Dienstag, 21. August 2007

Notting Hill
Carnival calling...

Noch ein paar Tage und die shake baby shake Residents Axel und R-man werden in London die Strassen noch unsicherer machen, als sie ohnehin schon sind. Denn der Notting Hill Carnival findet wie gewohnt am letzten August-Wochenende (Sonntag und Montag) statt.

Natürlich gibt es nachher einen fetten Reisebericht, denn was gibt es besseres, als bei sonnigen 25 Grad (Tatsache!) gegen mittag die erste Dose eiskaltes Red Stripe aufzureissen und sich vor die Bassrutsche von Mickey Dread zu stellen? Nicht viel, korrekt! Ganz wichtig dieses Jahr: mit den bekloppten Mayall Brüdern von Gaz's Rockin Blues die After-Party feiern! Denke das wird Sünde pur.

Anyway, sollte ein Blog-Leser am Wochenende vor Ort sein, dann bitte ich um Kontaktaufnahme. Eventuell können wir ja mal zusammen auf Norman Jay und Gilles Peterson anstossen? (R-man)
Mixtape Update
Sunny Sunday Morning
Track 23: J.J. Cale

So, mein letzter Tune für dieses Mixtape. Zeit für´s Mittagessen. Habe lange hin und her überlegt, aber die anderen Tunes auf meiner Liste wollten nicht so richtig passen, Dirty Vegas wurde von meinen Co-Kompilatoren abgewählt (so hinten rum) und dann dachte ich mir, J.J. Cale geht immer. Das war dann allerdings auch nochmal extrem verworren. Die Story geht so...

Track 23.
J.J. Cale – Out Of Style
Gerade mal 2 Sterne bekam das 1979 erschienene Album “5” des Schweigers von Tulsa vom All Music Guide, was ich definitiv für ungerecht halte. Sind ein paar richtig coole Nummern drauf. Ich förschelte mich jedenfalls durch mehrere Cale-Alben, auf der Suche nach einem Song unter 3 Minuten. Hat er reichlich. Das war nicht das Problem. Schließlich fand ich Katy Kool Lady auf „5“, ein recht unüblicher Tune des Saitenmeisters. Zwar besteht er aus dem typisch-lässigen Rhythmus, aber vor allem aus einer perlenden Pianofigur und Gebläse (Klarinette, eigentlich Scheiße, ist hier aber auszuhalten). Auf meiner CD ist auch ein kurzes Gitarrensolo, was nach der WAV-Umwandlung dann nicht mehr zu hören war. Keine Ahnung, wo es geblieben ist. Also ist das hier die Erstaufführung - J.J. Cale fast völlig ohne Gitarre.

Als ich den Track dann my man K-Nut vorstellte, sagte dieser: "Das ist nicht Katy Kool Lady". Und dann hat sich herausgestellt, daß der Tune beim ersten CD-Umschnitt aus unbekannten Gründen von einem Mystery Track ersetzt wurde! Aber auf dem Cover nicht geändert wurde. Aber da das Intenet a wonderful thing ist, habe ich das schnell herausgefunden und daß es sich hier um Out Of Style handelt. Love it... (R-man)

Track 23.

Montag, 20. August 2007

Der Montag Morgen
mit Dirty Vegas

Diesen Tune hatte ich eigentlich als letzten Sunny Sunday Morning Mixtape-Beitrag vorgesehen, aber meine beiden Mitstreiter Whirly & K-Nut konnten meine Begeisterung nicht wirklich teilen. Dann habe ich mich für einen anderen Tune entschlossen (seht ihr morgen), hatte den hier aber schon upgeloadet, wie man so schön sagt. Also, hier nur einen Tag, morgen hau ich den wieder weg...

Dirty Vegas sind an mir vorbei gegangen. Diesen Tune habe ich auf einer billigen Chill Out CD gefunden, die ich immer mal einsacke, wenn sie preiswert rumstehen und das Tracklisting einigermassen aussieht. Investition zur Weiterbildung sozusagen. Auf der war auch Ben Harper und Turin Brakes zu hören, aber der Dirty Vegas Songs hat mich von Anfang an richtig umgehauen.

Days Go By (Acoustic) hängt als Bonus am Dirty Vegas Album (2002, Cover hier links), die elektrische Version ist ein ziemlich pumpender Dancefloor-Hammer. Auch nicht schlecht, aber akustisch merkt man erstmal, was für ein feiner Song das ist. (R-man)

Dirty Vegas - Days Gone By (Acoustic)

Sonntag, 19. August 2007

Mixtape Update
Sunny Sunday Morning
Track 22: Velvet Underground


Wir haben die Zielgerade erreicht. Jetzt heißt es endgültig Tempo rausnehmen (glaube ich jedenfalls) und einen gemütlichen Ausklang hinkriegen. Und dies ist mein Song, den ich eigentlich ganz am Ende sehen wollte. Ziehe ich jetzt aber vor, schon um zu sehen, wie die Kollegen darauf antworten.

Track 22: Velvet Underground - Afterhours
Afterhours
ist natürlich Moe Tuckers Song, findet sich auf dem namenlosen 69er-Album und bildet in all seiner beschwingten Kinderliedhaftigkeit einen überzeugenden Kontrast zur ansonsten V.U.-typischen New Yorker Kunst- und Drogen-Schwere.

Natürlich spreche ich auch hier mit voller Überzeugung von einer kompositorischen Perle, denn in der Einfachheit liegt die wahre Schönheit. Weshalb dieser Song die vergangenen Dekaden ebenso unbeschadet überdauert hat, wie die kommenden. (Whirlyjoe)

Track 22.

Samstag, 18. August 2007

Pete's Best Vol. 1
'Scuse Me While I Kiss The
Sky oder: The Summer Of

Love revisited

Jimi Hendrix' brennende Gitarre. Janis Joplins Southern Comfort getränkter Blues. Die Beatles in Uniformen, die Stones mit komischen Hüten auf den Köpfen. Das Monterey-Festival. Der Vietnam-Krieg. Aufbegehren gegen die bestehende Ordnung. Haight-Ashbury brodelt, London swingt. Die Jugend der Welt trägt Stirnbänder und Blumen im Haar, Indianerschmuck und schrille Klamotten und träumt bunte Träume von einer besseren, friedlicheren Welt. Und Grateful Dead und Jefferson Airplane, Doors und Byrds, Pink Floyd, Love und Buffalo Springfield spielen den Soundtrack zum Flug auf dem magischen Teppich. Der Zauber wirkt fort – auch im 40. Sommer nach dem Sommer der Liebe. „What's so funny 'bout peace, love and understanding?“, begehrte Elvis Costello einst zu wissen. Gute Frage. Doch genug der Vorrede: Hier sind zehn Alben aus dem Jahr 1967 – für die Ewigkeit. Coming to the top...

04. The Doors – The Doors
Sie sind düster, unheimlich und, geheimnisvoll – so wie ihre Musik. Sie sind der Gegenentwurf zu dieser ganzen beschwingten, farbenprächtigen, von Drogen und Liebe beflügelten „Come on, people, now get together, try to love one another right now“-Seligkeit der kalifornischen Hippies. Sie lassen sich von der griechischen Mythologie inspirieren, von Bertolt Brecht und Kurt Weill, von alten Bluesmusikern, bringen ihre eigene Erfahrung aus Filmhochschule, Meditationskursen, Drogenexperimenten sowie dem Studium diverser Dichter, Denker und Philosophen von Aldous Huxley bis Antonin Artaud ein und schaffen Songs, wie sie die Welt noch nicht gehört hat. „Break On Through (To The Other Side)“. „Light My Fire“. „Soul Kitchen“. „The End“. Um Tod und Verdammnis geht es in diesen Songs, um Liebe und Sex, um Ausbruch und Freiheit. Morrison betrachtet sich zeitlebens als Poet, als „erotischer Politiker“ gar, aber gewiss nicht als Sänger in einer Rock-'n'-Roll-Band. Und obwohl es seit geraumer Zeit schick zu sein scheint, seine – zugegeben bisweilen angestrengten und komplett humorfreien – Lyrics als dilettantischen Unfug zu schmähen, bleibt doch festzuhalten: Morrison war einer der charismatischsten Performer überhaupt, Manzarek, Krieger und Densmore eine nahezu unschlagbare musikalische Einheit - und „The Doors“ darf als eines der großartigsten und einflussreichsten Debütalben aller Zeiten gelten. (Peter Felkel)

PS.: Im Zuge der 40th Anniversary Reissues wurden die Doors Scheiben ja neu abegmischt, mit teilweise sehr heftigen Unterschieden zum Original. Auch läuft der Reissue schneller, weil man 40 Jahre später merkte, daß das Original wegen eines technischen Fehlers zu langsam lief. Und schon fast frevelhaft: die originale CD (auch die Remaster) werden ausverkauft, nicht nachgepresst und durch die 40th Anniversary Remxie ersetzt!

Freitag, 17. August 2007

Jesus Is Waiting...

...ooh, sweet Soul music...

Abt.: Roots
Culture
Two Sevens Clash

Ganz klar eines der Meisterwerke der Roots-Ära. Jetzt als 30th Anniversary Edition runderneuert. Als streng gläubige Rastafaris began das Vokaltrio 1976 mit Joe Gibbs zu arbeiten und legten mit der zweiten Single Two Sevens Clash gleich einen Klassiker vor. Tatsächlich glaubten die Rastas, im Jahre 77 (wenn zwei 7en clashen) würde die Apokalypse beginnen. Da ist ja dann erstmal nichts passiert, aber am 7.7.77 waren die Strassen Jamaikas leergefegt, denn hier clashten gleich four sevens. Religion...

Aber die Welt drehte sich weiter und so stellten sie mit den Revolutionaires (Sly & Robbie, Tommy McCook etc.) dieses Album fertig, welches 1977 in Londons Rough Trade Shop besser verkauft haben soll, als das gleichzeitig erschienene Exodus. Und das ist ja schon mal was.

Die 30th Anniversary Edition kommt mit neuen Linernotes von Lenny Kaye, vielen extra Fotos und fünf erstklassigen Dubs und 12“-Mixes (zwei mit I-Roy) als Bonus. Dazu kommt das Teil in einem Digibook von CD-Hüllen-Grösse. Warum nur? (R-man)

cd

Donnerstag, 16. August 2007

Mixtape Update
Sunny Sunday Morning
Track 20: Johnny Nash

Diesen Song hatte ich vor kurzem schon mal ganz oben auf der Liste, aber da erschien er mir plötzlich doch all zu sehr abgenudelt und ausgelutscht. ...zumal es ja auch gefühlte 400 Coverversionen davon gibt. Aber wie schrieb R-man in einer seiner letzten diesbezüglichen mails: „A good song is a good song“. Und dies ist ein guter Song:

Track 21.
Johnny Nash – I Can See Clearly Now

Ein schwarzer Soulsänger aus Texas, der mit Reggae auch in den USA Millionen von Platten
verkauft hat, findet sich eher selten. Erfolge hatte er unter anderem mit Coverversionen seines Freundes Bob Marley, aber diese Nummer hier ist seine eigene. Am bekanntesten dürften hier die Coverversionen von Jimmy Cliff und Holly Cole sein. Letztere wurde vor ein paar Jahren in irgendeiner Sprit-Werbung verwurstet, ist aber meiner Meinung nach die beste. Der Song (Backingband sind Mitglieder der Wailers) stammt vom gleichnamigen Album von 1972.

...ein durch und durch optimistischer Anschluss an den Joker und mein letzter Song für das Mixtape. (K-Nut)

Track 21.

Mittwoch, 15. August 2007

Holy Moly!

Abt.: NZ in Dub
Black Seeds
Into The Dojo


Neulich noch live auf der Bohannon-Bühne(wir berichteten), nun als Konserve schwerst empfohlen - das 3. Album der Black Seeds. Seit fast 10 Jahren ist dieses 6-8-köpfige Ensemble aus Neuseeland bereits in Sachen Reggae unterwegs und hat in ihrem Heimatland in etwa den Status ihrer Kollegen Fat Freddys Drop. Letztere werden in Europa von Daniel Best und seinem Best Seven Label betreut und nachdem sich das Album von FFD zirka 6-stellig verkauft haben dürfte (Qualität setzt sich manchmal durch), erscheint nun dieses 2006er Album der Black Seeds erstmals in Europa. Die natürlich nichts mit den Mannen von Nick Cave zu tun haben und schon 2005 auf der New Zealand In Dub Compilation (Echo Beach) mit Keep On Pushin’ einen Monster-Tune hatten.

Nun sollte man die Black Seeds erwartungstechnisch von Fat Freddys Drop abkoppeln, denn wo FFD Rare Groove/Soul/Folk-Elemente in ihren Sound einbauen, geben sich die Black Seeds dem relativ puren Reggae hin. Aber den kriegen sie völlig klischeefrei hin und begeistern dabei mit einem melancholischen Unterton, der sich wie bei den besten Roots-Platten durch die gesamte Platte zieht. Gleich der Opener The Answer gibt die Richtung vor, ein überaus hypnotischer Tune (auch auf der best Seven Selections 2) mit intensiv vorgetragener Gesanglinie. Danach folgt mit Cool Me Down ein richtiger Hit (auch live unstoppable). Durchaus variabel und als sehr gute Songwriter präsentieren sie sich im Verlauf des Albums, arrangieren jeden 2. Song mit satten Bläsern, schieben einen uptempo-Dub-Track ein (The Prince) und geben sich mitreissend/poppig/hymnisch wie auf Sometimes Enough. Als Bonus gibt es die beiden besten Stücke The Answer und Sometimes Enough noch als grandiose Dub-Versionen und Tuk Tuk als weiteren Bonustrack.

Into The Dojo setzt in diesem Bereich Maßstäbe und dürfte bei mir in nächster Zeit auf Dauerrotation laufen und als Mixtape-Spender herhalten müssen. Neben ausserordentlicher Musikalität ist es ganz sicher die abgeschiedene Lage Neusselands, die ganz eigene Pflänzchen gedeihen lässt. Ganz feine Sache das! Mit dem Viererpack Into The Dojo, Fat Freddys Drop’s Based On A True Story und den beiden Best Seven Selection Vol. 1 und Vol. 2 kommt man allerbestens gerüstet durch den Sommer. (R-man)

cd

Dienstag, 14. August 2007

Mixtape Update
Sunny Sunday Morning
Track 20: Spearhead


Auf meine Frage, was das den für musikalische Steilvorlagen wären, antwortete my man Whirly nur was von "Befreiungsschlägen". Ich kann solche ungenauen Pässe jedenfalls nicht erlaufen, auch wenn man mich damals in der Bezirksklasse gerne Zico rief ("der weiße Brasilianer"). Und in meiner Belle & Sebastian Sammlung wühle ich auch nicht, denn die ist non-existent. Ich habe (glaube ich) eine CD-Single mit irgendeinem tauglichen Remix, aber die finde ich grad nicht. Und sowieso muß jetzt mal etwas Butter bei die Fische, wie man im Weser Hill Country zu sagen pflegt, denn bei dem melancholerischen Grundtempo legt man sich gleich wieder zum Mittagsschlaf hin. Da dies der Sachlage nach mein vorletzter Beitrag ist (wir sind bei 70 Minuten), mußte ich den jetzt bringen. Ganz wie damals zu meiner besten Zeit, spiele ich lieber mal einen Risikopass in die Tiefe. Nur gut, daß ich K-Nut's Laufwege kenne...

Track 20.
Spearhead - The Joker
Ich bin ja beinharter Steve Miller Band Fan. Die erste Handvoll Platten sind absolute Meisterwerke des Psychedelik-Blues, deren Klasse ich erst neulich wieder entdeckt habe. War absolut verwundert, welch grandiose Songs ich in den letzten 20 Jahren vergessen hatte. Bei The Joker konnte er das Qualitätslevel nicht mehr über ein ganzes Album halten, aber für ein paar Klassiker war er trotz allem noch gut. So wie dieser Tune hier. Das Original mag für den einen oder anderen vielleicht etwas abgenudelt erscheinen, deshalb gebe ich Euch hier die (gelungene) Version von Spearhead. Die ist zudem noch recht rar, denn es gab sie exklusiv auf einer Kiffer-Compilation namens Hempilation 2.

Some people call me the Space Cowboy, some call me the Gangster Of Love... Dig it! (R-man)

Track 20.

Montag, 13. August 2007

Die Schnelle Quelle,
schwarze Samen
und A Bouquet Of Hits!


Wie das alles zusammen passt? Nun, liebe Gemeinde, daß werde ich Euch jetzt erzählen. shake baby shake Resident Axel und ich sind letzten Freitag mal eben nach Berlin gedüst, um der Releaseparty der Best Seven Selections 2 beizuwohnen und bei diesem Anlass die Black Seeds live zu erleben. Letztere sind eine neusseländische Reggae-Combo in den Spuren der grandiosen Fat Freddys Drop. Zudem mit erstklassigem neuen Album (Into the Dojo) am Start.

Mit Ax-man als kundigem Führer sind wir erstmal nach Kreuzberg, bißchen rumwandern, hinsetzen und Kaffee trinken. Den einen oder anderen Plattenladen haben wir dabei geentert (Logo, Scratch) und die Stapel diverser Trödler durchforscht. Letztendlich gab es nicht wirklich viel abzustauben, aber für minimale Euros gingen mit: Boris Gardiner (20-Track Retrospektive mit viel Grütze und einer mir unbekannten, aber recht famosen Version von Ain't No Sunshine), Rare Earth (Midnight Lady, spätes Album, prod. by Norman Whitfield), Mark-Almond (auf Line), Mink De Ville (Coup De Grace), Buffy Sainte Marie (Changing Woman) und A Bouquet Of Hits von Ferrante & Teicher (mit Mac Arthur Park, Sunny, The Good The Bad & The Ugly). Zwei Alben (Vinyl) von den Undisputed Truth habe ich stehen lassen, 12 Euro schienen mir doch etwas heftig, aber ich denke, die Band werde ich demnächst komplettieren müssen.

Nach dem Einchecken und drei schnellen Bier wurde erstmal geruht und sich mental auf die lange Nacht vorbereitet. Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir schon recht früh vor dem Bohannon - dem Club/Ort der Veranstaltung - sorgten aber erstmal für die nötige feste Grundlage. Auf zwei Großbild-Leinwänden verfolgten wir danach in der Schnellen Quelle die 2. Halbzeit des Spieles Stuttgart-Schalke. Das war eine echte Berliner Eckkneipe mit einer erstklassigen Wirtin! Die uns aber nicht ausreichend erklären konnte, warum es im Laden gefühlte 25 Grad wärmer war als draussen (T-Shirt Wetter)?!? Also stellten wir uns in die Tür der Sauna und konzentierten uns auf die Wiederholungen.

Gegen 22.30 Uhr schlenderten wir dann zum Bohannon, standen natürlich nicht auf der Gästeliste, wurden aber trotzdem durchgewunken. Cool! Das Bohannon entpuppte sich als schöner/weitläufiger Kellerclub, der stilistisch voll auf meiner Wellenlänge liegt. Man fühlte sich also gleich wohl, auch wenn sich die Versorgungslage erst beim 3. Bier korrekt einpendelte. Vorher gab es kaltes Jever (bääh) und warmes Berliner (bääh). sbs-Besucher An-Dré wurde auch direkt erkannt und begrüßt.

Vom Band lief ein toller Soul-Reggae-Sampler und als erste Band traten Eva Be auf, wobei die Namensgeberin in einem hautengen Leggins-Kostüm eine gute Figur machte, vor allem, da sie zirka im 7. Monat schwanger war. Ich hatte die ganze Zeit Angst um das Baby, denn das was das Quartett (mit teilweise Gast-Sängerin) da zauberte, ging schon richtig gut ab.

Nach einer minimalen Umbaupause legten die 8-köpfigen Black Seeds aus Wellington/Neuseeland direkt los. Und wer die neue CD kennt und liebt, dem kann ich sagen, live sind sie um einiges besser. In 10 Jahren Bandgeschichte haben sich genug gute Tunes für 90 Minuten angesammelt und auch eine gewisse Routine, wie ein Publikum zu packen ist. Nämlich mit einer bezwingenden Mischung aus Dynamik, tollen Melodien, Raum für Grooves und gut gesetzten Bläsersätzen. Das Ganze hin und wieder in einem Tempo, daß an Hochgeschwindigkeits Ska ranreichte. Aber dann auch wieder ruhig und relaxt mit superfetten Riddims. Da machte es auch nichts, daß ausser dem Perkussionisten-Beau optisch nichts aus der Band rauszuholen war. Der Frontmann/Sänger/Gitarrist sah aus wie der Sänger der Bottle Rockets und überhaupt war das eine Mischung aus Riesenbabies, Lehrern und Truckern. Aber mit ihrem mitreissenden Sound würden sie garantiert jeden Reggae-Hasser konvertieren.

Wir hatten einen Platz in der ersten Reihe und tanzten bis zur völligen Erschöpfung, teilten unser Bier mit jungen Mädchen, die wegen eines längeren NZ-Aufenthalts einen enormen Wissensvorsprung in Sachen Black Seeds hatten und amüsierten uns wahrlich königlich. Nach gefühlten 90-100 Minuten war der Gig vorbei und alle waren zufrieden.

Direkt wurden ein paar Klassiker vom DJ-Stapel gelassen - Chase The Devil etwa, oder die wundervolle Version von Ordinary People (Jennifer Lara, auf Studio One). Noch während ich mich bei Label- und Bohannon-Eigner Daniel Best nach letzterer erkundigte, rasselte ich mit einem unfreundlichen Herren zusammen, der gerade seinen Laptop mit dem Mixer verkabelte. Noch sorgten zwei andere Plattenleger für gute Stimmung, aber als der Griesgram seinen Serato Scratch Aufbau (keine Lust das jetzt zu erklären) beendet hatte, übernahm er für den Rest des Abends. Zwar konnte er sauber mixen, aber mit seiner Mischung aus Hits (Crazy) und Disco nicht wirklich überzeugen. Noch dazu ging er mit einer derart lustlosen Fresse ans Werk, als wollte er Eier abschrecken. Das hätte man tatsächlich besser lösen können! Wollte man aber wohl im Hause Best Seven nicht.

Axel und mir war's dann auch egal. Es war 3 Uhr morgens, wir waren am Ende unserer Aufnahmekapazität, glücklich und zufrieden. Am nächsten Tag ging es wieder nach Hause. War schön! (rh)

PS: Hier ein Interview mit Daniel Best zur Philosophie des Bohannon Clubs und die Webseite des Ladens.

Sonntag, 12. August 2007

Abt.: Fette Beute
Flohmarkt in
Holzminden

Da die Posts für die nächsten Tage schon feststehen, hier ein brandheisser Bericht über die soeben getätigten Flohmarktkäufe. Holzminden war wieder eine Reise (20 Km) wert, obwohl ich noch nicht mal wusste, dass heute Flohmarkt ist.

Neu im R-man Schrank ab sofort: LPs von Supermax (World Of Today, meine 4.), Hair (englische Originalaufnahme, saucooles Cover), Bob Marley (Uprising), Rolling Stones (Big Hits), Jimmy Cliff (Give Thanks), The Ventures (Very Best Of), Michael Rother (Sterntaler).

Maxis von Chris Rea (Josephine in der French Version), ABC (The Look Of Love), Power Station (Get It On), Bill Withers (Oh Yeah! plus 4 Hits), Kool & The Gang (Cherish im US Remix), Talk Talk (Life's What You Make It).

7"-Singles: Birth Control (Gamma Ray Pt. 1+2), T. Rex (Children Of The Revolution, endlich im Picture Sleeve), Style Council (Walls Come Tumbling Down), Joe Cocker (With A Little Help.../Delta Lady), Jimmy Cliff (Hot Shot), Free (All Right Now/Wishing Well), Golden Earring (Radar Love), 2 x Supermax (I Want You und It Ain't Easy), Johnny Guitar Watson (Booty Ooty), Boney M. (I See A Boat On The River. B-Seite: tatsächlich die Boney M.-Version von My Friend Jack von Smoke!!!), Steppenwolf (Born To Be Wild), David Bowie & Mick Jagger (Dancing In The Street), Laid Back (Sunshine Reggae, auch eine, die ich wegen White Horse nie stehen lassen kann), Boney M. (Mary's Boy Child/Dancing In The Street. Kann ich auch nicht vorbei - geile B-Seite, gell Whirly?), Hot Chocolate (Man To Man), The Dillards (I've Just Seen A Face/Reason To Believe- Original Elektra).

Alles so zwischen 50 Cent und 1 Euro. Impossible is nothing... (R-man)
Mixtape Update
Sunny Sunday Morning
Track 19: The Gentle Waves

Genau, das musste sein. Zurecht neulich schon von einem sachkundigen sbs-Besucher vorgeschlagen, scheint mir jetzt der richtige Moment für Isobel Campbells wohl allerschönsten Song gekommen zu sein. Er stammt vom zweiten (und letzten) Gentle Waves-Album Swansong For You.

Track 19.
The Gentle Waves - Falling From Grace
Damals (2000) noch hauptberuflich bei Belle & Sebastian im Einsatz, hatte sie ihr erstes Soloprojekt The Gentle Waves noch relativ frisch im Rennen – heute macht sie ja immerhin schon Duett-Platten mit Mark Lanegan.

Damals klang sie noch mädchenhafter als die wimpischen B&S, hatte aber kompositorisch einen wirklich großen Wurf gelandet – wenn das mal keine Perle ist, dazu noch angemessen kunstvoll mit Clavinet und Cello instrumentiert. Zwar weht hier auch ein zarter Hauch von Melancholie, dennoch ist das genau die Musik, die ich Sonntag morgens hören will. Habe ich mir damals gleich nach Erscheinen des Albums als 12-Inch geholt und bis heute nicht bereut.

Hier kann man auch das Video sehen. Bin dann mal gespannt, ob R-Man sich jetzt doch noch in seine Belle & Sebastian-Sammlung vertieft…. (Whirlyjoe)

Track 19.

Samstag, 11. August 2007

Pete's Best Vol. 1
'Scuse Me While I Kiss The
Sky oder: The Summer Of
Love revisited

Jimi Hendrix' brennende Gitarre. Janis Joplins Southern Comfort getränkter Blues. Die Beatles in Uniformen, die Stones mit komischen Hüten auf den Köpfen. Das Monterey-Festival. Der Vietnam-Krieg. Aufbegehren gegen die bestehende Ordnung. Haight-Ashbury brodelt, London swingt. Die Jugend der Welt trägt Stirnbänder und Blumen im Haar, Indianerschmuck und schrille Klamotten und träumt bunte Träume von einer besseren, friedlicheren Welt. Und Grateful Dead und Jefferson Airplane, Doors und Byrds, Pink Floyd, Love und Buffalo Springfield spielen den Soundtrack zum Flug auf dem magischen Teppich. Der Zauber wirkt fort – auch im 40. Sommer nach dem Sommer der Liebe. „What's so funny 'bout peace, love and understanding?“, begehrte Elvis Costello einst zu wissen. Gute Frage. Doch genug der Vorrede: Hier sind zehn Alben aus dem Jahr 1967 – für die Ewigkeit.

05. Jefferson Airplane – Surrealistic Pillow
Diese Band und dieses, ihr zweites Album sind nicht weniger als die Verkörperung des „summer of love“: Marty Balin (Gitarre, Gesang), Jack Casady (Bass), Spencer Dryden (Schlagzeug), Paul Kantner (Gitarre, Gesang), Jorma Kaukonen (Gitarre, Gesang) und die erst im September 1966 zur Band gestoßene Sängerin und Keyboarderin Grace Slick leben in einer dieser riesigen, alten, viktorianischen Villen in San Franciscos Fulton Street und nehmen – mit Jerry Garcia als musical and spiritual adviser - binnen weniger Tage im November 1966 in den RCA-Studios in Hollywood diesen Klassiker des psychedelischen Westcoast-Rock auf, der auch die beiden Top-10-Hits „Somebody To Love“ und „White Rabbit“ enthält, die mit Abstand bekanntesten, aber gewiss nicht die einzigen großartigen Tracks eines durchgehend fantastischen Longplayers. Mindestens Balins wunderfeine Folk-Fantasie „Comin' Back To Me“, Kaukonens verspultes Instrumental „Embryonic Journey“, dazu der mitreißende Opener „She Has Funny Cars“, das zynische „Plastic Fantastic Lover“, der rustikale Countryrocker „D.C.B.A. - 25“ und das zutiefst romantische „Today“ liegen auf dem gleichen Level, der Rest ist kaum schwächer. „Surrealistic Pillow“ - das waren seltsame Nachrichten von einem fremden Planeten. Wie nennt Paul Kantner das San Francisco jener Tage so treffend: „49 square miles surrounded entirely by reality“. See you there, one day or another. (Peter Felkel)

Freitag, 10. August 2007

Es ist vielleicht
noch etwas früh…


…aber große Ereignisse werfen ihre Schatten sowas von voraus, da dachte ich, ich droppe jetzt mal die letzten Neuigkeiten. Nach der letzten grandiosen OBS-Afterparty im Stadtkrug mit den Brüdern Michael (Sheehy) und Patrick McCarthy hinter den Decks (wir berichteten), hat sich gerade in dieser musikalischen Hinsicht unter den shake baby shake Blogmachern einiges getan. Denn in Erinnerung an diesen denkwürdigen Abend haben K-Nut, Whirlyjoe, Chrispop und ich (R-man) je eine CD kompiliert. Mit Songs, die wir im Ping-Pong mit den McCarthys gespielt hätten, hätte man uns gelassen (ich durfte ja, und einige davon haben es auch auf meine CD geschafft).

Nur zwei Monate mußte ich auf Post aus England warten: vorgestern sind endlich gleich drei Discs der Brotherhood eingetroffen, die ich jetzt auf zwei CDs eingedampft habe. Da war der Gedanke an eine ultralimitierte 6-CD-Box schon geboren. Der Titel der Blechkiste (mit 16-seitigem Booklet) ist Spoonful. Ich nenne jetzt einfach mal pro CD drei Bandnamen, damit ihr wisst, wo die Reise hingeht: Captain Beefheart, Freddie King, Bobbie Gentry, Bar-Kays, Lee Dorsey, Lord Tanamo, Betty Harris, Detroit Cobras, Johnny Cash, John Lee Hooker, James Brown, Animals, Bo Diddley, Spanky Wilson, Roger & The Gypsies, Ike & Tina Turner, Slim Harpo, Solomon Burke. Aber das sind nur die bekanntesten Namen, auf sechs prall gefüllten CDs und unter 172 Songs findet sich jede Menge mehr cooler Stoff zwischen R&B, Rock`n´Roll, Country, Soul, Funk, Garage-Rock – alles in der tanzbar-groovenden Variante.

Und das Beste: Michael und Patrick kommen wieder! Die Tickets sind schon gebucht. Am Samstag, dem 1. Dezember feiert unsere kleine shake baby shake Party den 2. Geburtstag und da wollen wir es mal wieder so richtig krachen lassen. Die Türen des Stadtkrugs öffnen wie gewohnt um 20.30 Uhr, die Post wird in allen Räume abgehen! Gegen 22.30 Uhr werden Michael und Patrick einen Akustikset abliefern (darauf freue ich mich schon besonders) und nach einer kleinen Pause werden wir sie noch hinter den Wheels Of Steel begrüssen dürfen. Eins ist mal klar, ich werde vorher Tanzstunden nehmen. Nochmal lasse ich mich nicht so vorführen!

Natürlich wird sich die Magie des post-OBS-Gigs nicht nachstellen lassen können, aber der Abend wird garantiert eine feine Sache werden, da mache ich mir keine Sorgen. Neben den drei shake baby shake Residents dürfen wir als zusätzliche DJ-Freunde (hoffentlich auch bei der Arbeit) begrüssen: Fruity Mulati, Peter Felkel (Musikexpress) und die drei Spoonful-Compilanten Chrispop, K-Nut und Whirlyjoe. Aber am meissten freue ich mich natürlich auf die beiden verrückten Brüder! Natürlich werden wir uns musikalisch nicht auf Spoonful-kompatibles beschränken - ich könnte auf Zuruf auch meinen neuen Edit von Peace Frog droppen! Donna Summer jemand? Buffalo Springfield gefällig? Supermax? Alles geht...

Wer also schon länger hier im Blog reinschaut, OBS-Veteran ist oder einfach mal Bock hat, bei einem shake baby shake Abend dabei zu sein, der sollte am 1. Dezember-Wochenende einen Trip in unser kleines Weserstädtchen unternehmen. Wir würden uns freuen… (R-man)

PS.: Neben den Hotels Stadt Bremen, Böker, Kuhn und ähnlichen Etablissements gibt es mit der Pension Schübeler eine neue Übernachtungsmöglichkeit in Beverungen. Das (frisch eingerichtete) DoZi gibt es ab 15 Euro pro Person oder ganz umsonst, wenn man die Matratze kauft. Die Pension liegt ungefähr 2 Minuten vom Stadtkrug entfernt und Carl-August (der Inhaber) ist der neue Beverunger Schützenkönig (also unbedingt mit "Majestät" anreden)!

Donnerstag, 9. August 2007

Mixtape Update
Sunny Sunday Morning
Track 18: Isolation Years

Einen Folkie kann man mich nun wirklich nicht nennen und die Geige zählt auch nicht gerade zu meinen Lieblingsinstrumenten. Trotzdem (nach Reel & Soul Association) nun mein zweiter leicht folkloristischer Beitrag zum Mixtape:

Track 18.
Isolation Years – Landslide
Nach drei eher getragenen Alben haben die Nordschweden mit Sign Sign ein durchweg positives und schon fast fröhliches Album veröffentlicht. Noch recht aktuell (April 2007) birgt Sign Sign mit Landslide einen meiner momentanen Lieblingssongs. So gutgelaunt kennt man die Band zwar von der Bühne (z.B. OBS) aber nicht unbedingt von ihren vorangegangenen Platten. Diese sind zwar lange nicht so schwermütig, wie man es den Skandinaviern oft nachsagt aber doch etwas introvertierter als es Landslide vermuten lässt. Empfehlenswert sind sie jedoch alle; mindestens einen wirklich herausragenden Song (It’s Golden; Hemisphere; Look What I’ve Done) findet man auf jeder.

…zumal alle wirklich günstig beim Mailorder Eures Vertrauens erhältlich sind! (K-Nut)

Track 18.

Mittwoch, 8. August 2007

shake baby shake

Isaac Hayes
Schokokeks im
Disco-Fieber
Der Fortsetzungsroman
Kapitel 4

Diesmal der ganze Rest, den Fokus auf die eher raren Perlen des Spätwerks gerichtet.

Aber erst mal zum Auflockern das Video oben: wegen solcher Clips muss man YouTube doch einfach lieben: Playas Unite!
Und weiter mit den Alben:

Chocolate Chip (1975)
Das letzte eher klassische Soul-Album von Isaac Hayes, das von ihm erstmals in seinem eigenen Studio in Memphis arrangiert und produziert wurde. Es repräsentiert nochmals alle Stärken seines typischen Sounds, bevor er sich dann nicht immer ganz geschmackssicher dem Disco-Sound zuwandte. Die Arrangements der größtenteils im mittleren Tempo gehaltenen Soul-Dramen sind wie immer opulent, die Horns kommen in gewohnter Qualität von The Movement. Das Album bietet sechs Eigenkompositionen von Isaac Hayes, dazu kommt noch der von Tony Joe White geschriebene Opener "That Loving Feeling" mit einem wirklich unglaublichen Ein-Ton-Bass, der den Song zu einem weit unter der Oberfläche groovenden Burner werden lässt. "Body Language" ist die zu erwartende Ode an die "universal joys of making love" geworden. Der dynamische Titeltrack kommt in einer zusätzlichen Instrumental-Version, auf der die funky WahWah-Gitarren noch besser zur Geltung kommen. Die ganze Klasse des selbsternannten Black Moses kommt auch im abschließenden "I Can't Turn Around" zur Geltung, das als luftiger Soul-Pop-Song anfängt, sich dann aber zu einem furios-psychedelischen Gitarrenexzess mit hypnotischen Qualitäten entwickelt. Und das Kekscover finde ich ja auch ganz hervorragend.

Disco Connection (1976)
Der Titel sagt (beinahe) alles: der Black Moses springt auf den Disco-Zug auf und geht erst mal ziemlich baden. Seichte Instrumental-Tunes in unterschiedlichen Tempi sorgen für Langeweile, denn tatsächlich: Hayes singt hier gar nicht. Keine gute Idee und insgesamt ein fast komplett enttäuschendes Album, wäre da nicht der herausragende Titelsong: ein hypnotischer Parforce-Ritt durch die Disco-Funk-Hölle mit grandiosem Peitschen-Groove und euphorischen Streichern, satt produziert und ein echter Floorfiller – ganz klar einer meiner Alltime-Disco-Faves. Aber der Rest ist bis auf die ordentliche Soul-Nummer „Disco Shuffle“ (was für ein dämlicher und dazu unangemessener Songtitel!) schwach und Hayes wirkt insgesamt ideenlos und ausgebrannt.

Groove-A-Thon (1976)
Von den discoiden Alben eines der besseren, dennoch nicht mehr so zwingend wie früher. Der zehnminütige Titelsong ist fetter Disco-Funk mit leckerer Gitarre und satten Bläsern, der Gesang klingt aber irgendwie flacher als früher. „Rock Me Easy Baby“ ist eine deepe Slow-Funk-Nummer und solider Durchschnitt, von den Balladen (die ich bei Hayes ansonsten fast immer schwach finde) kann „Wish You Were Here“ überzeugen, aber die anderen drei Songs sind doch arg lau geraten. Und obwohl der Meister wie gewohnt mit üppigem Budget selbst produziert hat, klingt das Album etwas saftlos und verwaschen.

Juicy Fruit (Disco Freak) (1976)
Das dritte Album in einem Jahr und auch hier kann nur der superlässige Titelsong überzeugen: ein treibender Disco-Stomper mit grandioser Gitarre und Bläsern wie einst im Mai. Allerdings kommt das Ding erst nach einem länglichen Intro in die Gänge. Der Rest sind erneut klischeehafte Balladen und halbgare Midtempo-Tunes – die Masche war jetzt doch ziemlich ausgereizt. Und außerdem war auch stimmlich die Luft raus, ein leichter Hang zum Knödeln lässt den mächtigen Bariton von früher vermissen. Fans brauchen das Album allerdings wegen des grandiosen Covers (Vinyl als Gatefold), hier hat (ironischer?) Machismo mal wirklich Stil.

New Horizon (1977)
Ab hier weist meine Sammlung Lücken auf, die angesichts der überschaubaren Qualität der späten Alben aber wohl nicht so dramatisch sind. Ein paar Alben hatte ich auch schon mal, sind dann aber einer Sammlungsverschlankung verdienterweise zum Opfer gefallen. Hier finden wir übrigens den legendären Tom Moulton at the Controls, der aus „Stranger Than Paradise“ immerhin eine üppig produzierte Disco-Hymne mit WahWah und Marimbas, vor allem aber ziemlich enthemmten Streichern gezaubert hat. Oha, schon lange nicht mehr gehört – gefällt mir heute richtig gut, trotz eines gewissen Barry Manilow/Las Vegas-Show-Touches. Besser ist allerdings der andere Zehnminüter auf Seite 1 “Moonlight Lovin’ (Menage A Trois)“, etwas schwüler und leichtgewichtiger Midtempo-Funk. Seite 2 kann man aber leider komplett vergessen, sorry. Dafür gefällt mir das Foto auf dem Backcover: Hayes räkelt sich auf einem Lederkissen und trägt dabei nicht nur einen rosafarbenen Strickpulli, sondern auch eine dieser damals superhippen Digital-Armbanduhren. Selbst das kann er sich leisten.

Hotbed (1978)
Nach längerer Pause diesmal wieder auf Stax, dazu im Klappcover und mit famosem Einstieg, nämlich Bill Withers’ „Use Me“. Das macht er richtig gut, klingt wie früher, saftig und kraftvoll. Zum komponieren hatte er damals wohl keine Lust mehr, vier der fünf Songs stammen aus fremder Feder. Der Disco-Fluch scheint aber beendet, dies hier ist wieder altmodischer Soul- und Funk, auch die Balladen klingen wieder deep und erdig, mit Bläsern und diesmal dezenten Streichern garniert. Manches hat fast schon einen Hauch von richtigem Southern Soul abgekriegt – was für ein Wandel zum Vorgänger, da hat wohl einer die Notbremse gezogen.. Auch cool: fast 14 Minuten hypnotisches „Feel Like Makin’ Love“ von Elias McDaniel aka Bo Diddley (er schon wieder!). Fazit ein überraschend gelungenes Comeback zu den Roots.

Branded (1995)
Ich behaupte jetzt einfach mal, was Hayes zwischen 78 und Mitte der 90er veröffentlicht hat, braucht kein Mensch - lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Das 94er Stax-Comeback Wonderful kenne ich leider nicht, mit Branded gelang ihm ein Jahr später auf Virgin aber dann doch wieder ein sehr gutes Album. Trotz – nein sogar wegen des Sting-Covers „Fragile“ (bei dem ich nun für alle Zeit an OBS-Host Rembert denken muss), das hier mit ausführlichem Intro und Outro zu einer fast viertelstündigen Mini-Symphonie (sogar mit halbwegs erträglichem Kinderchor!) aufgeblasen wird. Im Vergleich zu früher hören wir hier zwar mehr Keyboards, aber auch die Gitarren haben nach wie vor ihren Platz. Überflüssig finde ich das Lovin’ Spoonful-Cover „Summer In The City“, rundweg genial dagegen das Remake seines eigenen „Hyperbolicsyllabicsesquedalymistic“(von Hot Buttered Soul) mit smoothem Gast-Rap von Chuck D (Public Enemy). Auch seine „Soulsville“-Neuaufnahme (Original auf „Shaft“) geht voll okay. Keine Frage: Isaac Hayes war zurück!

Raw & Refined (1995)
Kein richtiges neues Album, sondern eine Sammlung cooler und bislang unveröffentlichter Instrumentals. Und zwar nicht nur aus den Branded-Sessions, sondern auch deutlich älteren Datums, zum Teil sogar Demos aus Stax-Zeiten. Titel wie „Birth Of Shaft“, „Funkalicious“ oder „Funky Junky“ sprechen Bände. Und ohne Vocals klingen die Tunes von Hayes eben oft genug wie Soundtracks zu noch nicht gedrehten (Blaxploitation-) Streifen. Ein nostalgisches Vergnügen also, dieses seinerzeit wohl doch ziemlich untergegangene Album, das damals sogar zum Sonderpreis zu haben war, da es als Bonus zu Branded vermarktet wurde, mit dem es aber eigentlich nichts zu tun hat - sieht man mal von der Covergestaltung ab.

Bonus:
At Wattstax (2003)
Hat wahrscheinlich auch kaum jemand mitgekriegt, dass Hayes’ Auftritt beim legendären Wattstax-Festival vor einigen Jahren eine späte CD-Veröffentlichung erfahren hat (hierzulande via ZYX). Wattstax fand 1972 in Los Angeles statt und war als eine Art ‚schwarzes‘ Woodstock konzipiert. Hayes ließ der es sich nach seinem extrem erfolgreichen Shaft-Soundtrack nicht nehmen, an seinem 30. Geburtstag vor 112.000 afroamerikanischen Zuschauern in seinem legendären Kettenhemd (siehe Cover) zu performen. Nachdem vor ihm fast alle Größen aus dem Stax-Katalog aufgetreten waren, hatte Hayes leichtes Spiel: schon der Einstieg mit dem Hammer-WahWah-Riff von Shaft ist natürlich kaum zu überbieten, auch weil Gitarrist Charles Pitts hier ungleich dreckiger als auf der Studioversion spielt. Das Repertoire von At Wattstax überschneidet sich zwar größtenteils mit dem 73er Album Live At The Sahara Tahoe, ist aber als Groß-Event atmosphärisch ganz anders gelagert.
Natürlich war die Stimmung am Ort der ‚Race Riots‘ in den Sechzigern auch politisch aufgeheizt, und Hayes bricht mitten im Konzert ab, um das Mikrophon an Jesse Jackson weiterzugeben, der zum stadionweiten Gebet aufruft, das dann doch eine harsche politische Anklage wird, die wiederum mit „we thank god for Stax and Isaac Hayes“ endet. Das 17-Minuten-Medley „Ain’t No Sunshine“/“Lonely Avenue“ war seinerzeit bereits auf dem kurz nach dem Konzert erschienen „Wattstax“-Sampler zu finden, alle anderen Aufnahmen sind tatsächlich bislang nie veröffentlicht worden.

Jetzt sind wir durch, vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, da draußen auf den Flohmärkten nach alten Scheiben von Isaac Hayes zu greifen - zur Not tun es auch neue CDs beim Mailorder eures Vertrauens – dieser hier ist zum Beispiel auffallend gut sortiert. (Whirlyjoe)

PS.: Das sbs-Headquarter arbeitet zur Zeit an einer Isaac CD à la Whirly's Picks.

Dienstag, 7. August 2007

Lee Hazlewood (1929-2007)!

Mixtape Update
Sunny Sunday Morning
Track 17: Jack Johnson

Mal locker flockig weitermachen. Meine mittlere Begeisterung für den Output des Herren Johnson teilen nicht viele. Vor allen nicht die, die meinen, musikalisch einen Überblick zu haben. Rein verkaufszahlentechnisch steht er aber super da, aber so ultra-kommerziell ist seine Musik nun auch wieder nicht. Aber verdammt catchy... so wie dieser Uptempo Tune hier.

Track 17.
Jack Johnson - Staple It Together
Dieser Tune stammt vom 2005er In Between Dreams Album. Dem dritten Werk des ehemaligen Surf-Champions aus Hawaii, mit einem Soundtrack als zusätzlichen Release. Wahrscheinlich musiziert manautomatisch so flockig, wenn man sorglos auf so einer Insel aufwächst.

Ganz locker, nicht viele mehr als Gitarre und eine fein swingende Rhythmussektion. Ein formidabler Basslauf hilft da auch immer. Gute Laune garantiert. (R-man)

Track 17.

Montag, 6. August 2007

Batze Party und
shake baby shake
Zeit für ein Fazit!

Da muß man so alt werden und kann mit dem Alkohol noch immer nicht richtig ungehen. Die beiden großzügig gemixten Caipirinas (danke Heike) und literweise euphorisiert in mich reingekipptes Bier lassen die Erinnerungen an den Samstag schon jetzt (am Sonntag abend) nebulös erscheinen.

Bereits am Feitag reiste Peter (der Herr links, rechts ich) aus Stuttgart an, sodaß man abends im Stadtkrug schon vorglühte und endlich mal mehr als die üblichen 3 Sätze miteinander wechseln konnte. Am Samstag tauchten weitere internationale Gäste aus allen Himmelsrichtungen (holländische Grenze, Berlin und K-nut (danke für die Fotos) aus Köln) im schönen Weserstädtchen ein. shake baby shake Resident Axel (hier links) hatte die Batze Party organisiert und mit ganz viel Aufwand auch noch perfektes Wetter an den Start gekriegt.

Vor dem Imbiss im Beverunger Freibad wurde eine kleine Bühne aufgebaut, am anderen Ende des Platzes eine Theke und das hatte alles, um sich wohl zu fühlen. So groovten Axel, Ingolf, K-nut und ich locker los, alles zwischen Reggae, Dub und Soul kam auf den Teller und sorgte für ibizenkischen Vibe.

Leider war der gemeine Beverunger trotz bester Voraussetzungen nicht von seinem Sofa runter zu holen und erst gegen 20 Uhr füllte sich der Platz eingermassen. Jan Pecher und sein Sidekick Gregor Hoffmann legten um die Zeit gerade einen furiosen Akustikset hin und ich muß sagen, seit dem Auftritt bei OBS haben die Burschen enorm dazugelernt.

Um 22 Uhr dreht Ulli Groppe die Zapfhähne hoch und die Meute wechselte in den Stadtkrug. Den hatten Ingolf und Fruity Mulati schon gut vorgewärmt. K-nut und ich übernahmen zum Ping-Pong, jeder mit seiner Spoonful CD bewaffnet. Danach ging es im munteren Wechsel weiter und weil so viele DJs vor Ort waren, gab ich erstmal die 5-Song Weisung aus. Jeder hatte also 5 Songs, dann kam der nächste. Die Stimmung im recht gut gefüllten Stadtkrug war da schon prächtig! Ich droppte meinen Remix von Break On Through To The Other Side von den Doors, gefolgt von Chicago's I'm A Man im unschlagbaren Glimmers Remix (geht das Ding ab!) - um mit Ram Jam's Black Betty zu übergeben.

Zu meiner Überraschung hatte K-nut die passende Antwort parat und trotz stetigem (Stil-)Wechsel an den Decks blieb die Stimmung famos. Es wurde getanzt und gefeiert wie lange nicht mehr. Fazit: ein feiner Abend, etwas mehr Leute in der Batze wäre schön gewesen, aber egal. Wir sehen uns im September! Und dann trinken wir mal nichts. (R-man)

Sonntag, 5. August 2007

Mixtape Update
Sunny Sunday Morning
Track 16: Jonathan Richman

Alltime-Hero, der hier natürlich keinesfalls fehlen durfte. Eigentlich ist Jonathan Richman ja sogar der heimliche Pate für dieses Mixtape, kein anderer kultivierte in den gut 30 Jahren seiner Karriere diesen gutgelaunten Pop-Appeal auf so zeitlose Weise wie der ewig jugendliche Jonathan.

Track 16.
Jonathan Richman - Since She Started To Ride
Diese Nummer ist der Opener des 1990 eigentlich nicht ganz so gut angekommenen Jonathan Goes Country-Albums. Hat er natürlich selbst geschrieben und einfach mal eine satte Twang- und Pedal Steel-Guitar eingebaut. Best of both worlds also, Country und Pop. (Whirlyjoe)

Samstag, 4. August 2007

Pete's Best Vol. 1
'Scuse Me While I Kiss The
Sky oder: The Summer Of
Love revisited

Jimi Hendrix' brennende Gitarre. Janis Joplins Southern Comfort getränkter Blues. Die Beatles in Uniformen, die Stones mit komischen Hüten auf den Köpfen. Das Monterey-Festival. Der Vietnam-Krieg. Aufbegehren gegen die bestehende Ordnung. Haight-Ashbury brodelt, London swingt. Die Jugend der Welt trägt Stirnbänder und Blumen im Haar, Indianerschmuck und schrille Klamotten und träumt bunte Träume von einer besseren, friedlicheren Welt. Und Grateful Dead und Jefferson Airplane, Doors und Byrds, Pink Floyd, Love und Buffalo Springfield spielen den Soundtrack zum Flug auf dem magischen Teppich. Der Zauber wirkt fort – auch im 40. Sommer nach dem Sommer der Liebe. „What's so funny 'bout peace, love and understanding?“, begehrte Elvis Costello einst zu wissen. Gute Frage. Doch genug der Vorrede: Hier sind zehn Alben aus dem Jahr 1967 – für die Ewigkeit.

06. Beatles – Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band
Jedes Mal, so lautet ein so provokantes wie gern verwendetes Bonmot, „wenn jemand ein Exemplar von Sergeant Pepper kauft, spuckt er auf das Grab von Eddie Cochran“. Mag ja sein. Und natürlich ist „Revolver“ aus dem Jahr 1966 das bessere Beatles-Album. Und natürlich spricht einiges dafür, dass das Beste, was die Fab Four in jenem legendären Jahr 1967 zuwege bringen, die Doppel-A-Seiten-Single „Strawberry Fields Forever“ b/w „Penny Lane“ ist. Und natürlich hat das euphorisch aufgenommene Meisterwerk „Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band“ durchaus auch seine Schwächen: McCartneys „She's Leaving Home“ etwa ist unerträglicher Kitsch, „When I'm Sixty-Four“ vom gleichen Autor ziemlich albern und Harrisons „Within You Without You“ ein ziemlich missratener Versuch, die Mystik indischer Musik abzubilden. Doch es bleibt auch festzuhalten: Das Opus magnum der Beatles ist größer, sehr viel größer als die Summe seiner Teile, ist ein in allen Regenbogen schillerndes Kaleidoskop aus Klängen und Stimmungen, aus Studiohexereien und begnadetem Songwriting, aus Pop und Poesie. Auch wenn Lennon, McCartney, Harrison und Starr später noch der eine oder andere Geniestreich – Teile des „weißen Albums“, die erste Seite von „Abbey Road“ - gelingt: „Sergeant Pepper“ bleibt ein solitäres, fürwahr epochales Werk. (Peter Felkel)

Freitag, 3. August 2007

Abt.: Komplett
Grand 12inches

Dem einen oder anderen wird der Name Ben Liebrand schon mal als Remixer diverser Klassiker (Bill Withers, Hot Chocolate etc.) unter gekommen sein. In Holland festigte er schon vor Jahrzehnten seinen Ruf als Tanzboden füllender DJ.

Mit der Grand 12inches Serie hat Ben Liebrand nun seine Jugend dokumentiert und bis dato vier 4-CD-Böxchen veröffentlicht. Und für jede CD 10 Tracks (also 40 pro 4er-Box – 160 insgesamt) zwischen Disco-Hit und Funk-Juwel ausgegraben. Dabei ist er extrem pingelig vorgegangen und hat bis zu 5 Versionen auf Qualität gecheckt und die klanglich beste schließlich perfekt remastert. Sehr oft konnte er dabei auf die Archiv-Originale zurückgreifen. Da die Tunes im Zuge diverser Reissues gerne mal editiert oder geändert wurden, Liebrand griff immer auf die Original 12“-Version zurück und/oder stellte den Urzustand wieder her. Ein paar Mal hat er auch die Dubversion an die Vokalversion gehängt, so wie er sie früher aufgelegt hat. Ansonsten handelt es sich um die bestmöglichen Originale in jeweils langen Versionen, keine Remixe. Und wenn Remixe, dann die originalen von Walter Gibbons, Larry Levan oder Tom Moulton und Konsorten.

Leider ist das Artwork für meinen Geschmack ganz furchtbar und auch das Booklet gibt ausser den nötigen Credits nicht viel her. Dabei hat er auf seiner Website zu jedem Song ein paar Zeilen zum Warum und Woher geschrieben (bis nach unten scrollen). Das liest sich dann in etwa so:

4 - Cerrone - Supernature 10:54 (full length album version)
After Love in C-minor which already was daring and something that no-one else dared to do, Cerrone surprised everyone with one of the first examples of euro-disco. A strong sequencer-driven track with a dark theme and multiple breaks made this 9 minute plus track an ideal candidate for my record bag. This version restores the full drum intro and is topped of by an even longer drum outro than all previous released versions.

Daraus hätte das Ace-Label ein schönes Booklet gezaubert. Aber vom optischen Eindruck abgesehen, gibt es musikalisch/klanglich die besten Versionen von 160 zeitlosen Disco/Dance-Krachern zu hören, mit denen man sich schon mal auf Hochzeiten oder Telekom-Weihnachtsfeiern trauen kann. Zudem hat jede CD in der Box ein eigenes Thema.

Grand 12inches
Vol. 4/Various Artists

Ganz neu mit Michael Jackson (Billy Jean), War, Chic, Jimmy Bo Horne, Sister Sledge, Grace Jones, Aretha Franklin, Earth Wind & Fire, Pet Shop Boys, Divine, George Kranz, Mike Theordore Orchestra, Laidback (das grandiose White Horse) und jede Menge mehr Hits und Underground-Klassiker. Alles in bestmöglichen Versionen und im exzellenten Klang.

Grand 12inches
Vol. 3/Various Artists

Mit Robert Palmer, Chaz Jankel, Janis Ian, Rah Band, Anita Ward, MFSB, Crown Heights Affair, Edwin Starr, Shalamar, David Bowie, Tavares, Liaisons Dangereux, Talk Talk, Faithless etc. Wie gehabt 40 Songs zwischen 5 und 12 Minuten.

Grand 12inches
Vol. 2/Various Artists
Unterteilt in Roots & Favourites, Funky Grooves, Most Beautiful Pieces of Dance Music mit Telex, Harry Thuman, Dazz Band, Supermax, Dan Hartman, Mtume, Santa Esmeralda, Hugh Masekela, Yazoo, Donna Summer, Macho (die vollen 17:54 von I’m A Man). 40 Songs.

Grand 12inches
Vol. 1/Various Artists

Relaxed & Groovy, Absolute Roots Of, Recent Classics, Funky Grooves mit Donna Summer, Giorgio Moroder, Lipps Inc., Sylvester, Kat Mandu, Michael Zager Band, Class Action, Indeep, New Order, Jacksons etc. – ganz große Hitdichte und die Klassiker auf 4 CDs bestens kompiliert.
Wie gesagt, coole Linernotes und komplettes Tracklisting nur hier. Wer Interesse hat, es gibt da einen tollen deutschen Mailorder... (R-man)

Donnerstag, 2. August 2007

Mixtape Update
Sunny Sunday Morning

Track 15: Don Covay

Einer meiner musikalischen Helden ist Don Covay. ...zwar einer der eher tragischen Natur, dennoch durchaus entdeckenswert!

Track 15.
Don Covay – Memphis

In den Rahmen des „sommerlich-leichten“ passt Don Covay eigentlich nicht zwingend. Da muss dann halt mal wieder eine Cover-Version ran. Diesmal Memphis, im Original von Chuck Berry, in einer etwas schrägen Reggae-Version vom Album Super Dude (1973, als Reissue mit 6 Bonustracks). Mit dieser fast schon Kirmes-tauglichen Version versuche ich mal, nach R-Man’s grooviger Vorlage, das Tempo ein bisschen oben zu halten.

Don Covay ist mit den Veröffentlichungen unter seinem Namen immer recht erfolglos geblieben. Als Songschreiber war und ist er allerdings ganz weit vorne dabei: Wilson Pickett, Solomon Burke, Gladys Knight, Jerry Butler, Aretha Franklin, Etta James, Bonnie Raitt, Randy Crawford, Bobby Womack, Huey Lewis und viele mehr zählen zu seinen “Kunden”.

Also eher im Soul und Blues zuhause ist Don Covay ein durchaus interessanter und lohnender Fall für den interessierten Freund dieser Musik. Eventuell mehr demnächst an dieser Stelle. (K-Nut)

Mittwoch, 1. August 2007

soon come...
Sunshine Reggae!


Kindergeburtstag überstanden! Oma und Opa um die Ecke gebracht und auf dem Rückweg mußte ich dann doch nochmal im Beverunger Gebrauchtmöbelmarkt halten. Vielleicht hatten sie ja mal wieder eine komplette Plattensammlung bei einer Haushaltsauflösung abgegriffen...

Dem war aber nicht so, deshalb nur schmale Beute für 4 Euro: Bauhaus - Bela Lugosi Is Dead 12" (sehr gut erhalten, wer weiß wozu es gut ist?), die D.A.F. Debüt-LP Produkt Der Deutsch Amerikanischen Freundschaft ("pure noise, no vocals" muß ich gerade bei discogs lesen), sowie 7"-es von Equals (Help Me Simone), Troggs (I Can't Control Myself) und Bangles (Walk Like An Egyptian). Für die Batze-Party erstand ich schließlich Best Of Sunshine Reggae - allerdings eine recht schlappe Angelegenheit. Da werde ich dann wohl doch eher bei den Klassikern bleiben und heute abend etwas Bob Marley, Black Seeds, Fat Freddys Drop, Boozoo Bajou, Groove Corporation, Mighty Two (letztens noch gepostet, auf der CD in 6 Versionen), J.J. Cale, Robert Cray (Poor Johnny - cooler Tune), Spearhead (The Joker - whatta version!) etc. zusammengepackt. Aber Sunshine Reggae ist auf meiner neuen CD auch drauf - mal sehen, ob wir es brauchen werden. See you there, man spricht tatsächlich von 25 Grad und Sonnenschein. (R-man)