Jahrescharts 2010 Whirlyjoe
Ich bin das ganze Jahr als Berufsdemonstrant gegen den Stuttgart 21-Schwachsinn im Einsatz gewesen, da blieb im kulturellen Bereich dann leider einiges liegen (Literatur und Kino zum Beispiel). Trotzdem hat es wieder für die wichtigsten Listen gereicht, etwas Amüsement muss ja sein….
Alben
1. Junip - Fields
Diese Musik ist trotz ganz konventioneller Instrumentierung komplett neu: dunkelrot glühend, psychedelisch-luftig und total süchtigmachend. Der Acid-Folk der Zukunft.
2. Seu Jorge And Almaz
Diese Stimme, wow! Und um den brasilianischen Bariton herum auch noch satter, harter, souliger Seventies-Psychedelic-Rock zwischen Os Mutantes und Shuggie Otis.
3. Allo Darlin’ – Allo Darlin’
Das sonnigste Indie-Pop-Album des Jahres. Oder Jahrzehnts? Die munteren Briten stecken die dieses Jahr ja auch wieder sehr guten Belle & Sebastian trotzdem locker in die Tasche.
4. Sharon Jones & The Dap-Kings - I Learned The Hard Way
Das perfekte Classic Soul-Album. Kann man nicht besser machen. Und als DJ kann man so gut wie jeden Song auflegen – alle gehen schwer zu Herzen!
5. Roots Manuva – Duppy Writer
Den mit Abstand besten britischen Rapper hatte ich aufgrund seines Hangs zu eher futuristischem Dubstep/Dancehall-Zeug ja fast schon aufgegeben und dann das: die Wende hin zum altmodischen Reggae!
6. Bomb The Bass - Back To Light
Ein ganz unerwarteter Knaller: Tim Simenon zaubert mit Gui Boratto zwischen Cosmic Disco und Dream-Pop einen ganz eigenen Sound, gebettet auf fluffige, spacige Sequencer-Sounds, die einen beim Hören herrlich wegdriften lassen.
7. Fat Freddys Drop - Live At Roundhouse
Ich mag keine Livealben. Dieses aber schon, denn der elastisch federnde, zwingend tanzbare und psychedelisch abhebende Reggae-Groove der Neuseeländer ist vor allem für die Bühne gemacht.
8. LCD Soundsystem - This Is Happening
Die verlässliche Größe – auch wenn James Murphy behauptet, keine Hits zu produzieren, sind hier gleich mehrere drauf, ruff & tuff wie immer.
9. Chromeo – Business Casual
Der sensationell coolste 80er-Retro-Sound zwischen Hall & Oates, Prince, Cameo und Rick James, kombiniert mit superfunky Grooves der French House-Schule, all inclusive mit Handclaps, Falsett-Harmonies und Vocoder.
10. Quantic presenta Flowering Inferno - Dog With A Rope
Tropical Soundclash! Will Holland fusioniert aufs Entspannteste Descarga-, Mambo-, Bugalu- und Cumbia-Funk mit feinstem, mild angedubtem Reggae: lowdown und wunderbar hitzetauglich.
Wegen Parteilichkeit und offensichtlicher Vetternwirtschaft außer Konkurrenz: die besten auf Glitterhouse Records (konnte mich echt nicht entscheiden):
Elva Snow - Elva Snow
Ganz wunderbares Album, auch von mir zunächst eher übersehen. Tolle, bewegende und eingängige Songs, die im Bandformat fast besser rüberkommen als bei Scotts eher minimalistischen Soloalben.
Tamikrest - Adagh
Der Wüstentrip wurde verdientermaßen zur Erfolgsstory. Nie gehörte, dunkel-hypnotisch-psychedelische Musik aus einer anderen Welt. Eine Zierde fürs Label.
Reissue des Jahres:
Nick Garrie - The Nightmare Of J.B. Stanislas (40th Anniv. Deluxe Ed.)
Sonderlob für diese opulente Perle: höchster Raritätenfaktor trifft auf aufwendigste Verpackungskunst. Ein kleiner Schatz.
Songs/Tracks:
1. Juan MacLean - Feel So Good (Monster-Track!)
2. Roland Appel – Schooldayz (noch ein Monster-Track!
3. Fitz & The Tantrums - Money Grabber
4. Ben L'Oncle Soul – Soulman
5. The Bird And The Bee - I Can't Go For That
6. Moon Invaders – Chain Gang
7. Rachel & The Soul Criminals - Plain & Simple
8. 3 Titans feat. Menahan Street Band – College/The Life Of A Scholar
9. Dum Dum Girls - Jail La La
10. Hercules and Love Affair - My House
Konzerte (ohne Rangfolge aber das OBS und auch Crosby Stills & Nash möchte ich doch besonders loben)
Bambi Molesters
Crosby Stills & Nash
Cut In The Hill Gang
Gossip
OBS
Putte & Edgar
Tamikrest
Tokyo Sex Destruction
Wovenhand
Steve Wynn
(whirlyjoe)
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Jahrescharts 2010 Whirlyjoe
Ich bin das ganze Jahr als Berufsdemonstrant gegen den Stuttgart 21-Schwachsinn im Einsatz gewesen, da blieb im kulturellen Bereich dann leider einiges liegen (Literatur und Kino zum Beispiel). Trotzdem hat es wieder für die wichtigsten Listen gereicht, etwas Amüsement muss ja sein….
Alben
1. Junip - Fields
Diese Musik ist trotz ganz konventioneller Instrumentierung komplett neu: dunkelrot glühend, psychedelisch-luftig und total süchtigmachend. Der Acid-Folk der Zukunft.
2. Seu Jorge And Almaz
Diese Stimme, wow! Und um den brasilianischen Bariton herum auch noch satter, harter, souliger Seventies-Psychedelic-Rock zwischen Os Mutantes und Shuggie Otis.
3. Allo Darlin’ – Allo Darlin’
Das sonnigste Indie-Pop-Album des Jahres. Oder Jahrzehnts? Die munteren Briten stecken die dieses Jahr ja auch wieder sehr guten Belle & Sebastian trotzdem locker in die Tasche.
4. Sharon Jones & The Dap-Kings - I Learned The Hard Way
Das perfekte Classic Soul-Album. Kann man nicht besser machen. Und als DJ kann man so gut wie jeden Song auflegen – alle gehen schwer zu Herzen!
5. Roots Manuva – Duppy Writer
Den mit Abstand besten britischen Rapper hatte ich aufgrund seines Hangs zu eher futuristischem Dubstep/Dancehall-Zeug ja fast schon aufgegeben und dann das: die Wende hin zum altmodischen Reggae!
6. Bomb The Bass - Back To Light
Ein ganz unerwarteter Knaller: Tim Simenon zaubert mit Gui Boratto zwischen Cosmic Disco und Dream-Pop einen ganz eigenen Sound, gebettet auf fluffige, spacige Sequencer-Sounds, die einen beim Hören herrlich wegdriften lassen.
7. Fat Freddys Drop - Live At Roundhouse
Ich mag keine Livealben. Dieses aber schon, denn der elastisch federnde, zwingend tanzbare und psychedelisch abhebende Reggae-Groove der Neuseeländer ist vor allem für die Bühne gemacht.
8. LCD Soundsystem - This Is Happening
Die verlässliche Größe – auch wenn James Murphy behauptet, keine Hits zu produzieren, sind hier gleich mehrere drauf, ruff & tuff wie immer.
9. Chromeo – Business Casual
Der sensationell coolste 80er-Retro-Sound zwischen Hall & Oates, Prince, Cameo und Rick James, kombiniert mit superfunky Grooves der French House-Schule, all inclusive mit Handclaps, Falsett-Harmonies und Vocoder.
10. Quantic presenta Flowering Inferno - Dog With A Rope
Tropical Soundclash! Will Holland fusioniert aufs Entspannteste Descarga-, Mambo-, Bugalu- und Cumbia-Funk mit feinstem, mild angedubtem Reggae: lowdown und wunderbar hitzetauglich.
Wegen Parteilichkeit und offensichtlicher Vetternwirtschaft außer Konkurrenz: die besten auf Glitterhouse Records (konnte mich echt nicht entscheiden):
Elva Snow - Elva Snow
Ganz wunderbares Album, auch von mir zunächst eher übersehen. Tolle, bewegende und eingängige Songs, die im Bandformat fast besser rüberkommen als bei Scotts eher minimalistischen Soloalben.
Tamikrest - Adagh
Der Wüstentrip wurde verdientermaßen zur Erfolgsstory. Nie gehörte, dunkel-hypnotisch-psychedelische Musik aus einer anderen Welt. Eine Zierde fürs Label.
Reissue des Jahres:
Nick Garrie - The Nightmare Of J.B. Stanislas (40th Anniv. Deluxe Ed.)
Sonderlob für diese opulente Perle: höchster Raritätenfaktor trifft auf aufwendigste Verpackungskunst. Ein kleiner Schatz.
Songs/Tracks:
1. Juan MacLean - Feel So Good (Monster-Track!)
2. Roland Appel – Schooldayz (noch ein Monster-Track!
3. Fitz & The Tantrums - Money Grabber
4. Ben L'Oncle Soul – Soulman
5. The Bird And The Bee - I Can't Go For That
6. Moon Invaders – Chain Gang
7. Rachel & The Soul Criminals - Plain & Simple
8. 3 Titans feat. Menahan Street Band – College/The Life Of A Scholar
9. Dum Dum Girls - Jail La La
10. Hercules and Love Affair - My House
Konzerte (ohne Rangfolge aber das OBS und auch Crosby Stills & Nash möchte ich doch besonders loben)
Bambi Molesters
Crosby Stills & Nash
Cut In The Hill Gang
Gossip
OBS
Putte & Edgar
Tamikrest
Tokyo Sex Destruction
Wovenhand
Steve Wynn
(whirlyjoe)
Dienstag, 14. Dezember 2010
The Shakedown @ Byte.FM
Morgen läuft die vorletzte Shakedown Sendung 2010, im Prinzip ein Rückblick auf ein paar meiner Lieblingstunes des Jahres. Beginnt leicht Forties/Exotica-style, geht ins Richtung Blues und dann über Soul zum R&B der späten 50er/frühen 60er. Wenig Gestotter vom Meister, viel Musik.
Mittwoch - 15. Dezember um 14 Uhr auf Byte.FM - und dann nur auf Play drücken!
Playlist
1. Bill Sanford Orchestra - Drumboogie
2. Joe Lutcher - Ojai
3. Vernon Dilworth - Shorty
4. Otis Rush - All Your Love (I Miss Loving)
5. Elmore James - Stranger Blues
6. Fleetwood Mac - Rattlesnake Shake
7. Cut In The Hill Gang - Serves Me Right To Suffer
8. Bettye Lavette - What Condition My Condition Was In
9. Eskew Reader - Undivided Love
10. Faye Adams - Johnny Lee
11. Johnny Otis - Hand Jive One More Time
12. Lowell Fulsom - Lady In The Rain
13. Big Lucky - Stop Arguing Over Me
14. Little Willie John - Leave My Kitten Alone
15. Jimmy Robins - I Can’t Please You
16. Lula Reed & Freddy King - You Can’t Hide
17. Ted Taylor - I Got The Chills
18. Bobby Powell - I’m Gonna Leave You
19. Lonnie Brooks - Mr. Hot Shot
20. Johnny Williams - Honey Child
Montag, 13. Dezember 2010
Jahres-Top-Ten busch-Man
Bonobo - Black Sands
Simon Green ist ein musikalisches Ausnahmetalent. Black Sands ist eine Reise durch Raum und Zeit, eine Verknüpfung vielschichtiger Meisterwerke und im Kopf entstehen entsprechende Filme: "Seasons change, it'll never be the same - I'm hoping, I will stay the same." Für mich die Platte des Jahres.
The Black Keys - Brothers
Die Keys drohten ein wenig in Vergessenheit zu geraten, haben als Reaktion aber mal eben ihr mit Abstand bestes Album eingespielt. Entspannend wirkt insbesondere der Abschied von der Drums-Gitarre-Dogmatik, hier sind allerlei Instrumente vertreten und das tut den großartigen Songs gut. Damn good !!!
Dr. John - City Lights
Den Doktor habe ich erst in diesem Jahr so richtig für mich entdeckt. Der Mardi-Gras-Voodoozauber der frühen Sachen gehört sicher zum Pflicht-Repertoire, aber City Lights ist mein eigentlicher Favorit: Mac Rebennack hatte seinerzeit überragende Songs komponiert, sich in der New Yorker Hit Factory mit den besten Musikern der Welt getroffen (Steve Gadd !!!) und ein Album eingespielt, das einer edlen Hochzeitstorte gleicht. Nur vom Teuersten, Besten und Schönsten ...
Johnny Cash - American Recordings VI: Ain't no Grave
Ein Vermächtnis. Natürlich wirkt das auf den ersten Blick nicht nur ein bisschen wie sell out, aber hier singt John Lieder auf den letzten Atem- und Lebenszügen und das ist bewegend und groß.
Sharon Jones & the Dap-Kings - I learned the hard way
The hardest workin' girl in Showbiz !!! Was an der Live-Show am meisten fasziniert ist, dass Sharon und die Dapsters richtig was können. Die großen Künstler ihrer Generation können immer nicht nur musikalisch auf der emotionalen Klaviatur spielen, sondern auch tanzen: "Dap-Kings - Yeah! - Let me - Yeah! - do the Boogaloo"
Fitz & the Tantrums - Pickin' up the Pieces
60er-Soul im Geiste von Motown auf Silverbird. Macht auch ohne Gitarre Spaß und ganz viel Sinn; der gute Fitz scheint mir stylemäßig ein bisschen affig, aber man muss ja nicht hingucken.
Dusty Springfield - Dusty in Memphis
Viele werden mich belächeln, aber auf diese Gemme der Popmusik bin ich tatsächlich erst in diesem Jahr gestoßen. Wenn Dusty intoniert, heilen alle Wunden. Die schönste Frauenstimme aller Zeiten ...
Ben Folds/Nick Hornby - Lonely Avenue
Genau mein Ding. Hornby schreibt seit Jahren Lieblingsbücher über männliche Kindsköpfe, die sich für Weiber, Musik und Fußball interessieren - also über mich - und nun hat Ben Folds einige dieser Geschichten vertont. Letzterer ist ja manchmal ein ganz schöner Stresskopp, reißt sich hier aber entsprechend zusammen und setzt das Material in herrlichen Popsongs um.
Midlake - The Courage of Others
Mehrstimmiger Gesang an passender Stelle mit der richtigen Harmonie gesetzt packt mich immer wieder. Somit muss eine Platte mit einem großen Song wie "Acts of Man" definitiv auf diese Liste. Der Rest des Albums fällt, zumindest verglichen mit dem Vorgänger, ein wenig ab.
Hidden Orchestra - Night walks
Mir fällt auf, dass ich Musik, die in meinem Leben ja eine außerordentliche Rolle spielt, auch immer mit Urlaubserinnerungen verknüpfe. Hier ist es die Fusion der herbstlichen Weiten Ostfrieslands - vor Ort solltet ihr unbedingt die Brauerei zu Jever besichtigen - und Hidden Orchestra auf Tru Toughts: "An intense and rewarding listening experience." Yep!
(busch-Man)
Sonntag, 12. Dezember 2010
Shake Glöckchen Shake !
...nachdem ich ja mit Strenge bezüglich der Jahresbestenlisten bei Euch auch nix erreichen konnte, hatte ich ja kurz überlegt zur Methode Erpressung zu wechseln und nur denjenigen den X-Mas-Mix-link zu senden, die mir 'ne Liste schicken.
Aber schliesslich ist Weihnachten ja das Fest der Liebe, und so gibt's die vierte Ausgabe unserer Weihnachts-Compilation, wie bisher für alle, die sie haben möchten. Und zwar HIER.
Es war mal wieder ein harter Kampf. Heino und Joe hauten sich ihre Wunsch- und Streich-Listen um die Ohren während ich diesmal irgendwie nicht so recht in die Puschen kam.
...darum sind wir auch relativ spät dran in diesem Jahr.
Ich habe dann mal meine Songs in einer kräftezehrenden Nachtschicht eingebaut und gar nicht mehr zur Diskussion gestellt.
Danke an Heino und Joe, dass ihr mir das durchgehen liesst und für eure tollen selections.
(Die beiden haben schon im Hochsommer angefangen!)
Das hübsche Cover (keine Angst, kein Deathmetal!) haben wir wieder dem lieben chrispop zu verdanken.
Ich hoffe Ihr habt Spaß dran und vielleicht veranlasst dies den ein oder anderen vielleicht doch noch seine Jahres-Top-Ten mitzuteilen......?
Den Anfang macht jedenfalls morgen der gute busch-man.
(K-Nut)
Samstag, 11. Dezember 2010
Sperrt Frauen und Kinder weg!
Die Fabulous Penetrators kommen!
Freitag, 10. Dezember 2010
Kinnings!
...so gar keine Musik gekauft dieses Jahr?
Der Eingang an Jahresbestenlisten ist noch recht überschaubar bisher. Setzt Euch doch mal eben hin, esst ein paar Spekulatius, macht Euch 'ne Kerze an und schaut mal versonnen in Euer Platten-Regal. Was ist denn 2010 in besonders guter Erinnerung geblieben, was hat Euch so richtig gepackt?
Ob Eure Top 10 nun besonders exklusiv, mainstreamig, cool, indie, hip, vintage oder modern ausfallen ist dabei völlig egal.
Es gibt auch keine Kopfnoten - traut Euch!
Mail an: top-10(at)live.de
....sonst gibt's dieses Jahr auch kein Geschenk! (obwohl Shake Glöckchen Shake #4 fast fertig ist)
(K-Necht Ruprecht)
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Kleiner Silvester Tipp!
The Mule @ Gypsy Hotel
Wer nun Silvester nichts vor und etwas Kohle übrig hat, der sollte vielleicht mal darüber nachdenken, nach London zu reisen. Die Silvesterparty des Gypsy Hotel Clubs scheint sehr vielversprechend zu sein. Neben diversen Burlesque Tänzerinnen (Suri Sumatra), einem Boogie Woogie Pianisten (Matt Millership), einem Gummimenschen (Rubber Ritchie), dem Headliner Urban Voodoo Machine ("Bourbon soaked gypsy blues bop`n´stroll") werden dort auch Miraculous Mule mit ihrer Mischung aus "Psychedelic! Gospel! Blues!" auftreten.
Ein grosser Abend ist garantiert. "If you only got 12 hours to live, spend it at the Gypsy Hotel!" (Time Out Magazine)
Silverster ist dieses Jahr an einem Freitag. Donnerstag los und zwei Tage Records diggen, abends ins Gypsy Hotel, Samstags ausschlafen und Sonntags back to Germany. Den Gedanken brauche ich mir nicht mal schöntrinken. Jung müsste man sein... (R-man)
Mittwoch, 8. Dezember 2010
The Great Jester Wild Show
Yo, vor ein paar Tagen drüber gestolpert und im Augenblick mein tägliches Musikbrot sozusagen. Initiiert von ein paar Plattenlegern aus Jena (they call it Yeahna) of all places, finden sich auf ihrer The Great Jester Wild Show Webseite zur Zeit vierzehn jeweils 1-stündige "Excellent mixes arranged by residents & very special guest DJs/Collectors from all over the world". Darunter durchaus anerkannte Sammler und Jäger wie Thorsten Wegner (HH), Dynamic Don (Soul Inn, Berlin) oder Liam Large (Juke Box Jam, London).
Die kann man sich runterladen und ich habe sie mir direkt alle gebrannt und mit ins Büro geschleppt. Musikalisch geht es um "Goodies, Biggies and Rarities from the 50s, 60s and early 70s. R&B, Popcorn, Soul, Latin, Exotica & Miscellaneous."
Ich höre hier bislang vor allem 50s Rhythm & Blues und ein wenig early Soul, also genau das, was mir gerade so gut gefällt. Spannened gemacht und natürlich habe ich auch schon den einen oder anderen Hit entdeckt. Zudem kommen die Mixe in einer ordentlichen Bitrate, also mit Wumms in den Rillen. Taugt! (R-man)
Dienstag, 7. Dezember 2010
Miraculous Mule – Blitzkrieg over Germany!
Ein Reisebericht
Irgendwann hatte ich mal die gloriose Idee, daß Miraculous Mule, die neue Band von Michael J. Sheehy und Bruder Patrick McCarthy, doch beim Geburtstag der shake baby shake/Shakedown-Party spielen könnten. Und um das finanziell überhaupt stemmen zu können, sollten noch einige Gigs dazu gebucht werden. So floß einiges an Geld, viel Arbeit, reichlich Zeit und noch mehr Herzblut in die Vorbereitungen der drei Gigs in Köln, Dortmund und Beverungen. Und dann ging es los...
Donnerstag, der 3.12.
Recht komfortabel sollte die Band gegen 16 Uhr in Düsseldorf einfliegen, der einzige Flug am nachmittag. Alle anderen starten morgens um 7, was bedeutet, das man um 3 Uhr aus den Federn muß, um rechtzeitig am Airport zu sein. Leider ging dieser Flug von Gatwick, die es nicht schafften, ihre einzige (Single runway, Tatsache) Start- und Landebahn vom Schnee zu befreien. Dass der Flughafen an dem Donnerstag komplett geschlossen und alle Flüge ausfallen würden, wussten wir schon um 6 Uhr in der Früh nach dem Besuch der Gatwick Webseite. Da habe ich mir schon geschworen, daß ich 2011 nichts mehr mache, keine Gigs, keine Parties, kein Auflegen, Arsch ab.
Als erstes wurde für Freitag auf einen anderen Londoner Airport (waren ja alle offen, ausser Gatwick!) umgebucht und nach einer Ersatzband für den Abend im Chlodwig Eck gesucht. Leider konnten weder die Juke Joint Pimps noch deren Drummer Mighty Mike, der dann noch die kleine Besetzung von Ray Collins’ Hot Club vorschlug, den wir auch gerne genommen hätten. Aber da konnte die Rhythmusgruppe nicht.
Mike hat sich wirklich reingekniet um noch eine Ersatz-Band für den Abend zu organisieren. Tausend Dank nochmals dafür; ich konnte mich nur mit zwei Gratis-Cokes am späten Abend revanchieren.
So fuhr ich mit vollgepacktem Transit (P.A. und Backline) nach Troisdorf bei Köln, wo unser K-Nut sein Leben fristet. Gar nicht mal schlecht allerdings und nach ein paar Fläschchen Bier ging es uns auch wieder besser und wir machten uns mit kleinem DJ-Gepäck auf den Weg. Im Chlodwig Eck war leider nicht viel los und es sollte den Abend auch nicht besser werden. Auf Sky lief das Dortmund-Spiel und wir verklappten in atemberaubender Geschwindigkeit locker lecker Kölsch. Dann tauchte ein uns bekannter junger Mann vom WDR Rockplast auf, der seine Plattensammlung demnächst in den Keller seines Neffen stellt, der so nebenbei auch noch ein eifriger Leser dieses Blogs ist. Die Welt ist eine Erbse. Mr. WDR (nennen wir ihn Jörg) brachte eine erhöhte Schlagzahl mit und verführte uns nachher noch zum trinken irgendeiner schwer gewürzten Bloody Mary-Abart. K-Nut legte zwischendurch auch noch auf, allerdings in der absurdesten DJ-Ecke, die ich seit langem gesehen habe. Ich habe nichts gemacht, ausser labern und trinken. Wirt Robert erwies sich als dankbar und spendabel (für was eigentlich?) und als wir gegen 2 Uhr per Taxi den Weg in die Outskirts of Cologne antraten, ging es erst K-Nut ziemlich schlecht (offenes Fenster bei 120 km/h und minus zehn Grad) und kurz nachdem ich mein Haupt zur Ruhe legte, ging es mir nicht besser. Klarer Fall von Überschätzung.
Tja, die kleinen Gläser verführen ja tatsächlich zum Schnelltrinken. Meine erste feste Nahrung an diesem Tag hatte ich erst im Chlodwig-Eck zu mir genommen (sehr leckere Brat-Kartoffeln), das war für eine Trink-Grundlage definitiv zu spät. Gottseidank habe ich später die Finger von den komischen Schnäpsen gelassen. Als es dann zu später Stunde in ein auf etwa 40 Grad geheiztes Taxi ging, wurde mir tatsächlich ziemlich mulmig. Ging dann aber auch irgendwann vorbei... Vielen Dank an Robert für die tolle und generöse Bewirtung.
Freitag, der 3.12.
Per Wecker von der LuMa geschält und nach einem Minimalfrühstück noch schwer angeschlagen in Richtung Düsseldorf aufgebrochen, um Miraculous Mule vom Flughafen abzuholen. Die dann tatsächlich eintrafen, übermüdet, aber wie nicht anders erwartet guter Dinge. Es ging direkt zurück in K-Nut’s Latifundie und nach einem ausgiebigen Zweitfrühstück folgte ein ordentlicher Mittagsschlaf, der zur Folge hatte, dass ich mich fast wieder fit gefühlt habe.
Ich bin leider nicht so richtig zum Schlafen gekommen, und so blieb mir mein hangover noch ein Weilchen erhalten.
Gegen 16 Uhr ging es Richtung Dortmund. Das Subrosa ist ein mit Trödel vollgestopfter Laden, an den ich zumindest was die Response betraf nicht die besten Erinnerungen hatte (M+P hatten schon mal als Duo dort gespielt). Zwei Stunden hat Kneipen-Chef Cornell gebraucht, um den Sound zu richten, also Soundcheck ist wirklich das ödeste was es gibt auf der Welt. Aber zumindest habe ich so mitbekommen, daß die Band seit dem letzten Gig im August ganz schön kreativ war. Danach haben sie im Studio zehn Tracks aufgenommen, aber eben beim Soundcheck vier neue Tunes gespielt, die allesamt besser waren, als das was ich kannte. So zum Beispiel Satisfied, ein absoluter Burner. Oder Dangerous Blues... oder...

Angenehmerweise füllte sich das Subrosa recht ansehnlich und als die Band gegen 22 Uhr die kleine Bühne betrat, war die Stimmung schon sehr gut. Und sie wurde minütlich besser, denn Miraculous Mule legten einen Bombenset hin. Ian Burns knüpfte einen ordentlichen Drumteppich, auf dem Patrick so ziemlich den genialsten Bass spielte, den ich seit Ewigkeiten gehört hatte. Im Prinzip spielt er Bass wie Banjo, also viele Töne, aber saumässig funky. So treibt er seinen Bruder Michael vor sich her, der von leisen Akkorden bis zum Feedback-Gewitter alles reinpackt in den Sound der Band. Der sich zusammensetzt aus Blues, Soul, Gospel und Rock. Der Gesang ist aufgeteilt auf das haarlose Brüderpaar und die Sängerin Alex (sonst bei Gemma Ray), miteinander, gegeneinander, jeder mal den Leadpart übernehmend, harmonisierend, sehr genial. Alex teilweise pechschwarz, Michael soulful und Patrick für das heftige Gebell. Und so präsentierte die noch junge Band ein sehr ausgewogenes Programm, von heftigen uptempo Rockern über angeblueste midtempo Groover bis hin zu Voodoo-Balladen und gar komplett Acapella dargebrachten Songs. Hinter mir sagte ein Gast tatsächlich nach jedem Song „Oh yeah!“ – und ich ließ ihn gewähren, denn Recht hatte er. Beim von Alex vorgetragenen Acapella-Track No More My Lord konnte man die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören, so sehr hatte das Maultier das Publikum in seinen Bann gezogen. Ihre grandiose Version von Wayfaring Stranger gab es dann als Zugabe, Patrick bricht sich beim Multiton-Bassriff fast die Finger, das allerdings von Satisfied locker getoppt wurde, einer absoluten Orgie von Call- und Response-Gesängen über einem Mörderriff. Wenn sie das einigermassen im Studio hinkriegen... Brilliante Band, großartige Show, sehr gutes Publikum und ein toller Club (das Subrosa hat definitiv ein paar Plätze gut gemacht). Mir hat sowohl der Laden (gut gefüllt mit netten Menschen, lecker Grünkohl mit Mettwurst, Espresso und Mineralwasser auf Zuruf) als auch der Mule-Auftritt so richtig gut gefallen. Ich kannte die Songs ja bisher nur als Rohmixe und einige als fertig abgemischte Versionen, aber Live war das noch mal eine ganze Klasse besser! Noch intensiver, noch druckvoller, eine noch präsentere Alex Petty! ...und den Herrschaften beim Musizieren und Singen zuzuschauen ist und bleibt ein Hochgenuss! Wir hatten uns zur Übernachtung in Beverungen durchgerungen und mussten folglich noch auf die Bahn, was sich aber als recht problemlos darstellte. Der Stadtkrug hatte noch geöffnet als wir in Beverungen eintrafen, aber nach ein paar Bierchen verabschiedete man sich voneinander, es war ein harter Tag. Auf der Autobahn konnte ich mit Michael als Beifahrer im Kombi noch mit dem rasanten Tempo des Tourbusses mithalten, aber nachdem mir bei -15 Grad der komplette Wischwasser-Frostschutz-Rotz auf der Frontscheibe festgefroren war und ich den Landstraßen-Heimvorteil von R-man mit eingeschränkter Sicht nicht mehr aufholen konnte, trafen wir etwas verspätet in Beverungen ein. Erst Autos ausräumen, und dann folgte morgens um zwei das erste Bier. Das schmeckte so gut, dass ich immer wacher wurde und noch ein paar folgen liess. Um vier konnte mich Axel dann von der Theke loseisen. Samstag, der 3.12. Lange schlafen, ein kurzes Treffen bei mir und dann ab 15 Uhr in den Stadtkrug zum Aufbau und Soundcheck. Das hat schon etwas gedauert, die Räumlichkeit ist auch nicht einfach klanglich aufzubereiten, aber Rembert und Martin haben einen guten Job gemacht, der sich auch abends fortsetzte und den alten Spruch „wenn der Laden voll ist, klingt sowieso alles anders“ mal wieder bestätigte. Nach einem kleinen indischen Festmal bei Harry gegenüber ging es zurück und K-Nut und ich droppten schon mal ein paar Tunes. Dass es nun nicht drückend voll war, lag wahrscheinlich am einsetzenden Schneefall und einfach der Tatsache, daß das Interesse im Großraum Beverungen an solcher Musik eher gering ist. Nichtsdestotrotz enterte die Band gegen 22.30 Uhr die kleine Stadtkrug Bühne und lieferte den gleichen Set wie am Vortag, allerdings mit mehr Vehemenz. Sehr, sehr Klasse! Das Feedback vom Publikum wurde zusehends besser und die Stunde verging wirklich wie im Fluge. Die Version von Satisfied zum Abschluß war wirklich spektakulär und zeigt, dass das Werk auf dem Weg zum Crowdpleaser noch sehr ausbaufähig ist. Den Sound-Job hatten die Bengels doch perfekt hinbekommen, das klang großartig! Der Auftritt war dem vom Vorabend absolut ebenbürtig und tatsächlich mit noch mehr Druck. Das hätte ich mir auch fünf Abende hintereinander anhören können. Ganz fantastisch! Ein paar mehr Leute vor der Bühne statt vor der Theke wären allerdings schön gewesen.

Nach dem Gig übernahmen die Stag-O-Lee Allstars die Wheels Of Steel, Alex (die in London eine monatliche Clubnacht hat) droppte einige erstklassige Soul- und Funkbomben, gefolgt von Patrick, der wie immer völlig losgelöst und mitreissend auflegte. Bruder Michael (da schon recht angeschlagen) gesellte sich dazu, meinte aber nach zwei Tunes, ich solle übernehmen. Was ich mir nicht zwei Mal sagen ließ, denn mit Brother Patrick Ping-Pong aufzulegen ist schon ziemlich grandios. Der Bursche schafft es irgendwie, die krudesten Sachen zu droppen und trotzdem so etwas wie pure Magie zu erschaffen.

Hat wirklich mal wieder unglaublich viel Spaß gemacht. Es wurden tatsächlich ältere Herren, die ansonsten nur auflegen, beim Tanzen beobachtet!
Auf dem Weg nach Hause dachte ich mir, ich sollte mir das vielleicht alles dann doch nochmal überlegen mit dem an den Nagel hängen und so. Denn solche Abende wie im Stadtkrug sind dann doch Einsatz und Herzblut wert.
Das Wochenende war für mich als "Tour-Begleiter" auch eine ganz neue und sehr schöne Erfahrung. Tolle Menschen, tolle Musik, mir würde da ganz schwer was fehlen! WEITERMACHEN!!!
(R-man + K-Nut) Montag, 6. Dezember 2010
Sonntag, 5. Dezember 2010
Freitag, 3. Dezember 2010
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Das Maultier in Köln!
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Montag, 29. November 2010
The Shakedown @ Byte.FM
1. Dezember 2010
Neue Sendung, neues Glück. Am Mittwoch läuft im Webradio Byte.FM um 14 Uhr wieder meine Shakedown Sendung. Ich beginne mit ein paar aktuellen Releases, spiele ein paar neue Ausgrabungen und am Ende natürlich ein paar Tunes von Miraculous Mule, die ja in Kürze in Germany unterwegs sind.
Sonntag, 28. November 2010
Nächste Woche: Stag-O-Lee Shakedown feat. Miraculous Mule
Samstag, 27. November 2010
Fastman goes to London
Schrob ein gewisser Fastman gestern in den Hall & Oates Comments: „Bin nächste Woche am Mittwoch und Donnerstag Abend in London. Kann mir Jemand einen Tip geben über einen guten Club wo Soul / Funk und Blues gespielt wird. Und Plattenläden wo ich diese Sounds finde. Vielen lieben Dank für Eure Hilfe.“
Kloppe ich mal eben was zusammen, dachte ich mir. Und da ich lange nichts mehr gepostet habe, mache ich das Gekloppe mal öffentlich. Als erstes sollte man sich das Time Out besorgen, welches es seltsamerweise an den Flughäfen kaum noch zu kaufen gibt. In der Stadt dann aber an jeder Ecke, ich habe es nur gerne schon im Zug direkt nach der Ankunft gelesen, um mich einzustimmen und die Zeit zu verplanen. Im Time Out ist zumindest ein Teil der Events gelistet, die in London so stattfinden, von Clubnights bis Livebands. Die Richtung Soul/Funk/Blues ist allerdings etwas unterrepräsentiert und es braucht schon etwas Glück, um einfach so hinzufahren und einen Klasse Abend zu erwischen.
Ansonsten empfehle ich vorher eine Internetrecherche, die auch gut und gerne mal ein paar Stunden dauern und trotzdem ins Leere führen kann. Oder eben vor Ort durch die Plattenläden ziehen, alle Flyer einpacken und beim Lunch oder Dinner mal durchstöbern, ob was Passendes dabei ist.
Was Londoner Plattenläden betrifft, so habe ich hier im Blog schon was geschrieben. Noch direkter in die gewünschte Richtung gehen diese feinen Shopping-Tipps (mit Fotos) von Get Involved.
Wer am Donnerstagabend in London was unternehmen will und auf 50s Rhythm & Blues, Ska und Früh-Soul steht, der kann an Gaz’s Rockin‘ Blues nicht vorbei. Seit Jahrzenten jeden Donnerstag, schon etwas länger im Keller des St. Moritz in der Wardour Street, also mitten im Zentrum. Immer gut, weil dort reichlich Busse in alle Ecken Londons fahren. Bei Gaz spielt jeden Donnerstag eine Liveband, dazu gibt es reichlich DJs. Leider ist weder die Myspace-Seite noch Facebook aktuell. Aber da muss man einfach hingehen, soundmässig allerdings eher 50s als 60s. Zum Warm-Up empfehle ich das Alley Cat in der Denmark Street (früher Peter Parker’s Rock & Roll Club - da könnte auch am Mittwoch was los sein) oder gegenüber der 12 Bar Club – beides nur einen Steinwurf vom St. Moritz.
Freitag, 26. November 2010
Erklärungsbedürftig bleibt auch dieses historische Video, aber der Song taugt trotzdem.
Habt ihr übrigens mitgekriegt, dass die tollen The Bird And The Bee ein wirklich schönes Hall & Oates-Tribute-Album gemacht haben? Falls ihr mir nicht glaubt, dann lest mal, was Kollege Christoph fürs Glitterhouse geschrieben hat oder schaut gleich hier.
Donnerstag, 25. November 2010
Abt. Unterm Christbaum
Spencer Drate: Five Hundred 45s
Bei Musikbüchern hat es das britische Königreich einfach besser. So ein schönes Buch traut sich hierzulande leider kein Verlag zu veröffentlichen. Coverabbildungen von Vinyl-Singles? Die gibt es doch längst nicht mehr…
Die Briten Spencer Drate und Judith Salavetz wissen es besser und präsentieren hier 500 optisch besonders gelungenen Exemplare in einem edlen Kunstbuch. All Styles & Genres, Exponate aus den Jahren 1950-2000, von Ella Fitzgerald über Bo Diddley bis zu Siouxsie & The Banshees und Nirvana.
Dazu gibt es ein Vorwort von Lenny Kaye (Journalist und Patti Smith-Gitarrist) und diverse Essays, darunter Texte von Tom Hazelmyer (Amphetamine Reptile-Boss) und Rhino-Art Director Hugh Brown.
Das Buch steht weit oben auf meinem Wunschzettel.
(Whirlyjoe)
Mittwoch, 24. November 2010
Abt. Gastbeitrag
Woven Hand in der Domstadt
Statt am Samstagabend in dem hier schon gerne erwähnten Sonic Ballroom die Tokyo Sex Destruction zu sehen musste ich leider immer noch über Hall+Oates nachdenken…also Termin verpasst!
Sonntag abend war nun David Eugene Edwards mit seinen Woven Hand in der Domstadt um uns Sündern mal wieder kräftig die Leviten zu lesen. …vorneweg spielten zwei Griechen auf mittelalterlichen Instrumenten (eine Art Kniefiedel und Trommel) und sangen in altgriechisch was ein Vorgeschmack auf den Hauptakt war. Als dann Woven Hand mit Indianer-Rhythmusgesang, der sich wie ein roter Faden durch das Konzert zog, auf die Bühne kamen brach Jubel im recht vollem „Gebäude 9“ in Köln Deutz aus. Diesmal ohne zusätzlichen Gitarristen aber mit Keyboarder der auch mitsang und trommelte sowie dem bekannten Schlagzeuger, der die Band fast gnadenlos vor sich herjagte, und Herrn Humbert am Bass, der alleine schon den Eintritt wert ist.
Die vier Herren schafften es einen alten, dicken Mann nach ganz vorne zu ziehen um das Konzert direkt am Bühnenrand zu ERLEBEN. Es ging los, so glaube ich, mit einem 16 Horsepower Cover, dann wurde das meiste von der der neuen Platten gespielt sowie eine Mixtur aus den anderen Woven Hand Stücken.
Um es direkt zu sagen: das Konzert (mein drittes von Woven Hand) war großartig! So sehr intensiv, dass die eineinhalb Stunden wie gerade mal 30 Minuten vorkamen. Zur Zugabe kam der Trommelgrieche mit Mr. Edwards erst alleine auf die Bühne (Your Russia), später gesellte sich der Rest dazu und es ging wieder gut ab. Etwas Sorgen machten wir (ein mir bekannter Psychiater und ich) uns um die Psyche von Mr. E., der des öfteren anfallsartig mit dem Kopf und dem rechten Fuß wackelte bzw. schleuderte.
Nein im Ernst, es war „gänsehautmäßig“ und wer die Möglichkeit hat Woven Hand live zu sehen: Mach et!
Toller Sonntag: erst der Vatikan-Backstage-Bericht in der BamS, dann FC-Sieg in Stuttgart (sorry Stuttgarter) dann Woven Hand!
(BadaBing!)
Ps: von Fragen von Absolventen altsprachlicher Gymnasien bitte ich abzusehen!
Fotos gibt es, dank strengem Fotografier-Verbot leider keine - dafür die Setlist.
Dienstag, 23. November 2010
Montag, 22. November 2010
erstand die drei angebotenen 7-Inches und hab dann noch eine ganze Weile mit dem ebenso freundlichen, wie lustigen Raul geplaudert, der sich fern der Bühne als total cooler und aufgeräumter Typ erwies.
Fazit: ein toller Abend mit ebensolcher Band, schaut sie euch an, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt.
Das Handy-Foto von Chris ist ein wenig surreal geraten, aber wer (außer K-Nut) denkt in einer solchen Rock’n’Roll-Hölle schon an fachmännisches Fotografieren.
Album Myspace
Samstag, 20. November 2010
Freitag, 19. November 2010
Abt.: Zukunft
Fitz & The Tantrums
„Moneygrabber!“ – der Song geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Begegnete mir eigentlich im Indie-Kontext, letztlich ist das aber nichts anderes als fetter Soul. Fitz & The Tantrums? Die Band aus Los Angeles um Sänger Fitz (aka Michael Fitzpatrick) hat bereits zwei Alben draußen und meines Erachtens eine große Zukunft vor sich.
Sänger Fitzens Stimme ist eigentlich gar nicht besonders soulig, eher indie-frisch, bis er ins Falsett geht. Die Band spielt dagegen klassisch im Daptone-Modus mit einer sehr prägnanten Orgel und coolen Bläsern. Besonders gut gefällt mir auch der Schlagzeug-Sound. Unterstützt wird die siebenköpfige Truppe durch Co-Sängerin Noelle Scaggs.
Bislang kenne ich nur drei Songs der Band, alle sind knorke, der „Moneygrabber“ allen voran.
live & raw
(Whirlyjoe)
Donnerstag, 18. November 2010
Das bewegte sich anfangs noch in halbwegs seriösen Bahnen: Stones, CCR, Velvet Underground, Byrds, Doug Sahm, T. Rex, Stooges und ein wirklich beseeltes „Down By The River“ von Neil Young mit höchstem Gänsehautfaktor. Die Stimmung war prächtig, vor allem Mr. Cacavas erwies sich erneut als echte Showkanone, verließ bald das angestammte Piano und gab auf der Bühne den besseren Robert Plant („Whole Lotta Love“) und Jimmy Page in einer Person, als er zusammen mit Jason Victor dessen doppelhalsige Gitarre bearbeitete. Rock’n’Roll!
Mit steigenden Pegeln wurden die Songs immer kurioser: mein Kurzzeitgedächtnis hat leider auch etwas gelitten, ich erinnere mich aber mit größtem Respekt an „Sexy Thing“ von Hot Chocolate und „Rock Lobster“ (B-52s) – ein wirklich königlicher Spaß!
Vielen Dank mal wieder für den tollen Abend, schön war’s mit euch allen.
(Whirlyjoe)Mittwoch, 17. November 2010
The Shakedown @ Byte.FM
Meine Lieben, heute von 14-15 Uhr steigt wieder The Shakedown, eine Stunde allerfeinste Musik beim Webradio Byte.FM im Stream. Einfach bei Byte.FM einchecken und auf Play drücken. Yours truly war recht gesprächig und die Musikauswahl ist auch nicht die übelste... (R-man)
Playlist:
Reuben Bell & The Casanovas - It’s Not That Easy
Joe Simon - The Adorable One
Toussaint McCall - Nothing Takes The Place Of You
B.B. Seaton - Thin Line Between Love And Hate
O.V. Wright - Blowing In The Wind (How Many Roads/Ace Records)
Sam Cooke - Wonderful World
Blues Busters - How Sweet It Is (Behold!/Trojan)
Sam Cooke - Chain Gang
Vernon Dilworth - Shorty
Major Harris - Like A Rolling Stone (How Many Roads/Ace Records)
Caroloregians - Working In The Coalmine (7”/Grover)
The Uniques - People Rocksteady (Absolutely Rockstead/Pressure Sounds)
Moon Invaders - Chain Gang (7”/Grover)
Miraculous Mule - Run On (10"/Stag-O-Lee)
Miraculous Mule - Wayfaring Stranger (10"/Stag-O-Lee)
Etta James - Mellow Fellow (Chess Club Rhythm & Soul/Ace)
Blues Busters - I Won’t Let You Know (Behold!/Trojan)
Mitty Collier - Git Out (Chess Club Rhythm & Soul/Ace)
Dienstag, 16. November 2010
Rolling Stone Weekender
Ein Reisebericht
Das letzte Wochenende habe ich am Weissenhäuser Strand verbracht, einer Ferien-Oase an der Ostsee. Um eine Art Gallerie drappieren sich jede Menge Ferienhäuser und schon ganz schön hässliche Apartmentblocks, die man mieten kann, um hoch im Norden zu entspannen. Die Entspannung kam etwas kurz, denn wir sind zum Rolling Stone Weekender gefahren, um dort einen Stag-O-Lee/Glitterhouse Stand aufzubauen und uns zu präsentieren bzw. den hungrigen Musikfans unsere Ware feilzubieten.
Am Donnerstag war die Anlage noch menschenleer und im mediterranen Ambiente ganz schön spooky. Diese Gallerie/Passage ist so eine Art Amüsier-Epizentrum der Anlage, mit einem Bistro, einem Italiener (rechts unten im Bild oben), einer Bar, Kegelbahn, Eingang zur Wellness-Nummer (Sauna, Schwimmbad etc.) und diversen anderen Lokalitäten in der zweiten Etage des verglasten Tempels der Freude.
Dort sollten an zwei Tagen zirka 30 Bands spielen, die Headliner im draussen aufgebauten 3.000 Mann Zelt, die mittelgroßen Bands im Baltic Festsaal, der für 800 Leute ausgelegt sein soll, aber auf Grund der niedrigen Raumhöhe eben auch nur eine niedrige Bühne bietet, was für Rock & Roll also nicht wirklich taugt. Nicht viel besser war das Rondell als dritter Veranstaltungsort, einer 8-eckigen Hütte, die höchstens 200 Leuten Platz bot, die durch diverse Nadelöhre mussten, was auch nicht gerade Spass machte.
Gewohnt wurde in den vorhin angesprochenen Apartments auf der Anlage, frisch renoviert mit Küche und Balkon, sodaß der Zusatz „Komfortfestival“ auch wegen der relativ kurzen Wege tatsächlich nicht übertrieben war. An die nahe Ostsee habe ich es nicht geschafft, mein erster und einziger Versuch endete an der ersten Düne und einer vollen Breitseite aus Orkan und 80.000 Hagelkörnern.
Gesehen habe ich eigentlich nur die Black Keys (astrein) und fünf Minuten Tindersticks (im total überfüllten Baltic Saal), sonst habe ich hinter dem Stag-O-Lee Stand verweilt und für gute Laune gesorgt. Wir hatten uns am Ausgang positioniert, in einem kleinen Schlauch, durch den jeder gehen musste, wenn er zum Zelt wollte (und das wollten viele). Ich hatte unseren Soundcruiser dabei und haute den potentiellen Fans eine Spoonful CD nach der anderen um die Ohren, viel davon wurden dann auch direkt aus dem Player verkauft. Zu später Nacht hatte ich gar einen kleinen Dancefloor, den ich mit den Ska/Rocksteady-Nummern von Spoonful 38 befeuerte (die paar 38er CDs, die ich mit hatte, waren danach auch ausverkauft).
Samstag nacht kam die Meute dann wieder und verlangte nach Tanzbarem. Zu dem Zeitpunkt waren meine Bestände aber fast komplett zur Neige gegangen und DJ-technisch hatte ich sonst nichts mit, um irgendwelche Sets abzuliefern. Ein paar Juke Box Jam Singles hatte ich noch in der Auslage, von denen vor allem Dave Bartholomew mit Shrimp & Gumbo (kurz danach auch ausverkauft) und Vernon Dilworth/Lucky Millinder – Shorty/Who Said Shorty Wasn’t Coming für überschäumende Stimmung sorgte. Dazu mischte ich ein paar Tracks von der Spoonful Elvis CD (die einzige, die mir noch blieb, die dann aber auch über den Ladentisch ging) und ganze fünf Neuerwerbungen, die ich bei Franko (einem anderen Dealer) blind gekauft hatte: Wonderful World/Chain Gang von Sam Cooke im Levis 501 Cover, das elendig kitschige Tijuana Taxi von Herb Alpert (schiere Begeisterung!), Let’s Twist Again von Chubby Checker (und natürlich die B-Seite The Twist gleich hinterher – Ekstase!) und als mir gegen Ende des Sets die Tunes ausgingen und ich die frisch erworbene Kinks-7“ Sitting On My Sofa (das hatte ich eher lahm in Erinnerung) droppen wollte, zog ich ein leicht zerkratztes Stück Vinyl mit dem Titel Raunchy aus der Kinks-Hülle. Ohne zögern warf ich den Tune auf den Teller des 1210ers und die zuckenden Leiber des immer größer werdenden Spontan-Dancefloors waren Wachs in meiner Hand. Ein Killer! Stilecht (ich hatte auch alles gespielt und den einen oder anderen Lütje Minze – 50 %-igen Likör aus der Gegend - intus) beendete ich den Set mit Ich Bin Ein Kleiner Hund – der B-Seite von Wum’s Hit Ich Wünsch’ Mir Eine Kleine Mietzekatze. Standing Ovations und Zurufe wie „Du bist unser König!“ ließen mich an meine Jugend denken, da wollte ich schon mal eine Sekte gründen. Die am Samstag Abend hatte ich jedenfalls so weit...
Klasse Wochenende, indeed! (R-man)
Montag, 15. November 2010
The Shakedown bei Byte.FM
Sonntag, 14. November 2010
Trad-Soul: MayleeTodd
Vermutlich liegt es ja an meiner Dösigkeit, aber diese doch höchst viel versprechende neue Soulstimme habe ich gerade erst entdeckt. Die Dame und ihre sehr kompetente Band stammen aus Toronto und spielen klassischen Oldschool-Soul in schönster Sharon Jones & The Dap Kings-Tradition.
Im Sommer erschien ihr Debütalbum “Choose Your Own Adventure”, dazu die schöne Single „Hooked“, die es auch als freien Download gibt. Holt sie euch, ihr werdet es nicht bereuen.
(Whirlyjoe)
Samstag, 13. November 2010
Freitag, 12. November 2010
Golden Soul Moments Of The Eighties
Prince – Sign O’ The Times
Hier mal was, das hoffentlich noch jeder kennt, ich hoffe auch auf eine gewisse Konsensfähigkeit bis hinein ins Spoonful-Lager – oder ist das vermessen?
Aus heutiger Sicht frage ich mich ja schon, wie Prince in den 80ern so groß werden konnte, andererseits konnte ich mit ihm als dreckiges Pendant zum porentief reinen Michael Jackson eigentlich immer gut leben, auch wenn sein Funk irgendwie immer so ein wenig verdruckst wirkt. Aber der Bursche konnte halt schon gute Songs schreiben, auch wenn die meisten (vor allem späteren) Alben dann irgendwie überkandidelt und entsprechend produziert waren.
Mit Abstand sein Meisterwerk: „Sign O’ The Times“ von 1987, Album und Song. Wobei sich auf dem Album noch weitere echte Perlen wie „The Ballad Of Dorothy Parker“; „The Cross“ und „Hot Thing“ finden. Hier werden Funk, Soul und Rock auf einzigartige Weise fusioniert. Übrigens finde ich ja auch das Cover-Artwork ganz großartig und bestens zur Musik passend. So gut wie damals war der Kleine danach leider nie mehr.
(Whirlyjoe)
Dienstag, 9. November 2010
Live in der Live Music Hall Köln ...da hatte ich mir ja für das vergangene Wochenende ein Live-Program ausgesucht, wie es viel unterschiedlicher nicht sein konnte: Samstag die hochenergetischen Krawallbrüder der Cut In The Hill Gang im sympathisch angeranzt-punkigen Sonic Ballroom, Sonntag Lloyd Cole in der recht großen Live Music Hall. Lloyd Cole gehört zu den unzerstörbaren Helden meiner Jugend, also war das Konzert trotz langem Tag und kurzer Nacht zuvor ein absolutes Muss für mich. Freund Joe bezeichnet diese Art von Musik ja gerne als "Mädchenmusik" und tatsächlich ist der Anteil von weiblichen Zuschauern ungewohnt hoch. Herren im fortgeschrittenen (meinem) Alter sind aber dennoch in der Überzahl. Auf der Bühne: drei schwarzgekleidete Musikanten, die die meiste Zeit drei Akustik-Gitarren bedienen, welche ab und wann gegen Mandoline und Banjo eingetauscht werden. Die Befürchtung, dass ein solches rein akustisches, schlagwerkfreies Konzert mit hohem Balladen-Anteil zu spontanen Tiefschlaf-Phasen verführen würde, erweist sich allerdings als unbegründet. Ein sehr zurückhaltender, aber äusserst aufgeräumt wirkender Lloyd Cole hält eine gutbesetzte (und sitzende!) Live Music Hall für zwei Stunden in seinem Bann. ...und das ist durchaus wörtlich zu verstehen! Ein solches Publikum kennt man wahrscheinlich sonst nur von Kirchen-Konzerten: kein Gequatsche, keine blöden Reinrufer, der begeisterte Aplaus erklingt erst nach dem Verklingen des letzten leisen Gitarren-Tons, das komplette Publikum (inkl. mir) starrt mit leicht debilem Dauergrinsen auf die Bühne und macht während der Songs keinen Mucks. Die großartig harmonierenden Musiker stimmen recht häufig ihre Instrumente nach, was Herr Cole mit "We are tuning because we care!" kommentiert. Das Program reicht von Songs von Rattlesnakes bis zum aktuellen (übrigens sehr guten) Album. Die Klassiker des Frühwerks werden vom Publikum aber anscheinend besonders geliebt. Mit einer tollen Version von Forrest Fire verabschiedet sich die Band, legt aber noch zwei energisch geforderte Zugaben-Songs drauf. Zwei sehr unterschiedliche, aber fantastische Konzert-Erlebnisse an einem viel zu kurzen Wochenende...
Montag, 8. November 2010
Cut In The Hill Gang
Live im Sonic Ballroom Köln
Den Opener für die Gang machte gestern ein “alter Bekannter”: Mighty Mike, einigen bekannt als Drummer der Juke Joint Pimps, die ja auch schon auf dem Stag-O-Lee-Shakedown und dem OBS zu begeistern wussten. Als One-Man-Band sitzt er auf seinem Bike, einer lustigen Harley-Lookalike-Konstruktion aus Amps, Bassdrum und Nebelmaschine.
Auf ihr hockt Mike, spielt Gitarre (und zeitgleich Bass auf einer ausgewechselten Bass-Saite) bläst die Blues-Harp und singt. Klingt nach Jahrmarkts-Attraktion? Stimmt ein wenig, war aber viel mehr als das: Der Mann ist ein echter Entertainer, hat den Groove und ist höchst authentisch. Die Juke Joint Pimps würden auch auf der OBS-Mainstage eine durchaus gute Figur abgeben.
Sonntag, 7. November 2010
Donnerstag, 4. November 2010
Brandneu:
Ebo Taylor – Love And Death
Der 74-jährige Ebo Taylor aus dem westafrikanischen Ghana ist zwar schon eine Ewigkeit im Geschäft, hat aber seit zwanzig Jahren kein Album mehr außerhalb seiner Heimat veröffentlicht. Dabei spielt er exakt den coolen Afro-Beat, auf den der Westen so steht. Die Beats klingen fast wie Tony Allen nach seinem Comeback in den späten Neunzigern, die Songs sind aber etwas üppiger instrumentiert, vor allem die Bläser und der deutlich psychedelische Vibe erinnern daher an (nicht nur Allens Lehrmeister) Fela Kuti.
Taylor ist ein Veteran der ghanaischen Highlife-Szene der 50er und 60er Jahre und tauchte zuletzt auch auf den feinen Compilations von Soundway und Analog Africa auf. Die neuen Tunes hat Taylor mit der holländischen Band Afrobeat Academy und den immer brillanten Münchner Poets Of Rhythm aufgenommen, beide klingen zu hundert Prozent authentisch, vor allem Bass und Gitarre finde ich anbetungswürdig. Im Dezember kommt Ebo Taylor dann auch auf Europa-Tournee.
Guitar Virtuoso Ebo Taylor plays tribute to Ali Farka Toure
Dienstag, 2. November 2010
Cut In The Hill Gang - On the road!!!
Montag, 1. November 2010
Abt.: The real nitty gritty!
Soulshaker - Vol. 7/Various Artists
Alter Falter, mit Vol. 7 der Soulshaker Serie hat das Record Kicks Label die Latte aber nochmal enorm hoch gelegt. Scheint eine gute Phase für „Deep Funk, Soul and Jazz Dance from today’s scene“ zu sein, denn gleich der Opener ist das beste Stück des Jahres – His Voice von Elder William Smith – ein jubilierender Baptisten-Prediger und seine Gemeinde gospelt vor röchelndem Deep Funk! Meine Fresse, welch ein Hammer (der eigentlich 2009 in Neuseeland auf einer 7“ mit 200er Auflage erschien)! Mit Soul/Funk der exzellenten Sorte geht es stringent weiter: The Liberators, Ray Harris & Fusion Experience, The Underbelly, Dojo Cuts, Kokolo Afrobeat Orchestra, The Third Coast Kings, Shaolin Temple Defenders und die Diplomats Of Solid Sound (phänomenales neues Album am 5.11.) liefern einen Knaller nach dem anderen, durchweg bärenstark, ein Dancefloor-Mix der Extraklasse.
Die spanischen Pepper Pots kommen uns dann mit glasklarem Motown Pop-Soul, es gibt einen Remix des coolen Bring Down The Birds der Crabs Corporation und hinten raus wird es dann etwas soul-jazziger mit dem Hi-Fly Orchestra (und Covay/Cropper’s Sookie Sookie), Roy Ellis & The Teenager und den Baker Brothers. Zudem sind 12 von 17 Tracks irgendwie exklusiv oder zumindest erstmals auf CD. Das Vinyl muß sich mit 12 Tracks begnügen! Fuck yeah – Daumen hoch! Time to get down, this is the real nitty gritty! (R-man)
LP/CD
