Freitag, 27. April 2012

Abt. OBS-Vorfreude
Burning Eagle Festival in Reutlingen

Am letzten Samstag fuhr eine kleine Stuttgarter Delegation raus auf die schwäbische Alb nach Reutlingen, wo beinahe unbemerkt zum zweiten Mal ein feines Musikfestival durchaus im Geist des beliebten Orange Blossom Special stattfand. Das Burning Eagle residierte im Kulturzentrum Franz K., einem umgebauten Kino mit gediegener Atmosphäre, mit riesengroßer Bühne, ganz vorzüglichem Sound und mit rund 400 Besuchern auch vor gut gefülltem Haus.

Die Besetzung konnte sich dann auch wirklich sehen lassen, denn mit den formidablen Garda und Headliner Dan Mangan waren gleich zwei OBS-geadelte Acts am Start.
Die Atmosphäre war angenehm entspannt, das Publikum – wohl wegen Herrn Mangan – ausgesprochen jung und weiblich. Aber auch der eine oder andere OBS-Veteran wurde gesichtet (hallo Landau!). Den Local Hero Tristan Brusch verpassten wir, bei Garda waren wir aber pünktlich mit dem ersten Nachmittagsbier (Zwiefaltener) am Start.
Die sechs ebenso ausgeruhten wie sympathischen Menschen spielten zwar uncoolerweise im Sitzen, zauberten mit Pedal Steel, Keyboards, Gitarren und schönem Harmony-Gesang – vor allem aber der Conor Oberst-Stimme des Sängers mal wieder sehr subtile und wunderschöne Musik.

Mit dem historischen Ragtime-Folk des Briten Jamie Harrison konnte ich dann wenig anfangen, schon gar nicht mit seinem exaltierten Sax-Player. Dafür aber mit dem vorzüglichen Damien Nicholas DeRose aka Peasant – tolle Stimme, edler Americana-Rock. Der tourt in den nächsten Wochen übrigens weiter durch Europa.
Das Highlight waren dann die Schweden der Travelling Band, an Pfingsten ja zum Glück auch beim OBS am Start. Da hat OBS-Booker Rembert mal wieder eine gute Hand gehabt, denn die fünf bärtigen Skandinavier spielten ein mitreißend enthusiastisches Set mit viel Gitarren-Dampf, tollen 70s-Style-Harmonies und fast schon Southern Rock-artiger Atmosphäre. Da dürfen wir uns schon mal drauf freuen.
Sehr charmant spielte dann die ausgesprochen britisch anmutende Engländerin Liz Green auf, ihr spleeniger Vaudeville-Swing kam beim erfreulich aufmerksamen Publikum verdientermaßen gut an. Es folgten noch Dan Mangan und die Schwesterband The Crackling, für mich ein wenig rätselhaft, wie der Kanadier mit seinem hölzernen Standard-Indie-Emo-Sound so erfolgreich sein kann. Liegt wahrscheinlich an mir, denn das Publikum war wieder einmal restlos begeistert.

Macht insgesamt ein gelungenes und sehr entspanntes kleines Festival mit sehr fairem Eintrittspreis – die 18 Euro waren mehr als gut angelegt. Nächstes Jahr sind wir – dann in neuer Location – natürlich auch wieder dabei.
 
(Whirlyjoe)

Sonntag, 15. April 2012


My Sweet Lord!

George Harrison versucht hier, eine 7" in seinen Car Player zu schieben! Das hätte ich gerne mal erlebt. Wer Geld übrig hat, der kann sich so ein Teil hier ersteigern! Have a nice day! (R-man)

Mittwoch, 11. April 2012

Abt.: Brandneu und direkt ins Herz
Lee Fields & The Expressions
Faithful Man

Nachdem ich mir mit dem Album von Lee Fields in den letzten Tagen mein Herz in Streifen gerissen habe, möchte ich nur mal kurz kundtun, dass Faithful Man ein fabulöses Soul-Monument ist, welches sich aufrecht mit jedem klassischen Soulalbum messen kann. Und da schließe ich auch Otis oder James Carr ein... mögen sie einfach kommen. Lee Fields muss da keine Angst haben. Nachfolgend das Review unseres Herrn Whirlyjoe, eher ein Stoiker... etwas mehr Herzblut dürfte es schon sein. Sagt: R-man.

Nach knapp zwei Jahren endlich ein neues Album von einem der größten Classic-Souler: Lee Fields hat in den 70ern als Independent Artist den kommerziellen Durchbruch knapp verpasst, wurde in den 90ern aber von Soul-Spezialisten wie Desco und Soul Fire wieder entdeckt, was ihm 2009 dann endlich wieder ein neues Album ermöglichte. Die Chance konnte er mit dem souveränen „My World” auch nutzen, jetzt setzt er mit „Truth & Soul“ sogar noch einen drauf und nähert sich fast schon der einsamen Klasse eines Charles Bradley. Seine Stimme ist fast ebenso sensationell, oft klingt er lupenrein nach Bobby Womack, ähnlich roh und heiser - und trotzdem immer unglaublich deep und emotional. Die Songs sind wunderbar eingängig, allerdings nicht ganz so puristisch inszeniert wie die schnörkellose Kunst von Charles Bradley. Lee Fields liebt es üppiger, gerne mit Streichern zu Bläsern, die Songs auch ein wenig komplexer und nicht ganz so klassisch oldschool, saftiger Southern Soul ist schon eher sein Metier. Ganz ähnlich eben wie der große Bobby Womack in den frühen Siebzigern. Produziert haben Jeff Silverman und Leon Michaels vom Truth & Soul-Label, die auch schon für Aloe Blacc und El Michels Affair gearbeitet haben. Hier findet das echte Soul-Revival statt, nicht bei Adele. (Whirlyjoe)

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Sonntag, 8. April 2012


Ein zweites Osterei...
Spoonful - Vol. 58
Hard Row To Hoe

Popcorn ist ein Musikstil, der seit einigen Jahren vermehrt auf Flyern, Postern und vor allem in eBay-Artikelbeschreibungen auftaucht. Dabei sind die Grenzen zu Altbekanntem fließend, und viele Stücke die einem bisher von Rockabilly Record Hops oder Northern Soul Allnightern her geläufig waren, bekommen auf einmal ein neues Etikett (und oft auch Preisschild) ans Revers geheftet. Aber was haben wir uns konkret in dieser exotischen Schublade vorzustellen?

Der Begriff Popcorn oder Popcorn Oldies kommt ursprünglich aus Belgien und die Musik bewegt sich vereinfacht gesagt tempo- und stimmungsmässig irgendwo zwischen den musikalischen Eckpfeilern von Little Willie Johns Fever, Ray Charles' Hit The Road, Jack, Tennessee Ernie Fords Sixteen Tons und Dions Wanderer. „Aha, es geht um den Stroll“ denkt sich jetzt der tanzbegabte Rock'n'Roller, und ja, es geht ursprünglich tatsächlich um einen bestimmten Tanz, aber nein, es ist nicht der Stroll, bei dem Rockabellas und Hepkittens im Formationsflug mehr oder weniger anmutig über die Tanzfläche rauschen. Vielmehr ist der „Popcorn“ als Paartanz eine Mischung aus Disco-Fox und Slow Jive, geschwindigkeitsmässig eher im niederen Bereich verortet und wurde in diesem Rahmen, Musikarchäologen haben es herausgefunden, zum ersten mal 1968 in der Diskothek „The Groove“ im belgischen Ostende aufs Parkett gelegt  - Insider nannten den Tanz „Soul Swing“. Ein gewisser Freddy Cousaert stand hinter den Decks und orientierte sich zunächst an frühen Motown-Stücken und Rhythm'n'Blues an der Schnittstelle zum Soul (was man heute ja auch gerne „New Breed“ nennt). Kurze Zeit später startete die örtliche Tanzbude des Dörfchens Vrasene bei Antwerpen ihren „Soul-Afternoon“, der nur Sonntagnachmittags stattfand! Bald platzten die Tanzflächen hier und bei ähnlichen in ganz Belgien aus dem Boden schießenden Veranstaltungen aus allen Nähten, in Vrasene musste ein Anbau her, der 1970 unter dem Namen „The Popcorn“ eröffnete, und da schau her, plötzlich hatte das Kind einen Namen.

Das Augenmerk der DJs war darauf ausgerichtet, die Tänzer mit seltenen Platten, raren Schätzen und unwiderstehlichen Sounds auf die Tanzflächen zu lotsen. Ein bestimmter Rhythmus und das mittlere Tempo waren das Credo, unter dem die guten DJ's Zeugenaussagen zufolge eine einzigartige Stimmung schaffen konnten. Dabei wurden Tunes auch gerne drastisch runtergepitcht, so lief das 1:56 Min. lange Chills & Fever von Allen Wayne gerne auch mal 3 Minuten! Interessanterweise ist die Tatsache, dass hier ein Musikstil nicht von den Interpreten, sondern den DJs definiert wurde, nicht die einzige Parallele zum gleichzeitig in Großbritannien durchstartenden Northern Soul. Auch die Jagdgründe für begehrte Singles waren die selben, und es gab tatsächlich einen regen Austausch zwischen englischen und belgischen Jägern und Sammlern. Was den Briten zu langsam war, wanderte oftmals nach Belgien und umgekehrt.

Aber der Belgier experimentiert gerne. Da taucht er mal erfolgreich Kartoffelstängchen in heisses Fett, aber wo die Fritten bei uns rot/-weiß kommen, hat er mehr als 30 Saucen am Start. Und an sich gutes Bier versetzt er gerne mal mit dem einen oder anderen Obst. Und so verhielt es sich auch mit dem Popcorn-Sound. Je länger zusätzliche Köche am Brei mitmischten, umso mehr verdarben sie die ursprüngliche Rezeptur. Plötzlich experimentierte man mit Latin, mischte munter Ska-Tunes von Prince Buster und den Skatalites unter und baute schließlich sogar weiße Tränenzieher von Paul Anka, Neil Sedaka und ähnlichen Konsorten ohne Rücksicht auf Verluste ein. Schwülstige Streicher und dramatische Chöre störten kein bisschen, Hauptsache der Rhythmus stimmte. Im Laufe der Jahre wurde der Sound immer weiter verwässert, italienischer und französischer Pop, James Last-mässiger Partysound und noch schlimmere musikalische Verbrechen wurden nun unter dem Namen Popcorn Oldies auf den Plattenteller gelegt und scheinbar schien das niemanden zu stören. Es hätte reichlich Möglichkeiten für einen Aufstand à la "Keep our Popcorn clean!" gegeben - man hat sie alle verpasst. Vor einer aktuell stattfindenden Popcorn Oldies Party in Belgien (da gibt es reichlich) hätte ich echt Angst. Schon alleine die Flyer sind so dermassen neben der Geschmacksspur, dass es schon wieder eine eigene Kunstform ist...

Auf der Suche nach dem Ur-Rezept bin ich tatsächlich über jede Menge Scheußlichkeiten gestolpert (Little Peggy March, Vico Torriani, Sabrina, Pat Boone und reichlich mehr unerträglicher Schleim) und hoffe, die Tunes zwischen Spät-R&B und Früh-Soul (mit einigen Genre-typischen Ausreissern zur besseren Darstellung) freigelegt zu haben, die Ende der 60er/Anfang der 70er tatsächlich im Groove und Popcorn gedropt wurden. Zum guten Schluß läuft allerdings Persian King von Nino Rienzi, eins dieser Spät-Popcorn-Tunes im dramatisch-exotischen James-Last-Partysound, ein Hit auch unter ernstzunehmenden Popcorn-DJs ... so daneben, dass es schon wieder gut ist. Davor gibt es 31 Sides (total 79:57 Minuten) der absoluten Extraklasse und zusammen mit Spoonful #26 - Chills & Fever (der ersten Popcorn Comp) gehört diese CD zu meinen Spoonful-Favoriten. I love this sound! Heavy rotation!  (Prince R-man)

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Samstag, 7. April 2012


Ein erstes Osterei...
Spoonful - Vol. 59
Sin City Jukebox Vol. 7 / Tassel Twisters Special

Völlig überraschend lagen vor kurzer Zeit zwei CDs von Herb Franklin mit Poststempel Wiggins, Mississippi in meinem Briefkasten. Und zwar ebenso überraschend prall gefüllt mit 65 siedend heißen Instrumentals, die der gute Herb aus seinem Fundus zusammengestellt hat. Und zwar nachdem er im Internet stöberte, um den ungefähren Wert seiner zirka 15.000 Singles umfassenden Sammlung zu taxieren. Dort stieß er wiederholt auf den Begriff Tittyshaker, was ihn einerseits mächtig amüsierte und andererseits daran erinnerte, dass in seiner Sin City Bar zu wilden Instrumentalsounds so manch erotischer Tanz aufgeführt wurde und die Tassel (und nicht nur die!) schwer ins Rotieren gerieten.

Tassel Twisters ist deshalb auch der Untertitel des 7. Volumens der Sin City Jukebox. Eine schier grandiose 34 Song Sammlung und wer der Meinung ist (war ich zugegeben auch), dass 80 Minuten Instrumentalsound langweilig sind, der wird seine Meinung revidieren müssen. Denn hier wird alles geboten, vom sleazy Kriecher (das monumentale Crawlin‘ der Untouchables) bis hin zu völlig ausser Kontrolle geratenen High-Speed-Trips, gewürzt durch einige Abstecher in den Orient (Ganiman & His Orientals, Jack La Forge), die Wüste (The Champs) oder auf den Mond (The Premiers). Ein wenig Indianergeheul, wie beim saucoolen Mr. Custer Stomp von The Scouts, oder Urwaldgeräusche tragen zur Kurzweil bei.

Der Tassel Twister kommt mit vintage Sin City Burlesque Original Memorabilia! Und natürlich Linernotes von Herb Franklin selbst. Und das Beste: unser Tassel Twister ist zu 95% Las Vegas Grind-frei! Nur The Whip der Frantics und Buzz Saw von den Gee Cees (letzteres auch die einzige Spoonful-Doublette) finden sich auch auf der Mutter aller Stangentanz-Compilations. Und was Herb hier geschickt hat, kann sich mal gaaaanz locker damit messen. Absoluter Killer! (R-man)

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Freitag, 6. April 2012

Das shake baby shake-Team wünscht frohe Ostern.

Donnerstag, 29. März 2012


Why not? It's only the Beatles... und der Kleine hatte damals noch keine Ahnung, was noch kommen sollte... Sgt. Pepper, Yellow Submarine, When I'm 64...

Donnerstag, 22. März 2012


Heute! Live im Roadrunners Berlin!

Am Freitag, dem 23. März! Doors 21 Uhr! Mordsparty mit The Obsidians feat. Chris Magee, den extra aus London eingeflogenen Excellos und davor, dazwischen und danach die heißesten Scheiben, aufgelegt von Lady Nico und Duke Jens-O-Matic.

Sonntag, 11. März 2012

Samstag, 10. März 2012

 JJ Grey & Mofro im Blue Shell

Da der liebe R-man ja nix zum Nick Waterhouse-Konzert in Berlin schreibt (warum eigentlich?), lege ich hier mal mit einem Kurzbericht zum gestrigen Mofro-Gig in Kölle nach.
Da die Dichte an tollen Konzerten momentan relativ hoch ist, habe ich diesen Pflichttermin irgendwie übersehen und erst gestern mittag entdeckt. Also nach dem Job spontan in die Bahn und in Hoffnung auf Restkarten zum Blue Shell. Dort erstand ich glücklicherweise von einer netten Besucherin ein überzähliges Ticket für äusserst freundliche 10,- € (Vvk 22,80 - man darf ja auch mal Glück haben).
Dann direkt vor die Bühne, wo ich in einem lustigen, internationalen Pulk von Amerikanern, Franzosen und einem Belgier stand. Zwischendurch zum Biernachschub an der Theke brüllte eine schöne Frau am anderen Thekenende meinen Namen. Das passiert mir ja eher selten (...also eigentlich nie). Erfreulicherweise war das die nette Plattenhändler-Clique, die ich beim Rolling Stone-Weekender kennenlernen durfte. Schöne Überraschung, das!

Zurück zur Bühne begannen JJ Grey & Mofro fast pünktlich ihren Auftritt. Ich hatte die Band (damals nur "Mofro") ja zuletzt beim OBS10 im mittäglichen Glitter-Garten gesehen. Damals zu viert und sehr relaxt. In der aktuellen Tourbesetzung standen die Herren jetzt allerdings zu siebt auf der eher kleinen Shell-Bühne. Dazugekommen sind Bassist, Trompeter und Saxophonist. Das gab dem ganzen deutlich mehr Feuer.
Und obwohl die Band in den USA wohl eher vor Publikum ab 700 Personen aufwärts spielt, gaben sie auch vor den geschätzten 200 im rappelvollen Shell so richtig Gas. Es gab Songs von allen Alben, also auch aus der geliebten Glitterhouse-Phase. JJ sang sich die Seele aus dem schmalen Leib; der Mann hat definitiv mehr Soul als alle Paperboy Reeds und Mayer Hawthornes zusammen! Und die Frontmann-Qualitäten des Herrn Grey sind kaum zu toppen, da kann man das eigentlich doofe Voranstellen seines Namens vor den Bandnamen sogar nachvollziehen.

Das ist zugegebenermaßen ziemlich konsersative Musik, eine Mixtur aus Swamp-Rock, Soul und Blues, aber unglaublich lebendig und mitreissend. Der Sauerstoff-Anteil im Blue Shell sank in kürzester Zeit rapide. Ein Zwischenrufer, der sich kurz vor Schluss noch Georgia Warhorse wünschte, bekam diesen Wunsch prompt erfüllt. Überhaupt bestand die Band aus unglaublich guten Musikern, da wurde z.T. auf unglaublichem Niveau improvisiert, das machte großen Spaß, wirkte aber nie übertrieben oder aufgesetzt. Alleine was der tolle Drummer da auf seinem Mini-Kit ablieferte war sensationell (eine Bassdrum, eine Snare und ein bisschen Blech - ich habe ja schon immer gesagt: alles weitere stört bloß!)

Bei der Zugabe bekam natürlich jeder Musiker seine Soloeinlage. Und wie sagte Jörg im Anschluss so schön, wie treffend: "Normalerweise machen so tolle Musiker ja leider eher Scheissmusik."

Fazit: Müde, aber glücklich nach einem wirklich fantastischen Abend mit zwei Stunden großartiger Livemusik, netten Gesprächen und kaltem Becks. Manchmal sind die spontanen Ideen doch die besten. Absolute Empfehlung, für alle die noch die restlichen Tourtermine wahrnehmen können/wollen.

(K-Nut)

Montag, 5. März 2012


Abt.: Das nächste Weihnachts-Fest kommt bestimmt!

...und die Kinder wollen beschenkt werden. Damals (1963) war noch alles viel einfacher. Bei den Seepferdchen gab es auch noch Rabatt!

Freitag, 24. Februar 2012


shake baby shake Kochstudio
The Gutbuster

Holy Shit, was da alles an Sauerei drauf ist, braucht man nicht aufzuschreiben. Als Vegetarier hoffe ich, dass das oben Zwiebelringe sind. Gibt es so ab nächste Woche in der Blues Kitchen in London.

Donnerstag, 23. Februar 2012


Junge Leute zum Mitreisen gesucht!
Sjock #37

Am 6., 7. und 8. Juli steigt tatsächlich zum 37. Mal das Sjock Festival in einem Nest in Belgien. Wir berichteten bereits darüber. Das Festival beginnt am Freitagabend mit diversen Psychobilly Bands, ab Samstagmittag spielen eine Handvoll Truppen das sogenannte Sjowcase und ab zirka 18 Uhr geht es dann richtig los bis Sonntagnacht.

Es gibt eine Hauptbühne auf einer großen, Fussbaldfeld-ähnlichen Wiese (auf dem die geschätzten 1.500 – 2.000 Besucher reichlich Platz haben) und längs daneben ein großes Zelt mit dem schönen Namen Titty Twister. Die Bands spielen immer abwechselnd, es entstehen also keine Pausen. Musikalisch geht das ziemlich straight in Richtung Rockabilly, Rock & Roll und Garage-Punk, bis dato stehen für Sjock #37 folgende Bands fest: Hank III., The Bad Backbones, Hipbone Slim and the Kneetremblers, Gizzelle, The Lonesome Drifters, The Bellfuries, The Blasters, Kneejerk Reactions, New Bomb Turks, Frantic Flintstones, Demented Are Go. Die letzten beiden spielen garantiert am Freitag, die anderen beiden Tage sind Psychobilly-free. Im Line-Up wird sich noch einiges tun, traditionell werden die Headliner in letzter Minute gebucht bzw. angekündigt.

Das Festival selbst findet mitten in einem Wäldchen statt, das Örtchen Gierle ist nicht weit weg. Natürlich gibt es einen Zeltplatz, mit Duschen haben sie es nicht so, dafür gibt es einen tollen Badesee/Freizeitpark 5 Autominuten weit weg.

So und jetzt zum eigentlichen Grund dieses Blogposts und der Überschrift: soeben habe ich auf dem Festivalground einen Stand reserviert, wo ich die Stag-O-Lee Releases (und anderen Kleinkram) feilbieten werde. Immer dem schnöden Mammuth hinterher, sozusagen. Da ich natürlich auch was vom Festival haben will und vom Bierverklappen immer auf die Toilette muss, würde ich mir einen (oder zwei) Helfer/eine nette Helferin wünschen, damit man den Stand nicht immer alleine bewachen muss. Bieten kann ich nicht viel, außer freiem Eintritt, Essen usw… Muss man halt drüber reden. Wenn’s gut läuft, dann lasse ich mich nicht lumpen.  Ansonsten gibt’s statt guter Arbeitsatmo die Peitsche.

Das positive: denke man kann hinter dem Stand zelten –ist also mittendrin- und man hat Strom für Kaffee und was man sonst noch so heiß machen will. Wenn man das gut plant, kann man sich das Wochenende sehr angenehm gestalten.

Allerdings ist das auch das EM-Endspiel-Wochenende. Es gibt aber Fernseher vor Ort, zur Not nehme ich einen eigenen mit, mit Camping-Satellitenschüssel und was man so braucht. Vor Jahren habe ich vom Endspiel Spanien – Niederlande genau die Minute gesehen, in der Iniesta das 1:0 gemacht hat. Noch nie so viele holländische Kinnladen auf einmal runterklappen gesehen.

Bei Interesse bitte Mail an princekoolski (a) hotmail.de – und hier geht’s zur Sjock Webseite. See ya. (R-man)

Freitag, 17. Februar 2012

Spoonful – Many More Hits!

Wir wollen es nach einigem internem Zögern dann doch wagen: eine dritte Spoonful-Hits-CD soll her: die Fortsetzung von Spoonful #13/The Hits And Then Some und # 35/More Hits - streetwise spricht man von "Saviour Discs“, dem ultimativen DJ-Tool, wenn der Abend mal schwer in die Gänge kommt. Oder der DJ abgelenkt ist. Oder betrunken. Oder faul.

Seit der Veröffentlichung unverzichtbarer Bestandteil der Selection von jedem Spoonful Spinner und Stag-O-Lee Allstar und damit tausendfach bewährt zwischen Stuttgart, dem Weserbergland und London. Mir haben die Dinger wirklich schon so dermaßen oft das Leben leichter gemacht…

Und wir wünschen uns wieder eure Mitarbeit. Kriegen wir genügend unwiderstehliche Hits zusammen, die ins Spoonful-Universum passen und dennoch von jedem Betrunkenen, aber auch von blutjungen Tänzerinnen wiedererkannt werden? Und sofort zu tänzerischer Ekstase führen?
Es geht also um unverwüstliche Floorfiller für fast jeden Anlass, Zeug das fast jeder kennt und das trotzdem bis heute verschleißfrei und motorisch anregend seine unwiderstehliche Wirkung entfaltet. Ein Hit ist eben ein Hit.



Die besten haben wir ja schon verbraten, vielleicht bringen wir ja noch mal 30 Knaller zusammen? Nur zur Erinnerung: Sachen wie „I’m A Believer“ von den Monkees taugen zwar immer, sind in ihrer Sixtiespoppigkeit für den Spoonful-Kosmos aber zu glatt. Meinte einst der Chef.



Ich schreite jetzt mal mutig voran und werfe einige Nummern als Basis in die Runde, mit denen ich immer nur die besten Erfahrungen gemacht habe:

Little Richard – Rip It Up
Jackie Wilson - Reet Petite
Nino Ferrer – Mirza
Undertones – Teenage Kicks
Nancy Sinatra & Lee Hazlewood – Jackson
Bill Haley And His Comets – Mambo Rock
Skatalites – When I Fall In Love
Easybeats – Friday On My Mind
Los Bravos – Black Is Black
Stray Cats – Stray Cat Strut
The Specials – A Message to You Rudy

R-man und K-Nut haben auch noch einige Pfeile im Köcher, ab jetzt darf jeder in sich gehen und eigene Vorschläge in die Comments. Wir diskutieren das dann gemeinsam….

Lasst uns nicht im Stich!
Die Tracklistings der ersten beiden Hits-Volumen finden sich in den Comments, um Doppel-Nennungen zu vermeiden…

(whirlyjoe)

Donnerstag, 16. Februar 2012


Bedroom Rockers Pt. 2

Wer den Beitrag von gestern gelesen hat, der wird sich an meine kleine Anmerkung hinsichtlich der Breite der Gänge zwischen meinen Plattenbergen erinnern. Das war natürlich Quatsch. Ordnung und System waren seit meiner frühen Jugend extrem wichtig für mich und lange habe ich mich geziert, ein Foto meines Musikzimmers zu veröffentlichen. Ich hatte einfach Angst, dass mein beinhartes Rock & Roll Image dadurch Schaden nimmt. Vielleicht bin ich auch eine gespaltene Persönlichkeit? Ich denke es geht aber beides, beim Bier bestellen auf dem Schützenfest (nicht in Beverungen) gegen den Thresen pinkeln und Ordnung in der Plattensammlung.

Hier seht ihr mich bei meiner liebsten Beschäftigung, dem katalogisieren von Platten. Auch die kleinste Information des Backcovers tippe ich in meine Datenbank: Songtitel, Lauflänge, Publishing, Besetzung (auch wenn sie von Song zu Song variiert), Artwork, Produzent etc. - alles drin. Links und rechts davon befindet sich noch je ein Gang, ich habe also 6 solcher Regale, aber wenn man fast 40 Jahre sammelt und als Plattenmogul unterwegs ist, kommt schon ganz gut was zusammen. Die Musik dazu kommt übrigens per Webstream von WFMU, da es mir zuwider ist, eine Platte aus ihrem angestammten Platz zu ziehen und damit das Chaos vorzuprogrammieren. Auch der Gedanke daran, welchen Schaden verschwitzte oder fettige Finger am Cover anrichten können (ein Festmahl für Millionen Bakterien), lässt mich erschaudern. Das brauche ich nicht. (R-man)