diverse Genre-Compilationen verteilt sind. Ich mag alle seine Alben und wem der hier gespostete Track gefällt, der sollte sie auschecken.

Behind The Light ist allerdings eine exklusive B-Seite, die ich mal für 10 Cent aus dem Bargain Bin eines Record & Tape Exchange Ladens in London gerettet habe. Da kannte ich den Tune allerdings schon aus einem DJ-Set von Boozoo Bajou. Den hatte ich aus dem Internet, live vor Publikum aufgenommen. 120 Minuten und die beiden Nürnberger haben zirka 45 Minuten gebraucht, bis ihr Set einigermassen rhythmisch wurde. Vorher kreiselten sie atmosphärisch um sich selbst - ganz, ganz großartig. Und sehr mutig.

Behind The Light ist ein Tune, der im Mix wahrscheinlich eher als Bindeglied funktioniert, den ich aber einfach nur lovely finde. (R-man)

bonobo

Sonntag, 4. November 2007

Beatles Hate-List

…und weil das mit den Beatles auf so große Resonanz stieß, gehen wir die Sache diesmal anders rum an, was sich nach R-Mans gottlosen Lästereien wirklich aufgedrängt hat. Wir suchen die unerträglichsten Gassenhauer, peinlichsten Schlagerauswüchse und kitschigsten Geschmacksverirrungen. Auch als überzeugter Vertreter der Pro-Beatles-Fraktion fallen mir da spontan fünf Nummern ein.

Ob-La-Di Ob-La-Da
When I’m Sixty-Four (igitt, diese schmierige Klarinette!)
Yellow Submarine
Roll Over Beethoven
Rock And Roll Music

Und jetzt ihr - ich bitte um Ergänzungen, hier könnt ihr euren ganzen angesammelten Beatles-Frust abladen.

Achtung: bitte das Solowerk der vier nicht auch noch integrieren, sonst wird es uferlos…. (Whirlyjoe)

Samstag, 3. November 2007

Fab Four vs. Spoonful

Wo letztlich doch die Fab Four Spoonful Top-10 von Whirlyjoe noch um einige, teilweise fragwürdige (?!?) Tracks erweitert wurde, erlaube ich mir als Beatles-Ungläubiger einen kleinen Beitrag zum Thema. Die erste Version von Back Off Boogaloo von Ringo Starr. Einer meiner Favoriten. Schon länger. Die Frage nun: ist das Spoonful-kompatibel oder würde es die Grenzen (gibt es welche?) zu weit aufreissen? Und: ist es mit Children Of The Revolution und/oder 20th Century Boy von T. Rex kombinierbar? Und sind diese beiden Spoonful tauglich? Stellungnahmen bitte unter den Comments. (R-man)

Freitag, 2. November 2007

shake baby shake
im November

Morgen ist es so weit. Das November shake baby shake steht vor der Tür. Da ich im Oktober leider nicht dabei sein konnte und von den DJs keiner in der Lage war, eine vernünftige Nachlese zu schreiben, freuen wir uns jetzt erstmal auf morgen. Im Oktober war der Besuch wohl mehr als zufriedenstellend, was ja zur Hoffnung Anlass gibt.

Da wir im Dezember die 2. shake baby shake Box präsentieren, werde ich morgen schon mal ein paar von den von mir selektierten Tunes droppen. Ich habe das jetzt mal wie Axel gemacht, einfach die Tracks auf zwei CDs gebrannt, eine rechts, die andere links. Aber wahrscheinlich wird mir das zu langweilig...

Morgen erleben wir auch das Debüt eines Gast-DJs - oder besser einer DJane. Kristin heißt die junge Dame und wenn ich mal nach den Tracks gehe, die sie für Spoonful Vol. 7 abgeliefert hat, dann wird sie morgen den Stadtkrug fett rocken.

Und dann wollen wir hier noch mal auf den 1. Dezember hinweisen. shake baby shake wird 2 Jahre alt und feiert das mit einem Auftritt von Michael J Sheehy und seinem Bruder Patrick McCarthy. Die beiden werden auch auflegen und sich mit 9 weiteren DJs um die Wheels Of Steel prügeln. Das wird eine großartige Party, da bin ich mir sicher. (R-man)

Donnerstag, 1. November 2007

Abt.: Do the reggay!
The Dynamics
Version Excursions


Der Chef des eines führenden deutschen Mailorders hat die mittlerweile vier erschienen 7-Inch-Singles der multikulturell-französischen Reggae-Band in den letzten Wochen ja bereits in Grund und Boden gelobt – und das völlig zurecht. Jetzt kommt endlich das Debütalbum mit insgesamt sechs der acht bereits von den Singles bekannten Tunes (die übrigen neun sind alle neu). Was keinesfalls schlecht ist, handelt es sich hier doch um einfach nur wunderbare Cover-Versionen von White Stripes („Seven Nation Army“), Rolling Stones („Miss You“ – schlicht genial), Madonna („Music“ – für mich fast noch genialer), Curtis Mayfield („Move On Up“), Gwen McRae („90% Of Me Is You“) und Cymande („Brothers On The Slide“).

Zumindest bei zeitgenössischen Cover-Versionen im Reggae-Sound sollte man ja eigentlich skeptisch sein, zu groß ist die Gefahr, in die Abgründe von Party- und Sunshine-Reggae zu stürzen, aber die Dynamics aus Lyon machen einfach alles richtig: sie singen ganz betörend (zwei Jungs als Soul-Crooner bis ins höchste Falsett), dazu Sängerin Mounam mit kamerunischen Wurzeln. Noch besser sind aber die Beats, allein wie hier das Hi-Hat bearbeitet wird, lässt mich dankbar auf die Knie sinken. Dazu ein pumpender Bass und wohldosierte Dub-Effekte, alles ebenso druckvoll wie perfekt oldschoolig produziert. Und ja, es gibt noch mehr Cover-Versionen, u.a. „Whole Lotta Love“ von Led Zeppelin (auch das schaffen sie locker), „Rock It“ von Herbie Hancock, „The Creator Has A Masterplan“ von Pharoah Sanders und das ausnahmsweise wenig geglückte „Lay Lady Lay“ von Bob Dylan. Trotzdem Killertunes galore und mit großem Abstand das beste Reggae-Album seit Jahren. Konkurrenzlos gut auch das Motto der Band: „Deeply Rooted in Soul“. (Whirlyjoe)

miss you

cd oder 2-lp zum sonderpreis